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Festival Musik und Politik 2018

Das Festival Musik und Politik findet vom 23. bis 25. Februar 2018 zum neunzehnten Mal am traditionellen Ort statt, in der Berliner WABE und der daneben liegenden Jugendtheateretage. Wie immer gibt es Historisches und Aktuelles, Konzerte, Gespräche und eine Ausstellung.

Der historische Teil des Festivals steht unter dem Motto “Alles wird besser, nichts wird gut – Musik und Politik um 1990”. Es geht um die letzten Jahre der DDR, die “Wende” und den Crash-Kurs der Vereinigung, um Haus der jungen Talente, Festival des politischen Liedes und Rudolstadt-Festival, “Letztes aus der Da Da eR”, “Wind of Change” und “Deutschland, eilig Vaterland”. Dazu gibt es eine Ausstellung, Ausschnitte aus Fernsehsendungen der Jahre 1989 bis 1991 und eine Lesung aus dem Buch “Sängerkunde”, das Gespräche mit DDR-Liedermachern nach der “Wende” enthält (Autoren sind Michael Kleff und Hans-Eckardt Wenzel).

Wenzel & Mensching werden anschließend Lieder & Texte singen und lesen.

Im Konzert “Wessen Welt …” spielen Musiker, die sich explizit politisch engagieren, so der US-Amerikaner Ryan Harvey, der für politisch bewusste Musiker aus aller Welt das Plattenlabel Firebrands gegründet und sein Credo im FOLKER 2.17 dargelegt hat. Der Schotte Calum Baird singt “I Still Believe in an Alternative”, und diese Alternative heißt für ihn Sozialismus. Heinz Ratz engagiert sich mit seiner Band Strom & Wasser für Menschlichkeit, soziales Gleichgewicht und kulturelle Offenheit und hat ein Büro für Offensivkultur gegründet, das gleichgesinnte Musiker unterstützen will.

Im Konzert “Liederbestenliste präsentiert” stellt Wolfgang Rieck, der Liederpreisträger von 2017, sein Album “Der singende Mann” mit dem prämiierten Lied “Vergessene Helden” sowie den Förderpreisträger Tobias Thiele vor. Weitere Mitwirkende sind Annika von Trier und Rüdiger Bierhorst.

Beim “Liederpodium” stellen Liedermacher und Sänger ihr aktuelles Repertoire vor, darunter Dennis B. Markheim, Dew Decker, elternhaus ost, Dylan42,  Johanna Zeul u.a..

>> zum Festivalprogramm 2018 (23. – 25. Februar)

Hintergrund:

Von 1970 bis 1990 gab es das Festival des politischen Liedes in Berlin, einen Treffpunkt politisch engagierter Musiker aus der ganzen Welt mit interessiertem Publikum. 1991 bis 1994 setzte der ZwischenWelt-Förderverein für ein progressives Kulturfestival die Tradition des Festivals des politischen Liedes fort. Nach seiner Auflösung fanden bis 1999 keine weiteren Festivals statt.

Im Jahr 2000 gelang mit einem kleinen, aber erfolgreichen Festival ein Neustart unter veränderten Vorzeichen. Die heutige inhaltliche Ausrichtung manifestiert sich seit 2001 in einem neuen Namen: Festival Musik und Politik.

Der Veranstalter, Lied und soziale Bewegungen e.V., ist ein gemeinnütziger Verein, der sich dem politischen Lied verschrieben hat. Im Archiv sammelt er seit 1991 Lieder und Dokumente der neuen Liedkultur seit den 60er Jahren, insbesondere der Liedermacher- und Singebewegung der DDR und des internationalen Festivals des politischen Liedes in Berlin (1970-1990).

Seit dem Jahr 2000 veranstaltet der Verein das Festival Musik und Politik, Konzerte, Diskussionen und Ausstellungen, gibt Broschüren heraus und unterstützt journalistische, wissenschaftliche und künstlerische Projekte.

Graffiti in Chile

Victor-Jara-Graffiti in Chile (Foto: Barbara Thalheim)