Festival 2009

Festival Musik und Politik 2009

19. bis 22. Februar 2009

Datum Veranstaltung Stadt Location
So, 22.2.09 Konzert: Blackfire (USA) Berlin Zapata
Zeit: 22:00. Adresse: Oranienburger Str. 54-56a. Location Telefonnummer: (030) 2816109.
„Gibt es Gerechtigkeit in einem geraubten Land? Die abhanden gekommenen Lebensbiografien als Zeugen der Vergehen gegen die Menschenrechte.“
Für die amerikanische Indianerrockband sind Zeilen wie diese nicht nur einfach Liedtexte, sondern Ausdruck ihres lautstarken Protests gegen die anhaltende Ungerechtigkeit gegenüber den Ureinwohnern in den USA. Die drei Benally-Geschwister Jeneda, Clayson und Klee vom Stamm der Diné (Navajo) traten1989 zum ersten Mal öffentlich auf. Aufgewachsen im Navajo-Reservat am Big Mountain in Arizona, sind die Geschwister tief in der traditionellen indianischen Kultur verwurzelt. Ihren Musikstil beschreiben Blackfire als Kombination aus indianischer Musik und Punkrock. Ihre letzte CD, das Doppelalbum [Silence] Is A Weapon¸ wurde bei den Native American Music Awards 2008 als „Album of the Year“ ausgezeichnet.
Im Mittelpunkt ihres Engagements steht für die Mitglieder der Gruppe nicht nur der schon Jahre dauernde Kampf ihres Volkes gegen Zwangsumsiedlung, sondern es geht ihnen auch darum, sich gegen Umweltzerstörung, gegen Völkermord und für Menschenrechte einzusetzen. Dabei spielt das Überleben der eigenen Kultur eine große Rolle, sagt Klee Benally. „Es ist eine verzweifelte Lage, in der wir unsere Art zu leben, unsere Traditionen und Kultur erhalten müssen. Dabei beobachten wir im Moment eine Wiedergeburt. Kinder führen ihre Kultur fort, fragen die Alten um Rat und lernen zum Beispiel voller Energie ihre Sprache.“
So, 22.2.09 Konzert: José A. Delgado & Band (Venezuela), Los Multikultis Berlin WABE
Zeit: 20:00. Adresse: Danziger Str. 101.
Seit 2002 tritt José Alejandro Delgado viel in Caracas auf, gastiert mit der Gruppe Teatro Nicolás in Spanien und gründet 2004 zusammen mit seinen drei Brüdern die Gruppe » La Caminería«, die traditionelle venzolanische Musik spielt. Im Juni 2005 geht er ins Studio, um seine erste Platte aufzunehmen: »La Ventana (Das Fenster)«. Er nennt sie eine »Sammlung von Liedern auf dem Weg«. Ein Lied davon heißt »Divorcio Balanceado« (Ausgewogene Scheidung). Es spricht vom Unterschied zwischen Form und Inhalt der Wörter, die die Mächtigen der Erde benutzen, wenn sie sich die Reichtümer eines Volkes anzueignen wollen.

World Wide Music – was sonst! Kein Wunder, besteht Los Multikultis doch aus Radiojournalisten, Technikern, Mitarbeitern und Redakteuren des bekannten und inzwischen vom rbb geschlossenen Sender „radiomultikulti“; sie sind Deutsche oder haben den berühmten „Migrationshintergrund“: England, Senegal, die Türkei, Kroatien, den Kongo oder Korea. Beim „Völkerball 2004“ im Haus der Kulturen der Welt wird die Band bei der Premiere enthusiastisch gefeiert. Live kann der gutgelaunte Haufen mit Calypso, Cha Cha Cha, Ska, Afro-Rock, Samba, Balkan-Sounds und indonesischem Dangdut-Pop aufwarten. Sogar mit einem altgedienten James Brown-Titel – aus der Zeit, als das Gras noch grün und der Sex noch schmutzig war.

In Zusammenarbeit mit der Botschaft der Bolivarischen Republik Venezuela
So, 22.2.09 Werkstattgespräch: „Native American Punk“ mit Blackfire Berlin Galerie ZwiEt
Zeit: 16:00. Adresse: Danziger Str. 101.
So, 22.2.09 Kinderkarneval Berlin WABE
Zeit: 14:00. Adresse: Danziger Str. 101.
Eine Reise um die Welt mit: Ulf von „Ulf und Zwulf“, Clown LULU, Farbelino und Blackfire

Kinderfest Flyer zum DownloadUlf von „Ulf und Zwulf“ lädt gemeinsam mit dem Clown LULU alle Kinder und Erwachsenen zu einer Rundreise um unseren schönen Erdball ein. Dabei werden sie Farbelino und der indianischen Familie Beanally vom Stamm der Diné (Navajo) begegnen, besuchen die Eskimos und das „Feuerland“, wo sie einen Kuchen backen können. Mit ihren Liedern und Geschichten erzählen die beiden von ihren Erlebnissen, die sie in vielen anderen Ländern hatten, probieren mit Euch neue Tänze und Lieder aus und prämieren die drei witzigsten Schmink-Gesichter.
Sa, 21.2.09 Konzert: Passat Blues Band Berlin Festivalklub
Zeit: 23:00. Eintritt: frei. Adresse: Danziger Str. 101.
Die Passat Blues Band ist eine Berliner Bluesrockband und gehörte Ende der 1970er Jahre zu den bekanntesten Vertretern der Blueserszene in der DDR. Das Repertoire bestand ursprünglich aus Cover-Versionen von Blues-Rock-Stücken der härteren Gangart, geprägt von exzellenter Gitarrenarbeit. Nachdem sie ihre Liebe für Texte von Bob Dylan entdeckt hatten, war ein zweiter Schwerpunkt für die Band vorgezeichnet: aus der Unzahl phantastischer Dylan-Songs wurden die interessantesten (nicht unbedingt die bekanntesten) mit deutschen Texten versehen, die dem Original so weit wie möglich nachempfunden sind.
Sa, 21.2.09 HipHop Spezial Berlin Zapata
Zeit: 22:00. Adresse: Oranienburger Str. 54-56a. Location Telefonnummer: (030) 2816109. Berlinutz
Conexion Musical
Lea-Won
Tapete

Download Flyer zur Veranstaltung Im Zapata werden als Erstes die nach Vorne gehenden Flows der Berlinutz – namentlich MCs Pirate, Miroc und Timonolog – sowie die pünktlich abgelieferten Cuts von DJ Inkognito die passenden Einheizer des Abends sein. Abgelöst werden diese dann von der Crew Conexión Musical, drei Rappern namens Lena Störfaktor, Blank, Claudito und Dj Fulano, die sich mit den ursprünglich chilenisch-spanischen Wurzeln des Gründers von Conexión Musical Claudito wild zu mischen wissen. Conexión Musical ist wütender, aufbegehrender und abwechslungsreicher Hiphop, der großen Wert auf Unabhängigkeit legt. Weiter geht es mit Lea-Won, Mitglied bei Anti Alles Aktion. Bei ihm werden Klischees zerpflückt und als Öko-Rap zerkaut. Blumen sprießen und das, was kaputt macht, wird zertrampelt. Mal gewaltig, mal sanft. Mal laut, mal leise. Der Solokünstler Tapete schließlich macht Rap, der keine der dominierenden Klischees bedient. Er ist kein Gangsta, kein Spaßrapper, auch kein Student. Direkt, innovativ, conscious, feelgood und gutaussehend wird er sein Publikum in den Wahnsinn treiben. Wer also mal wieder richtig abtanzen will, sollte sich diese Mammut-Hiphop-Orgie nicht entgehen lassen.
Sa, 21.2.09 Konzert: Blackfire (USA) & Billy Bragg (GB) Berlin Babylon Berlin
Zeit: 21:00. Adresse: Rosa-Luxemburg-Str. 30. Location Telefonnummer: (030) 2425969.
Billy Bragg ist ein britischer Singer-Songwriter. Seine Themen reichen von Liebesballaden über traditionelle Arbeiterlieder bis zu Protestliedern zu aktuellen politischen Ereignissen. In seiner Musik verbindet er Elemente von Pop, Folk, Rock und Punk. Braggs politisches Engagement äußerte sich auch stets in einer Reihe von Statements zu aktuellen politischen Themen: Im Jubiläumsjahr 2002 griff er die englische Monarchie scharf an. Den amerikanischen Präsidenten George W. Bush kritisierte er vehement wegen dessen Irakkrieg, unter anderem im Song The Price of Oil. In der Auseinandersetzung mit Neonazis forderte er, der Rechten den Begriff Patriotismus nicht zu überlassen. Eine antifaschistische „Hope Not Hate“-Tour fand im Mai 2006 statt. Ausgewählte Titel zu seinen Themen bot Bragg dabei stets auf seiner Homepage zum kostenlosen Download an. (Wikipedia)

Blackfire – Familie Benally – ist eine Punkband aus Flagstaff, Arizona, die aus Navajo-Künstlern besteht. 1988 gründeten die drei Geschwister Jeneda, Klee und Clayson Benally die Band Blackfire, um mit ihrer Musik auf die Probleme ihres Volkes aufmerksam zu machen. Sie selber sagen jedoch, dass sie überhaupt keine andere Musik kannten und deshalb Punk spielten. Anfang 2000 nahmen sie zudem mehrere Lieder mit Joey Ramone auf. Die Band tritt oft zusammen mit ihrem Vater, Jones Benally auf, der ein traditioneller Heiler ist. (Wikipedia)
Sa, 21.2.09 Konzert: Drei-Länder-Eck Berlin WABE
Zeit: 20:00. Adresse: Danziger Str. 101.
In Zusammenarbeit mit dem Tschechischen Zentrum Berlin und den Polnischen Institut in Berlin.

„Solange man singt, ist doch noch nicht alles verlorn“, heißt es in einem Lied von Jaromír Nohavica, dem heute populärsten Liedermacher der Tschechischen Republik. Und gewonnen hat der Barde weit mehr als Preise, wie z.B. den „Česka gramy“ 1996 oder den „Božena-Nemcová-Preis“ 2008 für seinen Beitrag zur tschechischen Literatur. Mit letzterem wurde das „hohe dichterische Niveau“ seiner Alben gewürdigt, deren Songs beim Publikum vielfach den Status von Volksliedern genießen. Es gibt kaum etwas, das Jaromír Nohavica in seiner Poesie nicht berührt oder gestaltet hätte. Nach rund 400 Liedern in den Jahren singt er auf seinem aktuellen Album: „Und daß ich leicht verschrammt nur durch die Zeiten fand / Verdank ich dem Engel, der neben mir stand.“

Der polnische Barde Antoni Muracki ist über die eigene Liederproduktion hinaus ein äußerst umtriebiger Geist – als Veranstalter und Gründer einer Künstlerstiftung, Organisator von Musiktreffen und CD-Herausgeber. Die Begegnung mit Nohavica bezeichnet Antoni Muracki selbst als einen äußerst wichtigen Moment in seinem künstlerischen Leben. In der Folgezeit überträgt Muracki viele Lieder seines tschechischen Kollegen ins Polnische und singt sie in seinen eigenen Konzerten. Neben all diesen Aktivitäten aber stehen die eigenen tiefgründigen, berührenden Lieder Antoni Murackis, die er schreibt und seit über zwanzig Jahren aufführt. Dabei bilden seine Konzerte ein satirisch-lyrisches Spektakel mit großem emotionalen Inhalt.

Es ist eine Kunst, den Menschen als Ganzes zu fassen, bei sich selbst zu bleiben in der Welt, wo zwei fast alles können und einer beinahe nichts. Es ist Frank Viehwegs künstlerisches Programm seit einem viertel Jahrhundert. „An alle. An dich – Liebeslieder nach zwölf“ hat er seine Konzerte überschrieben: Lieder über ein Zuhause, das gerade dort schmerzt, wo man nicht mehr ankommen kann, über verratene Revolutionen, ausgeschöpften Mut – und über die Lust, die zum anderen treibt, eine Erotik, die auch unverschämt noch zärtlich ist, über das liebevolle Fest des Widerstehens. Alles, was wichtig ist, beginnt zwischen Liebenden und manchmal endet es dort. Schon Shakespeares Sonette, von denen Viehweg etliche übersetzt und veröffentlicht hat, sprechen davon, und was darüber zu erzählen ist, wird noch immer zu Lied und Gedicht in der großen Familie, der Viehweg angehört und die er mit herausragenden Nachdichtungen seinem Publikum vorstellt: Silvio Rodríguez, León Gieco, Juri Schewtschuk, Jaromír Nohavica …
Sa, 21.2.09 Film: Pete Seeger – The Power of Song Berlin Babylon Berlin
Zeit: 18:00. Adresse: Rosa-Luxemburg-Str. 30. Location Telefonnummer: (030) 2425969.
Mit freundlicher Unterstutzung von The Weinstein Company, New York, und Jim Brown Productions, New York USA 2007, R: Jim Brown, OF, 93 min

Mit fast 90 Jahren glaubt der Aktivist und Künstler, seine historische Aufgabe erfüllt zu haben: „Ich kann mir keinen glücklicheren Menschen vorstellen. Ich habe von meiner Musik gelebt. Ich bin für die Menschen aufgetreten, die mit mir singen wollten. Was mehr kann man sich wünschen? Heute bin ich glücklich, so lange gelebt zu haben, um noch zu sehen, wie junge Menschen diese Arbeit fortsetzen.“ In seiner Filmbiografie „Pete Seeger: The Power Of Song“ dokumentiert Jim Brown Leben und Werk eines der größten US-amerikanischen Singer/Songwriter des vergangenen Jahrhunderts. Songs wie „Where Have All the Flowers Gone“, „Turn, Turn, Turn“ oder „If I Had A Hammer“ machten den Künstler und politischen Aktivisten zum Vater des Folkrevivals. Wegen seiner Ansichten über Frieden, Gewerkschaften und Bürgerrechte wurde Seeger, der viele Jahre Mitglied der Kommunistischen Partei in den USA war, Opfer der antikommunistischen Hexenjagd der Fünfzigerjahre. Fast 17 Jahre lang wurde er von den US-Bildschirmen verbannt. Browns Film enthält neben Interviews mit Weggefährten wie Peter Yarrow, Arlo Guthrie, Joan Baez, Ronnie Gilbert (von den Weavers) sowie Bruce Springsteen und Familienangehörigen auch bislang unveröffentlichtes Archivmaterial. Am 3. Mai wird Pete Seeger 90. Vielleicht gibt es zum Geburtstag einen Grammy: Seine vor Kurzem erschienene CD „Pete Seeger At 89“ ist in der Kategorie Best Traditional Folk Album nominiert.
Sa, 21.2.09 Konzert: Gruppe Gutzeit Berlin Galerie ZwiEt
Zeit: 16:00. Adresse: Danziger Str. 101.
Vor zwei Jahren noch ziemlich unbekannt, jetzt haben sie schon die Liederbestenliste der deutschsprachigen Liedermacher mit ihrem Ohrwurm „Sabine von Lidl“ erklommen. Die 2006 gegründete Gruppe spielt engagierte Songs zwischen Folk und Country gewürzt mit deutschen Texten, eben „Folxmusik“. Liebesschmalz oder englische Titel kommen im Repertoire nicht vor, deutsche Sozialkritik umso mehr. Ohne Hut und Cowboyromantik, aber mit Songs vom täglichen Überlebenskampf in der täglichen Betonprärie will GRUPPE GUTZEIT unterhalten und gleichzeitig lebensnahe Themen aufgreifen. Im Ganzen geht der Spaßfaktor dabei nicht verloren, denn das Motto der Gruppe lautet: Ernst muss auch Spaß bringen!
Sa, 21.2.09 Folker!-Gespräch Berlin WABE
Zeit: 14:00. Adresse: Danziger Str. 101.
Folker!-Gespräch: „Love & Justice“ – „Glaubt nie, was ich singe“
mit freundlicher Unterstützung durch das Folker!-Musikmagazin und die Rosa-Luxemburg-Stiftung
Gespräch mit Billy Bragg und Hans-Eckardt Wenzel über Künstleridentität in politisch bewegten Zeiten
Fr, 20.2.09 Liederbestenliste präsentiert Berlin WABE
Zeit: 20:00. Adresse: Danziger Str. 101.
Seit 1984 erstellt die Jury der Liederbestenliste monatlich eine „Hitparade“ des deutschsprachigen Liedes. Jede(r) der 20 Juroren und Jurorinnen aus der Schweiz, Österreich, Belgien und Deutschland nennt und „bepunktet“ monatlich sieben Lieder.

Zum 5. Mal tritt Hans-Eckardt Wenzel beim Festival auf. Regelmäßig führt er die Liederbestenliste an. 4 CDs in 18 Monaten, die letzte vor einem Vierteljahr. Über seine obsessive Produktivität, seinen unbändigen Willen Lieder zu schreiben hält er sein Publikum seit Jahrzehnten in Bann und der Singer/Songwriter ist längst kein Name für Ostnostalgiker. Seine stillen Betrachtungen zu unaushaltbaren Wirklichkeiten, seine Liebeslieder, seine Vertonungen von Texten Guthries, Kramers, Henriette Haills sind im deutschsprachigem Raum angekommen. Wer das Schmerzhafte der Welt zu erkennen vermag wird in Wenzels Liedern so etwas wie Trost und Hoffnung erfahren.

Milch & Blut, „…gegründet anno 1992 als Straßenkampfallwetterband mit Hang zum Philosophisch-Absurden, letztes Konzert im Mai 2000. Zwei CDs gemacht, eine Dritte ist immer noch in Arbeit. You can’t do this on stage anymore? Wir werden sehen! Wenn wir damals unserer Zeit weit voraus waren, könnte es jetzt doch gerade passen. Aber keine Angst: Es gibt allerhand Neues was unbedingt mal ausprobiert werden will… Nur 2 Konzerte, dann wieder ab in den Untergrund“

Christoph Theußl bezeichnet sich selbst gern als „das Linux unter den Liedermachern“, das heisst, er ist Verfechter der „open-source-kultur“, einer Weiterführung des Volkslied Gedankens, wodurch seine Lieder verwertungsgesellschaftsfrei sind und von jedem aus eigener Motivation und durch eigene Interpretation weiter gegeben werden kann. „vül spass beim text auswendig leanen“, so Theußl.

Dieser nimmersatte Songpoet, zieht unweigerlich und überzeugend jedes Publikum in seinen Bann, das Ohren zum Hören, Augen zum Sehen und eine Seele zum Empfinden hat. HAASE ist jemand, der sich die Zeit leistet, dem Schicksal nicht den Atem zu rauben, um überzeugende Aussagen zu machen. Dabei beflügelt ihn sein zwanghafter Willen, einfach qualitativ gut und inhaltlich stimmig zu sein. Sein jüngstes Soloprogramm „Nimmersatt“ macht genau diesen immer aus dem Vollen schöpfenden Kerl in ihm aus. Er seziert bedingungslos in großen Bildern und mit kleinen Episoden die alltäglichen Gefühle. Mit aller Streitbarkeit, Zerrissenheit und in einer Ehrlichkeit, die seinesgleichen sucht. Dabei lässt der Gründer von E.R.I.K.A, der Ersten Richtig Imposanten Kriegsarmee, politische Fragen nicht außen vor. Je kälter die virtuell-obskure Mediengewinnerwelt, desto eindringlich-lebendiger sein Statement. Ein bodenständiger Rufer des Mannes auf der Straße, mal sanft und liebevoll, dann wieder voller Sucht und Rauheit. Haase ist Aufwiegler und Tröster: „Die bessren Zeiten stehen im Stau, sie haben gesagt, sie kommen, doch wissen sie nicht wann genau.“

Mit freundlicher Unterstützung des Österreichischen Kulturforums
Fr, 20.2.09 Ausstellungseröffnung Berlin Galerie ZwiEt
Zeit: 17:00. Adresse: Danziger Str. 101.
1. Verleihung des Jahrespreises der deutschen Schallplattenkritik 2008 für die Edition „Die Burg Waldeck Festivals 1964-1969“ an Michael Kleff: „Ein überzeugendes Dokument der Geburt einer neuen Musikrichtung“.

2. Diether Dehm singt und spricht über Lieder für alle, die alles wagen (Michael Letz, p) Dr. Diether Dehm ist Sänger, Autor, Manager, Mitglied des Deutschen Bundestages und Landesvorsitzer DIE LINKE. Niedersachsen. Franz Josef Degenhardt schreibt über ihn: „Lerryn, seinen nom de guerre, verwende ich immer noch, wenn ich an ihn denke, mit ihm oder über ihn rede, ihn lobe oder über ihn lästere. Diether Dehm also, „der Lerryn“, hat die westdeutsche Linke mitgemacht, dandgreiflich und kontemplativ, agitatorisch und als Theoretiker, als Freier und als Funktionär, als Marxist und Sozialist, und er hat sie mit seinen Liedern begleitet als Fahrender und Sesshafter, witzig und ernst, komödienhaft und poetisch: eine Mischung, die es in der asketischen, um nicht zu sagen, drögen deutschen Arbeiterbewegung viel zu wenig gegeben hat.“

3. Lieder der Ausstellung in Filmausschnitten

In Zusammenarbeit mit der Stiftung Deutsches Rundfunkarchiv und Helle Panke e.V.
Do, 19.2.09 Konzert: Dr. Bajan Berlin White Trash
Zeit: 23:00. Adresse: Schönhauser Allee 6/7, 10119 Berlin. Location Telefonnummer: (030) 50348668.
Dr. Bajan, Russland/ Skt. Petersburg – Sovietabilly – aus den Einflüssen von Volksmusik, Jazz, Chanson und Klezmer plus Rock’n’Roll entsteht Sovietabilly (Balkan meets Charlie Parker, Mano Chao trifft auf Gorki…)
Do, 19.2.09 Konzert: Parne Gadje, Thomas Friz & Pankraz Berlin WABE
Zeit: 20:00. Adresse: Danziger Str. 101.
Parne Gadje sind ohne Zweifel dabei, sich als eine der wichtigsten und innovativsten Folk-Gruppen Europas zu etablieren. Durch ihre ersten beiden Alben “Isi li vilo Akate” und “O Manus” platzierte sich die Gruppe in einer ihr eigenen, einzigartigen Kategorie. Das Album “Bizoagor”, eine Zusammenarbeit mit dem Rroma-Poeten und Aktivisten Gjunler Abdula, ist das Ergebnis eines Ausfluges der Gruppe in Richtung experimentelle spoken-word-Landschaften, zusätzlich etablierte es Bandleader und Bandoneon-Spieler Marc Constandse als einen außerordentlichen Komponisten. Die Performances auf MANGUPI zementieren ihre Reputation als musikalisch „Abtrünnige“ und zeigen den schier unendlichen Ideenreichtum der Band. Man kann mit Sicherheit und ohne auf Widerspruch zu stoßen behaupten, dass es keine zweite Band gibt, die wie Parne Gadje klingt.

Thomas Friz begann seine musikalische Laufbahn vor fast vierzig Jahren. Als Sänger von Zupfgeigenhansel befreite er (gemeinsam mit seinem Mitmusikanten Erich Schmeckenbecher) das deutsche Volkslied vehement aus seinem Dornröschenschlaf und entriss es sowohl den Eichenlaubbekränzungen der Deutschnationalen als auch den Händen des Musikantenstadels. Texte und Melodien gehen in seinen Händen eine einzigartige Liaison ein, er zieht sich Lieder förmlich an, durchwirkt sie, macht sie aktuell, spürbar, authentisch. In der Gruppe Pankraz hat Thomas Friz ideale Partner gefunden. Gemeinsam gestalten sie ein Programm, das in seiner lyrischen Kraft und musikalischen Vielfarbigkeit seinesgleichen sucht.

In Zusammenarbeit mit dem Humanistischen Verband Deutschlands und Helle Panke e.V., mit freundlicher Unterstützung der Botschaft des Königreichs der Niederlande
Do, 19.2.09 Film: flüstern und SCHREIEN Berlin White Trash
Zeit: 19:00. Adresse: Schönhauser Allee 6/7, 10119 Berlin. Location Telefonnummer: (030) 50348668.
Der Film „flüstern und SCHREIEN – Ein Rockreport“ von 1988 ist ein Dokumentarfilm von Regisseur Dieter Schumann, der Einblicke in die Underground-Musikszene der DDR zeigt. Es entstehen mit den Jahren 3 Teile.
Zu sehen sind Interviews und Live-Ausschnitte von Konzerten unter anderem mit den Bands: Silly, Sandow, Feeling B und Chicoree (Dirk Zöllner/Die Zöllner). In diesem Film kommen neben den Musikern auch die Fans der Bands und Jugendliche aus verschiedenen Lebensumfeldern und Szenen zu Wort. (Quelle: Wikipedia)

Unterstützer: Bezirksamt Pankow von Berlin, Amt für Kultur und Bildung; BTL Veranstaltungstechnik Berlin GmbH; Botschaft der Bolivarischen Republik Venezuela; Botschaft der Tschechischen Republik; Botschft des Königreichs der Niederlande; Druckhaus Schöneweide GmbH; Europäische Kommission, Programm für lebenslanges Lernen; »Helle Panke« zur Förderung von Politik, Bildung und Kultur e.V.; Holger Schade Büro für Künstlermanagement; Humanistischer Verband Deutschlands; Österreichisches Kulturforum; Polnisches Institut in Berlin; Rosa-Luxemburg-Stiftung; Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten; Stiftung Deutsches Rundfunkarchiv; Tschechisches Zentrum; Verein Deutschsprachige Musik e.V.

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