Lieder und Leute. DDR 1964-1990 (2014)

Lieder und Leute. DDR 1964-1990

Das Festival Musik und Politik geht 2014 auf Spurensuche in der DDR-Geschichte. Die Ausstellung “Lieder und Leute. DDR 1964-1990″ präsentiert DDR-Liedkultur von Hootenanny und Singebewegung bis zur Liedermacherszene der 80er Jahre. 

Foto: Frank Schneider

Foto: Frank Schneider

Die Liedkultur war so etwas wie die DDR in nuce. Lied und Chanson wurden in der DDR ernst genommen und gefördert, kritische Lieder beargwöhnt und oppositionelle unterdrückt. Das Lied diente der Agitation und Akklamation, war Chronik und Kritik, Ventil und Widerstand.
Die Ausstellung geht chronologisch vor, beginnt im Jahr 1964, als zum Beispiel das Jugendradio DT 64 entstand, das in den Folgejahren für die Liebermacher- und Singebewegung sehr wichtig wurde. Es folgte die durch das US-amerikanische Folk Revival inspirierte Hootenanny-Phase. 1967 wurde aus der Hootenanny- die Singebewegung. Die FDJ förderte die zeitweise bis zu 4000 Klubs, reglementierte und instrumentalisierte sie aber auch. Mitte der 70er Jahre gründeten sich Liedtheater (Karls Enkel) und Folkloregruppen (Folkländer). In den 80er Jahren trugen Liedermacher zum öffentlichen Dialog bei und spielten eine aktive Rolle in der sogenannten “Wende”.

Die Ausstellung dokumentiert Veranstaltungen wie das Festival des politischen Liedes, die Chansontage Frankfurt (Oder) oder die Werkstattwochen der Singeklubs und erklärt Bezeichnungen wieBeratergruppeDDR-konkretHootenannyPappe oder Sektion Lied und Kleinkunst.

Zeitzeugen wie Reinhold AndertBernd Rump und Bettina Wegner werden in Videointerviews vorgestellt. In einer Hörstation kann man Lieder aus den Jahren 1964 bis 1990 hören.

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