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Aus dem Festivalprogramm: Liederpodium

Zum zweiten Mal bietet das Liederpodium im Rahmen des Festival eine Gelegenheit, in kompakter Form neue Künstler und Ausschnitte aus Programmen bekannter Musiker kennenzulernen. Am Sonntagnachmittag stehen fünf Vertreter des Liedermachergenres auf der Bühne der Jugendtheateretage und stellen in halbstündigen Ausschnitten ihre Werke vor. Moderiert wird die Veranstaltung von der Berliner Sängerin Kathy Kreuzberg.

Tobias Thiele

Tobias Thiele

Tobias Thiele

Tobias Thiele, Liedermacher, Studiomusiker und Student der Musikwissenschaften, nahm als Kind die Gitarre in Hand und fing auch sofort an, eigene Lieder zu schreiben. Inspiriert wurde er dabei durch den kubanischen Liedermacher Gerardo Alfonso. Die Leidenschaft zum Lied und zu Kuba ist seitdem unaufhaltsam gewachsen, was sich nicht nur in seiner Musik, sondern auch in seiner politischen Arbeit niederschlägt. Als Studiomusiker ist er an zahlreichen Veröffentlichungen beteiligt.

Nicolás Miquea Rodrigo

Nicolás Rodrigo Miquea

Nicolás Rodrigo Miquea

Der Liedermacher Nicolás Rodrigo Miquea wurde 1981 in Talcahuano (Chile) geboren. Er absolvierte eigentlich eine klassische Musikausbildung an der Gitarre, hat sich dann aber seinem lateinamerikanischen Erbe zugewandt. Viele seiner Texte wurden in Gedichtsammlungen und literarischen Magazinen in Chile veröffentlicht; 1994 erschien sein erstes Buch, “Cabeza, manos, tronco y cuello”. 1996 wurde er Stipendiat der Pablo Neruda Stiftung in Valparaíso (Chile). 1999 gewann er mit dem Musikensemble „Transiente” den Fondart-Preis, ein Projekt der chilenischen Regierung zur Förderung von Kultur und Unterhaltung. Durch diesen Preis konnte die Band die CD „Los cinco minutos”, eine Hommage an den chilenischen Liedermacher Victor Jara, veröffentlichen. Hierfür schrieb er die Texte; die Musik wurde von Félix Cárdenas komponiert. Nicolás Miquea studierte Klassische Gitarre an der Eastman School of Musik in Rochester New York, an der Musikhochschule „Franz Liszt” Weimar, sowie an der Hochschule für Musik und Theater Rostock, wo er sein Studium mit einem Stipendium der Rosa Luxemburg Stiftung abschloss.

Nadine Maria Schmidt

Nadine Maria Schmidt

Nadine Maria Schmidt

Gleich beide Erstlingswerke der jungen Leipzigerin wurden für den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert. Auch die Liederbestenliste ist bereits auf die Leipzigerin mit der tiefen Stimme und den lyrischen Texten aufmerksam geworden, bei der „Hoyschrecke“ errang sie zweimal einen Preis. Mit Sprachfertigkeit und jazzig-poppigen Songwriterarrangements fesselt sie ihre Zuhörer; Schräges und Skurriles ist dabei nicht ausgeschlossen. Im Liederpodium tritt sie solistisch auf.

Stefan Körbel

Stefan Körbel (Foto: A. Pawelzik)

Stefan Körbel (Foto: A. Pawelzik)

1965 erste eigene Gitarre // 1969 Lyrik-Song-Club Berlin  // 1970 Jugend klub Der Kahn Berlin-Treptow // 1974 DDR-Rundfunk, Produzent für Lied // 1976 Gründung Liedtheater Karls Enkel // 1976 Studium Kulturwissenschaft HUB //1981 freiberuflicher Musiker // 1986 (verhinderter) Hauptpreis der DDR-Chansontage // 1987 Gründung Bolschewistische Kurkapelle Schwarz-Rot // Solo-Programme: 1986 Ketzerkalender // 1988 Bolsche Vita // 1989 Arche Nostra // 1989 (trotz Vertrag) Auftritts- verbot beim Festival des Politischen Liedes // 1989 Zeitschriftentenprojekt Sondeur // 1990 CD Restbestände // 1990  Plattenfirma Nebelhorn (ca. 40 CDs, sechs davon Preis der DeutscheSchallplattenkritik) // 1997 mit Pianist M. Letz:  BombenlauneStinkwut, Songs der zwanziger Jahre // 1998 mit Letz: Forty Eight Crash. Lieder & Texte aus der Revolution von 1848 // 2001 mit Letz: Rette sich wer kann! SeefahrtSehnsuchtSeelenqual // 1998 Club Voltaire, eine Kunstkneipe in Berlin // 2003 Tengo Tango. Tangos aus aller Welt (mit H. Frauendorf) // 2005 Lost Songs Revival vergessener Lieder // 2009 Brecht a songwriter – Brecht-Songs in Englisch // 2014 Buonarroti-Archiv, biografisches Interview-Projekt // 2016 Kurzauftritt beim Festival: „Als Lieder politisch waren“

EISBRENNER & Frauendorf

Tino Eisbrenner

Tino Eisbrenner

Der aus dem Pop-Rock in die Welt-Musik eingewanderte Songpoet  lässt seine Songs durch Zeiten und Fantasien wandern. Dabei unterstützt ihn am Akkordeon Heiner Frauendorf mit einer perfekten Mischung von Vielfarbigkeit und Prägnanz. Eisbrenner präsentiert beim Liederpodium neueste eigene Stücke, aber auch Interpretationen seiner Lieblingskünstler, zu denen u.a. Sting, Vysotzky, Okudshava oder Paul Simon gehören.
Bemerkenswert ist das langjährige politische Engagement des Künstlers, welches u.a. zur Gründung der „Friedensgesellschaft Musik statt Krieg e.V.“  führte, die mit kultureller und politischer Arbeit einen Beitrag zur Völkerverständigung leisten will.

  • eisbrenner.de
  • aktuelle CD: Barfuß in Kakteen (Mañana Records)

 

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