Kalter Krieg und schrille Töne… (2006)

Ausstellung zum Festival Musik und Politik 2006

Kalter Krieg und schrille Töne – der Klang der 50er Jahre

Zur Eröffnung:
Maren Köster – Der Klang der 50er Jahre
Jan Eik – Ostberliner Jazzreminiszenzen
Dokumentarfilm »Vom Lebensweg des Jazz« – DEFA 1956

Ob Jazz, Rock’n Roll, Schlager, Tanzmusik, Massenlieder, Chansons oder Neue Musik – die politische Ost-West-Konfrontation hat sich auf Kultur und Alltagsleben insgesamt ausgewirkt. Im Klang der 50er Jahre spiegeln sich die historischen Ereignisse. Zwar war der Eiserne Vorhang damals noch durchlässig, doch was auf beiden Seiten gespielt wurde (bzw. werden sollte), unterschied sich zunehmend.

Den jeweiligen politischen Wunschbildern entsprach eine ausgeprägte ästhetische Abgrenzungspolitik. Und selbst wenn bei einer Musik der unpolitische Charakter betont wurde, waren dafür oftmals gerade die politischen Hintergründe maßgebend. Dies zeigt sich nicht etwa nur bei seichten Heimatschnulzen oder Tanzmusik, sondern auch in den teilweise sehr elitären Bereichen der zeitgenössischen Komposition.

Die Ausstellung legt ihren Schwerpunkt auf die Genres, die sich an ein breites Publikum richteten. Sie präsentiert ein Kaleidoskop der musikalischen Gegensätze – und diese waren an keinem anderen Ort so deutlich zu hören wie in der »Frontstadt« Berlin.

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