Ostberlin-Westberlin… (2003)

Ausstellung zum Festival 2003

Ostberlin-Westberlin; Musik und Politik in den 70er und 80er Jahren

Die Drei Tornados, Hanns Eisler Chor, Karls Enkel, Lokomotive Kreuzberg, Oktoberklub, Gerulf Pannach, Barbara Thalheim, Ton Steine Scherben – Namen von Künstlern und Gruppen, die für die politisierten Musikszenen der 70er und 80er Jahre in Ost- und Westberlin stehen. Eine Mauer stand zwischen ihnen, es gab Gegensätze, aber auch Kontakte und Gemeinsamkeiten. Dass die Welt zu verändern und Musik politisch, ja möglichst eine „Waffe“ zu sein habe, schien damals selbstverständlich zu sein. Gegen den Kapitalismus war man meist, am realen Sozialismus aber schieden sich die Geister und in den Fragen der konkreten politischen und künstlerischen Strategien erst recht. Die Ausstellung begibt sich auf Spurensuche in die 70er und 80er Jahre, stellt erstmals die Entwicklung politischer Musik in Ost und West im Zusammenhang dar. Porträts von Künstlern und Gruppen, Dokumente von Veranstaltungen und Ereignissen werden gezeigt.

Als Begleitmaterial zur Ausstellung gibt es eine Audio- und Daten-CD mit dem Titel „Hörstation: Berliner Lieder und Berliner Interpreten“. Sie umfasst über dreißig Titel verschiedener Künstler (City, Karls Enkel, Udo Lindenberg, Oktoberklub, Rio Reiser, Spliff u.v.a.), vom Song bis zum Rock, von der Ballade bis zum Kabarett. Nicht nur unmittelbar auf die Ausstellungstafeln bezogen, sondern darüber hinausgehend, veranschaulicht die Hörstation ein Stück musikalischer Geschichte Berlins. Begleitend zur Ausstellung können mehrere Videos gezeigt werden:

1. Kurzfilmprogramm: Wolf Biermann, Festival des politischen Liedes, Hammer=Rehwü, Hanns Eisler Chor, Heinz-Rudolf Kunze, Udo Lindenberg, Oktoberklub, Barbara Thalheim, Ton Steine Scherben, Wenzel & Mensching u.a. (95 min)

2. Aufzeichnung eines Podiumsgesprächs zum Thema „Ostberlin – Westberlin Musik und Politik in den 70er/80er Jahren“ mit Helmut Kammel, Lutz Kirchenwitz, Olaf Leitner, Gert Möbius, Bernhard Potschka, Salli Sallmann, Barbara Thalheim und Christoph Westecker (110 min). Auf Wunsch können Führungen oder Vorträge angeboten werden.

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