Burg Waldeck und die Folgen… (2004)

Ausstellung zum Festival 2004

Burg Waldeck und die Folgen – Songfestivals in Deutschland

In Zusammenarbeit mit: Arbeitsgemeinschaft Burg Waldeck e.V., Stiftung Deutsches Kabarettarchiv Mainz
Gefördert mit Mitteln von: Kultursommer Rheinland-Pfalz

Der Verein Lied und soziale Bewegungen e.V. hat anlässlich des vierzigjährigen Jubiläums der Festivals auf Burg Waldeck eine Wanderausstellung zur Entwicklung politischer Songfestivals in Deutschland konzipiert, die im Verlauf des Jahres 2004 in verschiedenen Städten Deutschlands, zum Teil in Zusammenhang mit den vorgestellten Festivals, präsentiert wird.

Stationen der Ausstellung sind u. a. Berlin (Festival Musik und Politik), Mainz (OPEN OHR Festival), Burg Waldeck, Hoyerswerda (Hoyschrecke-Festival) und zum Abschluss noch einmal Berlin (Landesvertretung Rheinland-Pfalz). Die Ausstellung kann von auch von anderen Veranstaltern (Archiven, Festivals, Jugendklubs, Kultureinrichtungen, Schulen, Universitäten) ausgeliehen werden.

Die Themen
1. Festival Burg Waldeck 1964
2. Festival Burg Waldeck 1965
3. Festival Burg Waldeck 1966
4. Festival Burg Waldeck 1967
5. Festival Burg Waldeck 1968
6. Festival Burg Waldeck 1969
7. Internationale Essener Songtage 1968
8. OPEN OHR Festival Mainz
9. OPEN OHR Festival Mainz
10. Eurofolkfestival Ingelheim
11. Folk- und Liedermacher-Festival Tübingen
12. Bardentreffen Nürnberg
13. Festival des politischen Liedes Berlin ff.
14. Tage des Chansons Frankfurt (Oder)
15. FDJ-Festivals
16. Folkfestivals in der DDR
17. Tanz&FolkFest Rudolstadt

Die Ausstellung umfasst 17 Blätter à 1500 x 900 mm. Sie werden gerollt transportiert und mit Powerstrips an der Wand befestigt. Es sind insgesamt 18-20 laufende Meter Wandfläche für die Ausstellung erforderlich. Auf Wunsch können Videovorführungen und Vorträge zu den Themen vermittelt werden.

2004 ist es vierzig Jahre her, dass auf Burg Waldeck im Hunsrück das erste Festival „Chanson Folklore International“ stattfand. Bis 1969 waren es sechs Songfestivals, die einer neuen engagierten Liedkultur und einer neuen Generation von Liedermachern und Sängern zum Durchbruch verhalfen (Franz Josef Degenhardt, Reinhard Mey, Hannes Wader u.a.).
Der Geist der Ostermärsche und der beginnenden Studentenrevolte hatte den kulturellen Aufbruch auf der Waldeck möglich gemacht, die politische Radikalisierung führte jedoch auch zum Ende der Festivals („Stellt die Gitarren in die Ecke und diskutiert!“). Viele spätere Festivals beriefen sich auf das Erbe der Waldeck, im Unterschied zu den sechziger Jahren dominiert jedoch heute eine weitgehend entpolitisierte Weltmusik, und es gibt kaum noch Liedermacher.
Die Ausstellung dokumentiert die Festivals auf Burg Waldeck 1964–1969, die Internationalen Essener Songtage 1968, das Open Ohr Festival Mainz, das Eurofolk Festival Ingelheim, das Tübinger Festival, das Bardentreffen Nürnberg, das Festival des politischen Liedes Berlin und seinen Nachfolger, das Festival Musik und Politik, die Tage des Chansons in Frankfurt (Oder), FDJ- und Folkfestivals in der DDR sowie das Tanz- & Folkfest Rudolstadt. Außer beim Festival Musik und Politik wird die Ausstellung auch im Rathaus von Mainz, auf Burg Waldeck, beim Liederfest Bremen, bei der Hoyschrecke in Hoyerswerda und zum Jahresende in der Landesvertretung Rheinland-Pfalz in Berlin gezeigt.

Vorstellung beim Festival 2004 – Eröffnung anlässlich des Festivals 2004 – am Freitag, 27. Februar
Es spricht: Prof. Diethart Kerbs (Kunstpädagoge, Kultur- und Fotohistoriker, Berlin)
anschließend: Film „Klagelieder im Hunsrück“, SDR 1968, 41 min
Livemusik von Hein & Oss Kröher (Volkssänger, Pirmasens)

One Comment

  1. Hallo aus Weißensee !
    …kann man sich in Euren Räumen mal den o.g. Film „Klagelieder im Hunsrück“ über das 68er Waldeck-Festival ansehen oder ist er entleihbar??? Hatte den Bericht seinerzeit verpasst, da ich grad im Kindergarten war… 🙂

    Gruß und Tschüss – ein alter Hunsrücker; jetzt Pankower

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