Nächste Radiosendung auf Rockradio.de und 88.vier
Am 29. März 2013 (Freitag) von 13 bis 14 Uhr strahlt Rockradio.de eine neue Sendung mit Petra Schwarz aus. Im Fokus dieser Sendung steht ein Rückblick auf das 14. “Festival Musik und Politik”, unter anderem mit Ausschnitten aus dem Konzert “Víctor Jara presente” am 24. Februar im Berliner Maxim-Gorki-Theater.
Berichtet wird auch über die gemeinsam mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung veranstaltete Podiumsdiskussion “Ein unvollendetes Lied” (HIER eine Aufzeichnung der RLS in voller Länge zum Nachhören).
In der Sendung wird zudem die aktuelle Ausgabe der “Liederbestenliste” präsentiert.
Rockradio.de ist als Webstream zu empfangen oder im Berliner Raum auf UKW 88,4 (Antenne) oder 90,7 MHz (Kabel).
Neue Publikation der Ernst-Busch-Gesellschaft
Ernst Busch (1900 – 1980), legendärer Schauspieler und Sänger des 20. Jahrhunderts, hat sich mit seiner Kunst für eine neue, menschliche Welt eingesetzt, gestritten und gelitten. Wie stehen wir Heutigen zu diesem Erbe?
Gemeinsam mit der edition bodoni legt die Ernst Busch-Gesellschaft ein Echo von Nachgeborenen vor und stellt sich der Auseinandersetzung mit der Wirksamkeit des Künstlers im 21. Jahrhundert. Der Band dokumentiert die Ernst Busch Tage 2010 in Berlin in Wort und Bild. Wortmeldungen von jung und alt, aus Ost und West, Kritisches, Nachdenkliches, Kämpferisches und Anregendes zeugen von heutigen Haltungen und Handlungen.
Beteiligt waren viele nachgeborene Künstler, Liedermacher und Chöre, die Schauspieler-Legenden Inge Keller und Hilmar Thate oder der Maler Ronald Paris. Darüber hinaus werden neue Erkundungen, Ereignisse und Forschungen zu Ernst Busch und seinem Nachleben in unserem Jahrhundert vorgestellt. Buschs Auftritte in Wien sind Gegenstand einer detaillierten Recherche. Beschrieben wird eine Busch-Ausstellung in seiner Geburtsstadt Kiel im Jahre 2010 und der lange Weg zur Entstehung eines Busch-Platzes in der Stadt 2011.
Des weiteren wird dem wendigen Schicksal von Busch-Namensgebungen auf dem Gebiet der ehemaligen DDR nachgegangen: im öffentlichen Raum, bei Straßen und Plätzen, in Schulen oder Kinder-Organisationen. Das Buch ist Nachklang und Anregung zugleich. Ernst Buschs künstlerisches und politisches Wirken bleibt im 21. Jahrhundert aktuell – gerade angesichts heutiger katastrophaler Weltzustände. Bei der Suche nach Antworten auf die Fragen unserer Zeit wird das Vermächtnis dieses großen politischen Künstlers gebraucht.
Zum Preis von 8 Euro zu bestellen bei der Ernst Busch-Gesellschaft. Für Mitglieder der Gesellschaft ist die Publikation kostenlos.
Termindetails
Veranstaltungstipp: Liederlust “allyouneedisLied”
Treffpunkt der Singefreunde und Liedliebhaber – ein Abend mit Spaß am Wiederhören, Wiedersehen und Wiedersingen.
Willkommen auch in diesem Frühjahr wieder in der WABE zum schon traditionellen Anlass: dem Abend des Wiedersehens von Beteiligten zwischen Ostsee und Thüringen aus den Gründer- und Entstehungsjahren früher Gesänge im Osten von Hootenanny über Singeklubs bis Ostrock.
Ein Abend mit Erinnerungen an unsere besonders auch durch Lieder geprägten Lebenszeiten. Lieder, die man heute gar nicht mehr oder sehr selten hört. Lieder, die einen manchmal auch nur in Zeilen oder im Refrain nicht loslassen wollen; von denen man jedoch nicht lassen will, nur weil ihre Entstehungszeiten zurückliegen.
Dass am Abend gesungene Erinnerungen darum auch mit der Singebewegung und dem Festival des politischen Liedes verbunden sind, liegt somit in unserer Geschichte und den Geschichten dazu. Für die hoffentlich auch neuen und jüngeren Gäste: Vorkenntnis ist nicht erforderlich.
Dass sich heute wieder Leute zum Singen treffen, die schon im Oktoberklub, bei Brigade Feuerstein, Team 4 und im Theodorakis-Klub sangen, ist somit kein Zufall: allyouneedisLied ist als Programmgedanke wie als Freizeitkapelle ja gerade erst vor vier Jahren aus dem jährlichen Treffen von Liederleuten und dem Wunsch nach frühen Liedern entstanden.
Programmvorstellung:
Lieder, die wir schon alle miteinander gesungen haben – früher, oder auch erst im letzten Jahr. Kinderlieder. Alte Volkslieder und junge, u. a. also auch Rump und Gundermann. Lieder in Erinnerung an Chile ’73, dazu an zwei besonders großartige Sänger & Liedermacher. Wunschlieder und Offenes Singen – mehrstimmig bei den großartigen Voraussetzungen aller!
Mit Freunden und Freude wieder mit dabei: Elke Bitterhof und José Miguel Márquez.
Kartenbestellung (Unkostenbeitrag 5,– €) bitte per Mail.
- Freitag, 22. März 2013, WABE (Danziger Str. 101, 10405 Berlin
- Einlass ab 18 Uhr – offener Treff, Liederabend ab 19.30 Uhr
Änderung im Sonntagsprogramm

Kundgebung für Allende
Der Sonntagabend steht beim Festival ganz im Zeichen von Víctor Jara und Chile. Mit einem großen Konzertabend im Maxim Gorki Theater präsentieren wir – 40 Jahre nach dem Putsch gegen Salvador Allende – chilenische Künstler aus mehreren Generationen.
Eine kleinere Änderung gibt es im Nachmittags-Vorabprogramm. Wegen einer Erkrankung muss die Gesprächsrunde “Die weißen Mäuse des Milton Friedman. Pinochets Chile – Labor des Neoliberalismus” um 16 Uhr leider entfallen.
Dies hat jedoch keinerlei Auswirkungen auf das Abendprogramm im Maxim Gorki Theater!
Letzte Vorverkaufs-Tickets sichern!
Der Vorverkauf für unsere Festivalveranstaltungen endet jeweils 24 Stunden vor Beginn der Abendkasse, für das erste Festivalkonzert “Musikkabarett beim Festival” mit Schwarze Grütze und Duo Sonnenschirm also am Mittwochabend.
Wer sich rechtzeitig Plätze sichern will, sollte also recht bald “zuschlagen”, anschließend gibt es Tickets nur noch an der Abendkasse!
Zur Erleichterung listen wir hier noch einmal die Direktlinks zum Erwerb der Eintrittskarten im Vorverkauf auf:
Karten für “Musikkabarett beim Festival” (ticketscript)– Nur noch an der Abendkasse!- Karten für “Liederbestenliste präsentiert” (ticketscript)
- Karten für “Anarchie ist Nachbar, aber selten zuhause” (ticketscript)
- Karten für Hannes Zerbe Jazz Orchester “Ajax zum Beispiel” (ticketscript)
- Karten für “Which Side Are You On” mit Rainer von Vielen und Rebel Diaz (eventim)
Karten für “Víctor Jara presente” im Maxim Gorki Theater (Gorki-Kasse) -ausverkauft; Restkarten an der Abendkasse verfügbar.
Und nicht vergessen: wir haben auch Veranstaltungen mit freiem Eintritt im Programm.
Wiederholung der Rockradio-Sondersendung zum Festival
Ein kleiner Programmhinweis in eigener Sache: die Sondersendung unseres Medienpartners Rockradio.de mit Informationen, Musik und Interviews zum diesjährigen Festival wird im Webstream des Senders am morgigen Dienstag (19. Februar) ab 11 Uhr noch einmal ausgestrahlt. Gast im Studio: Petra Schwarz.
Programmergänzung – Liveauftritt von Nicolás Rodrigo Miquea
Kurzfristig haben wir noch einen musikalischen Gast ins Programm aufgenommen. Am Sonnabend wird uns der chilenische Musiker Nicolás Rodrigo Miqueas mit einem kurzen Livebeitrag auf den Film “Rey Negro – Der Schwarze König” einstimmen.
Der Liedermacher, Dichter und Klassische Gitarrist wurde 1981 in Talcahuano (Chile) geboren. Er absolvierte eigentlich eine klassische Musikausbildung, hat sich dann aber seinem lateinamerikanischen Erbe zugewandt. Viele seiner Texte wurden in Gedichtsammlungen und literarischen Magazinen in Chile veröffentlicht; 1994 erschien sein erstes Buch, “Cabeza, manos, tronco y cuello”. 1996 wurde er Stipendiat der Pablo Neruda Stiftung in Valparaíso (Chile). 1999 gewann er mit dem Musikensemble„Transiente” den Fondart-Preis, ein Projekt der chilenischen Regierung zur Förderung von Kultur und Unterhaltung. Durch diesen Preis konnte die Band die CD „Los cinco minutos”, eine Hommage an den chilenischen Liedermacher Victor Jara, veröffentlichen. Hierfür schrieb er die Texte; die Musik wurde von Félix Cárdenas komponiert.
Nicolás Miquea studierte Klassische Gitarre an der Eastman School of Musik in Rochester NewYork, an der Musikhochschule „Franz Liszt” Weimar, sowie an der Hochschule für Musik und Theater Rostock, wo er sein Studium mit einem Stipendium der Rosa Luxemburg Stiftung abschloss. Derzeit bereitet er sich in einem Aufbaustudium auf sein Konzertexamen an der Hochschule für Musik und Theater Rostock vor. Darüber hinaus tritt er regelmäßig in Konzerten sowohl klassischer als auch populärer Musik auf.
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Videotrailer
Natürlich gibt es auch in diesem Jahr wieder einen Videotrailer zum Festival, produziert von Stefan Seeboldt. Er bietet eine gute Gelegenheit, sich akustisch schon einzustimmen, mit “Which Side Are You On” von Rebel Diaz:
(Direktlink zum Video bei Youtube: http://youtu.be/I9edI_gofF8)
Das Festival im Radio
Vor Beginn des Festivals gibt es noch einige Radiosendungen, in denen das Festivalprogramm vorgestellt wird und Künstler zu Wort kommen.
Den Anfang macht am 16. Februar um 16 Uhr Rockradio.de mit einer einstündigen Sondersendung auf UKW 88,4 (im Kabelnetz 90,7). Außerhalb des Berliner Raums ist der Sender über seinen Web-Livestream zu empfangen. Moderatorin Petra Schwarz wird viele Informationen zum Festival geben; zudem sind Dieter Beckert (Duo Sonnenschirm) und Maike Rosa Vogel im Interview zu hören.
Am 20. Februar (kommenden Mittwoch) sind Petra Schwarz und der Liedermacher Stefan Körbel bei Radio Eins/rbb zu Gast. Ab 14 Uhr gibt es dort einiges zum Festival zu hören, ganz sicher auch zu unserem Schwerpunktthema “Chile – 40 Jahre danach”. Radio Eins ist in Berlin und Brandenburg auf zahlreichen UKW-Frequenzen zu empfangen, die bekannteste ist sicherlich 95,8 MHz. Zudem gibt es einen Livestream über die Webseite von Radio Eins, Satellitenfrequenzen und eine Ausstrahlung im Digitalradio DAB+.
Die US-amerikanische HipHop-Band “Rebel Diaz”, die bei unserem Festivalkonzert “Which Side Are You On” auftritt, ist am 21. Februar ab 13 Uhr eine Stunde lang Studiogast bei OKBeat, eine Sendung von ALEX Berlin auf UKW 88,4 MHz. Hier stellen die Musiker ihre Musik und aktuelle Tonträger vor, sprechen über ihr politisches und soziales Engagement und ihre Verbindung zur Occupy-Bewegung.
Festivalvorschau Teil 14 – Podiumsgespräch “Occupy – wie weiter”

Tom Morello – Musiker & Occupy-Aktivist
Als vor zwei Jahren erst in Tunesien und dann in Ägypten tausende Menschen auf die Straße gingen, verband sich damit überall auf der Welt der Wunsch nach Veränderung. Bald schon folgten ihnen Spanier, Griechen, Israelis und Menschen in vielen weiteren Ländern. Nachdem die Bewegung unter dem Namen Occupy Wall Street im Sommer sogar New York erreichte, wurden kurz darauf auch in Deutschland Protestcamps errichtet.
Eineinhalb Jahre später ist von der ursprünglichen Euphorie nicht viel geblieben. Die Camps sind längst geräumt, und in einigen arabischen Staaten mündeten die Aufstände sogar in blutige Bürgerkriege. Die Probleme, die die Proteste ausgelöst hatten, sind aber geblieben.
Auf europäischer Ebene arbeiten Aktive von Occupy und Attac an einer engeren Vernetzung: Mit einem europaweiten Aktionstag im März und einem großen Alternativengipfel im Juni in Athen. In Deutschland haben sich im letzten Jahr vor allem zwei Bündnisse gebildet, in deren Rahmen weiter mobilisiert werden soll: Umfairteilen und Blockupy. Ersteres organisierte bereits letzten Herbst deutschlandweit in mehr als 40 Städten Proteste. Blockupy, das letzten Mai eine Demo und Blockaden in Frankfurt am Sitz der Europäischen Zentralbank organisierte, möchte Formen traditionellen Protestes mit zivilem Ungehorsam verbinden.
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Ein Zwischendurch: Rebel Diaz im Musikvideo
Das aktuelle Video von Rebel Diaz, die bei unserem Festival im Rahmen der Veranstaltung “Which Side Are You On?” auftreten sowie im Rahmen von öffentlichen Künstlergesprächen präsent sein werden. Das Video “Revolution” thematisiert die letzten Wahlen in den USA, vor allem aber die Notwendigkeit, sich auch nachhaltig und dauerhaft politisch zu engagieren, mit Menschlichkeit und Liebe. Die strukturellen Probleme ihrer Gesellschaft wie Rassismus, unterfinanzierte Schulen, Obachlosigkeit, Waffengewalt und vieles mehr sind nach Auffassung der Künstler nur durch eine gemeinsame Anstrengung aller Menschen zu bewältigen.
Veranstaltungstipp vor dem Festival: Benefizkonzert für Flüchtlinge
Wir stecken tief in den Vorbereitungen für unser Festival, doch nicht so tief, dass wir nicht ab und zu auch noch über den Tellerrand blicken würden. Dabei haben wir diese mit tollen Künstlern bestückte, einem wichtigen Anliegen gewidmete Konzertveranstaltung im Berliner Lido-Club entdeckt:
Dota die Kleingeldprinzessin, Danny Dziuk, Max Prosa, Lüül & Alin Coen – Solikonzert für die bundesweite Flüchtlings-Protest-Bewegung für menschenwürdige Asylbedingungen und gegen Abschiebung
Im Oktober 2012 gingen Flüchtlinge in einer bundesweiten Aktion zu Fuß von Würzburg nach Berlin, um gegen die menschenunwürdigen Asylbedingungen in Deutschland zu protestieren. Ihre Forderungen sind: Stopp der Abschiebungen, die Abschaffung der Residenzpflicht, Ende der Lagerunterbringung und bessere Lebensbedingungen in Würde und Menschlichkeit für alle Flüchtlinge in Deutschland. Es haben sich hier Künstler zusammengefunden, die die Flüchtlinge und ihre politischen Forderungen unterstützen möchten und deshalb ein Benefizkonzert zusammen spielen:

Danny Dziuk
Max Prosa – nach seinem erfolgreichen Debütalbum 2012 arbeitet er gerade an seinem zweiten Album, das im Frühjahr 2013 erscheinen wird.
Alin Coen – „Das ist eine Stimme, in deren poetischer Intensität man sich verlieren kann.” schreibt der Weser-Kurier sehr treffend.
Danny Dziuk – der Berliner Songwriter schreibt einfach gute Lieder – wie auch viele andere Künstler wissen, die seine Stücke aufführen, wie z.b. Annett Louisann, Ulla Meinecke und Stoppok.

Dota Kehr
Dota Kehr – auch bekannt als die Kleingeldprinzessin, schreibt und singt Lieder, die durch ihre gestochen scharfen Gegenwartsbeobachtungen im Kopf bleiben und mit ihrer poetischen Kraft ins Herz treffen.
Hauptamtlich spielt Lutz Ulbrich alias Lüül das Banjo den 17 Hippies. Doch sein Backkatalog liest sich wie die Geschichte eines musikalischen Abenteurers: In den 70ern hob er bei Agitation Free und Ashra Tempel den Krautrock mit aus der Taufe. Dann war er jahrelanger Musik- und Bettpartner der Velvet-Underground-Chanteuse Nico, gab Konzerte mit John Cale im CBGB’s, und als die NDW ausbrach, hatte Ulbrich auch darauf eine Antwort. (Kulturnews)
Alles in allem darf man sich auf einen musikalisch spannenden Abend mit sehr guten Texten und freundschaftlich verbundenen Künstlern freuen und auch auf das eine oder andere Duett gespannt sein.

“Gegen Demokraten helfen nur Soldaten!” – Wissen Sie vielleicht, von wem diese oft zitierte Zeile stammt? Wahrscheinlich nicht. Lassen Sie sich von Körbel & Letz auf die Sprünge helfen: der Verfasser heißt Karl August Julius von Griesheim und war in den Revolutionstagen preußischer Kriegsminister. Ja, damals schrieben diese Leute auch noch Gedichte…




















