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Ausstellung über Woody Guthrie in Heilbronn

Woody Guthrie

Woody Guthrie

Die Volkshochschule Heilbronn zeigt zum Auftakt des Wintersemesters die Ausstellung “This Land Is Your Land – Woody Guthries Amerika”. Diese Wanderausstellung wurde anlässlich des “Festivals Musik und Politik 2012” vom Verein Lied und soziale Bewegungen e.V. (Berlin) und The Woody Guthrie Foundation & Archives (New York) erstellt.

Woodys Tochter Nora Guthrie und der Journalist Michael Kleff geben zur Ausstellungseröffnung eine Einführung in das damals wie heute aktuelle Werk des vor 50 Jahren verstorbenen Künstlers.

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Wanderausstellung wandert ins BAIZ

Eröffnung der Ausstellung “Enkel und anderes Folk – Umbrüche in den 70ern”

Reinhold Andert singt, Lutz Kirchenwitz spricht mit ihm

Die frühen 70er Jahre waren eine Zeit der Hoffnung in der DDR und die X. Weltfestspiele der Höhepunkt der FDJ-Singebewegung. Danach geriet sie in die Krise. Viele Singeklubs lösten sich auf oder formierten sich neu. Eine neue Liedszene mit Liedermachern, Liedertheatern und Folkgruppen entstand. Die Ausstellung zeigt, wie Folkländer, Karls Enkel, Schicht, Brigade Feuerstein und andere nach neuen Wegen suchten und ausprobierten, was “ging” und was “nicht ging”.

Vom 18.04. bis 10.05. hängt die Ausstellung, welche beim diesjährigen “Festival Musik und Politik” vorgestellt wurde, im BAIZ, u.a. mit folgenden Tafeln:

  • “Lied und Singe nach den X. Weltfestspielen”
  • “Der Fall Biermann”
  • “Folkszene”
  • “Liedertheater Karls Enkel”
  • “Gruppe Schicht”
  • “Brigade Feuerstein”

Zur Eröffnung singt Reinhold Andert, geboren 1944 in Teplitz-Schönau, Liedermacher und Autor, 1966 bis 1973 Mitglied des Oktoberklubs, 1972/73 Leiter der Liedgruppe beim Org.-Komitee der X. Weltfestspiele, seit 1973 freischaffend.

Die Ausstellungen des Vereins “Lied und soziale Bewegungen” sind als Wanderausstellungen konzipiert und können bei uns entliehen werden.

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Vorschau: Liedermacherkonzert – 2017

Helle PankeIn Kooperation mit Helle Panke e.V. – Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin

Enkel und anderes Folk – Umbrüche in den 7oern

Ausstellung, Gespräch, Liederkino, Konzert

Die frühen 70er Jahre waren eine Zeit der Hoffnung in der DDR und die X. Weltfestspiele der Höhepunkt der FDJ-Singebewegung. Danach geriet sie in die Krise. Viele Singeklubs lösten sich auf oder formierten sich neu. Eine neue Liedszene mit Liedermachern, Liedertheatern und Folkgruppen entstand. An die Stelle der Klubs traten kleinere Gruppen mit speziellem  Profil und Einzelkünstler, beides zunehmend auch auf professioneller Basis.

Dennoch blieb die Singebewegung noch längere Zeit so etwas wie ein Dach für die gesamte Liedszene. Bei Veranstaltungen wie dem Festival des politischen Liedes, dem Liedersommer der FDJ oder den Werkstattwochen der Singeklubs traten stets auch Liedermacher, Liedertheater und Folkgruppen auf. Im Berliner Haus der jungen Talente bestand ein FDJ-Singezentrum, das ab 1977 im Keller des Hauses als ständige Veranstaltungsstätte den OKK betrieb, 1978-1983 Folklorefestivals veranstaltete und viele Aufführungen des Liedertheaters Karls Enkel ermöglichte.

Beim diesjährigen Festival zeigen wir zu diesem Thema eine Ausstellung mit umfangreichem Archivmaterial, treffen uns zu einem Gespräch mit Vertretern dieser künstlerischen Richtung und zeigen Filmmaterial des DDR-Fernsehens im Liederkino. Als Höhepunkt des Eröffnungsabends findet in der WABE ein Konzert mit zahlreichen Musikern der DDR-Liedermacherbewegung statt.

Im Konzert

Reinhold Andert (Foto: A.Pawelzik)

Reinhold Andert (Foto: A.Pawelzik)

Reinhold Andert, geboren 1944 in Teplitz-Schönau, Liedermacher und Autor, 1966 bis 1973 Mitglied des Oktoberklubs, 1972/73 Leiter der Liedgruppe beim Org.-Komitee der X. Weltfestspiele, seit 1973 freischaffend

Duo Sonnenschirm

Duo Sonnenschirm

Duo Sonnenschirm, Kabarett-Duo, gegründet 1986, besteht aus Dieter Beckert, geboren 1950 in Neustrelitz, und Jürgen B. Wolff, geboren 1950 in Plauen, Erfinder der »Brachial-Romantik«, beide auch in anderen Formationen tätig, Dieter Beckert z.B. in der »Hammer=Rehwü«, Jürgen B. Wolff bei den Folkländern, seit 1991 Chefgestalter des Rudolstadt-Festivals

Elke Förster

Elke Förster

Elke Förster, geboren 1953 in Zwickau, Lehrerin für Musik/Deutsch, 1971 bis 1978 Mitglied des Singeklubs Hoyerswerda und 1978 bis 1989 der Brigade Feuerstein, heute Musiklehrerin am Lessing-Gymnasium Hoyerswerda

Steffen Mensching

Steffen Mensching

Steffen Mensching, geboren 1958 in Ost-Berlin, Schriftsteller, Schauspieler und Regisseur, 1979 bis 1985 Mitglied des Liedertheaters Karls Enkel, 1982 bis 1996 mit Hans-Eckardt Wenzel Clownsduo Weh & Meh, seit 2008 Intendant und Geschäftsführer des Theaters Rudolstadt

Bernd Rump, geboren 1947 in Dresden, Lieder- und Theatermacher, seit 1967 in der Singebewegung (gruppe pasaremos, Songgruppe der TU Dresden), 1975 bis 1990 Textautor, ab 1981 auch Leiter der Gruppe Schicht, 1989 bis 2009 in verschiedenen Gremien der PDS/Die Linke politisch tätig

Elke Schmeckenbecher, geboren 1956 in Ost-Berlin, PR-Referentin, 1976 bis 1985 Mitglied des Liedertheaters Karls Enkel, seit 1995 freiberufliche Presse-& Veranstaltungsmanagerin

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Vorschau: Gespräch mit Zeitzeugen

Helle PankeIn Kooperation mit Helle Panke e.V. – Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin

Enkel und anderes Folk – Umbrüche in den 7oern

Enkel und anderes Folk

Ausstellung, Gespräch, Liederkino & Konzert

Gespräch mit Zeitzeugen: 

Reinhold Andert, Wolfgang LeynBernd Rump, Stefan Körbel

Moderation: Steffen Mensching

Die frühen 70er Jahre waren eine Zeit der Hoffnung in der DDR und die X. Weltfestspiele der Höhepunkt der FDJ-Singebewegung. Danach geriet sie in die Krise. Viele Singeklubs lösten sich auf oder formierten sich neu. Eine neue Liedszene mit Liedermachern, Liedertheatern und Folkgruppen entstand. An die Stelle der Klubs traten kleinere Gruppen mit speziellem  Profil und Einzelkünstler, beides zunehmend auch auf professioneller Basis.

Dennoch blieb die Singebewegung noch längere Zeit so etwas wie ein Dach für die gesamte Liedszene. Bei Veranstaltungen wie dem Festival des politischen Liedes, dem Liedersommer der FDJ oder den Werkstattwochen der Singeklubs traten stets auch Liedermacher, Liedertheater und Folkgruppen auf. Im Berliner Haus der jungen Talente bestand ein FDJ-Singezentrum, das ab 1977 im Keller des Hauses als ständige Veranstaltungsstätte den OKK betrieb, 1978-1983 Folklorefestivals veranstaltete und viele Aufführungen des Liedertheaters Karls Enkel ermöglichte.

Beim diesjährigen Festival zeigen wir zu diesem Thema eine Ausstellung mit umfangreichem Archivmaterial, treffen uns zu einem Gespräch mit Vertretern dieser künstlerischen Richtung und zeigen Filmmaterial des DDR-Fernsehens im Liederkino. Als Höhepunkt des Eröffnungsabends findet in der WABE ein Konzert mit zahlreichen Musikern der DDR-Liedermacherbewegung statt.

 

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Vorschau: Das Festival historisch

Enkel und anderes Folk – Umbrüche in den 7oern

Ausstellung, Gespräch, Liederkino, Konzert

Die frühen 70er Jahre waren eine Zeit der Hoffnung in der DDR und die X. Weltfestspiele der Höhepunkt der FDJ-Singebewegung. Danach geriet sie in die Krise. Viele Singeklubs lösten sich auf oder formierten sich neu. Eine neue Liedszene mit Liedermachern, Liedertheatern und Folkgruppen entstand. An die Stelle der Klubs traten kleinere Gruppen mit speziellem  Profil und Einzelkünstler, beides zunehmend auch auf professioneller Basis.

Dennoch blieb die Singebewegung noch längere Zeit so etwas wie ein Dach für die gesamte Liedszene. Bei Veranstaltungen wie dem Festival des politischen Liedes, dem Liedersommer der FDJ oder den Werkstattwochen der Singeklubs traten stets auch Liedermacher, Liedertheater und Folkgruppen auf. Im Berliner Haus der jungen Talente bestand ein FDJ-Singezentrum, das ab 1977 im Keller des Hauses als ständige Veranstaltungsstätte den OKK betrieb, 1978-1983 Folklorefestivals veranstaltete und viele Aufführungen des Liedertheaters Karls Enkel ermöglichte.

Beim diesjährigen Festival zeigen wir zu diesem Thema eine Ausstellung mit umfangreichem Archivmaterial, treffen uns zu einem Gespräch mit Vertretern dieser künstlerischen Richtung und zeigen Filmmaterial des DDR-Fernsehens im Liederkino. Als Höhepunkt des Eröffnungsabends findet in der WABE ein Konzert mit zahlreichen Musikern der DDR-Liedermacherbewegung statt.

Die Ausstellung ist nach der Eröffnung bis zum Sonntagabend in der Jugendtheateretage zu sehen; anschließend entleihbar.

Ausstellungstafeln:

  • Lieder zu den X.
  • Lied und Singe nach den X. Weltfestspielen
  • Der Fall Biermann
  • Folkszene
  • Liedertheater Karls Enkel
  • Gruppe Schicht
  • Brigade Feuerstein
  • Liedermacher
  • Lieder in den Medien
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Vorschau: Liederbestenliste präsentiert – 2017

Helle Panke

Gundermanns Seilschaft e.V.

 

 

In Kooperation mit Helle Panke e.V. – Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin und unterstützt von Gundermanns Seilschaft e.V.

 

Danny  Dziuk

Danny Dziuk

Danny Dziuk

Wenn eine Ruhrpott-Pflanze nach Berlin umgetopft wird, kann sie die üppigsten Blüten zeitigen. Danny Dziuk, seit 1980 hier, mischt seitdem die Szene kräftig auf. Er ist Musiker und oft Co-Autor (bei/mit Stoppok, Mangelsdorff, Chuck Berry, Klaus Lage, Axel Prahl), er ist Lesebühnen-Aktivist, Texter (u.a. Annett Louisan), Fimmusikkomponist (“Tatort”). Aber vor allem ist er ein mittlerweile mit etliche Preisen bedachter Songschreiber: “Die Fähigkeit, in der Ödnis und Wüste des sogenannten Pluralismus das davon Abweichende, das nichtkompatibel Ungleichförmige, also das Wesentliche zu erkennen, bedarf eines feinen Sensoriums, das in der Vielschichtigkeit der Wahrnehmung nicht die Klarheit aus dem Auge verliert. Kontinuierlich hat Danny Dziuk es erweitert und vertieft.” (Wiglaf Droste)

Besetzung

  • Danny Dziuk, voc, p, g
  • Karl Neukauf, g, p, voc
  • Achim Färber, dr

Aktuelle CD

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Nadine  Maria  Schmidt

Nadine Maria Schmidt (Foto: C. v. Kuhwede)

Nadine Maria Schmidt (Foto: C. v. Kuhwede)

“Sie ist anders […] An ihrer Stimme kommt man nicht vorbei…” schreibt die Süddeutsche Zeitung in einer Konzertrezension. Sie steht für Stimme & Poesie. Mit ihrer Band “Frühmorgens am Meer” veröffentlichte sie bisher drei Alben. Alle wurden für den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert. Zudem wurde die Liedermacherin mit dem Förderpreis der Liederbestenliste 2016 ausgezeichnet. Jetzt hat sie ihr drittes Album im Gepäck: “Ich bin der Regen” – Lieder aus Gedichten großer Dichter und Dichterinnen, wie z.B. Eichendorff, Rilke, Mörike, Lasker-Schüler, Meerbaum-Eisinger, Ringelnatz und anderer. Einen besonders bewegenden Akzent setzen ihre Vertonung von Zeilen aus dem letzten Briefwechsel Sophie Scholls und der Text aus eigener Feder im Bonuslied “Aluna”, das die “ZEIT” als “unverbesserlich guten Song” bezeichnete.

Aktuelle CD

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Simon & Jan

Simon & Jan (Foto: Michael J. Rüttger)

Simon & Jan (Foto: Michael J. Rüttger)

Simon Eickhoff und Jan Traphan lernten sich in Oldenburg beim Lehramtsstudium kennen, spielen seit zehn Jahren zusammen und sind seitdem auf der Erfolgsspur.

“Simon & Jan sind Meister der leisen Töne. Mit ebenso großem Sinn für das Abgründige wie Alltägliche und genauem Blick auf dahinterliegende Wahrheiten schaffen sie kunstvoll arrangierte Kleinode, die sich ganz um ihre Stimmen und ihr Gitarrenspiel drehen. (…) Banal ist nichts an ihren fein komponierten Stücken, in denen sie auf höchstem musikalischen Niveau mit unerwarteten Blickwinkeln überraschen. (…) Bezaubernd, böse und besonders!”

Aus der Jurybegründung zum Bayrischen Kabarettpreis (Sparte Musik) 2016

Aktuelle CD

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Hisztory

Hisztory

Hisztory

Hinter dem etwas ungewöhnlichen Namen verbirgt sich der Leipziger David Meißner, der schon lange mit eigenen Songs zugange ist, sie als linksradikale Liebeslieder bezeichnet und über sich selbst schreibt: “Darf’s noch ein gesellschaftskritischer Text sein? Nein, Sie mögen keine hochtrabenden Reden und x-ten Studien. Bekommen Sie auch nicht! Sie werden vorn in die erste Reihe gesetzt, und dann schicken wir Hisztory auf die Bühne. Hier erzählt einer, der schon eine ganze Menge Leben mitgekriegt hat. Der junge Mann hat Straßenstaub auf seinen Schuhen; Sein Instrument ist nicht der Konzertflügel im Gewandhaus, sondern die Gitarre, das Schellenband um den Knöchel und seine stampfenden Füße… Hisztory setzt Ihnen mit Geschichten die Suppe vor, die wir uns alle mit Rücksichtslosigkeit und Selbstsucht eingebrockt haben. Bon Appétit!”

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Moderation des Abends: Arno Schmidt

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Vorschau: Imagine Peace – Premiere 2017

“Imagine Peace”

heißt das neue Liveprogramm des Sängers und Songschreibers Tino Eisbrenner, das er am 25. Februar 2017 in der WABE präsentiert. Einmal mehr stehen Eisbrenners Nachdichtungen im Vordergrund. Und wieder geht es dem Poeten dabei nicht um eine kommerzorientierte Auswahl von Hits, wie sie hierzulande gern bemüht wird, um einem deutschen Interpreten höhere Verkaufszahlen zu bescheren. Seine Nachdichtungen unterstreichen Eisbrenners Welt(en)-wanderung, seine Weltsicht und deutlich sein Engagement für eine Welt im Frieden.

Was Wunder, dass sich neben Eisbrenners deutschem “Across the universe” (Lennon) oder “Valparaiso” (Sting) auch Lieder eines Aznavour oder von Barden wie Wyssozki, Nikitin oder Víctor Jara finden, die mit “Eben noch”, “Lied vom Freund”, “Übern Maidan” oder Luchin” wie selbstverständlich eine aktuelle Relevanz auch für deutsches Denken und Fühlen erfahren.

Eisbrenner versteht Musik als Abenteuer und sieht seine deutschen Texte wie einen Pfad durch den wilden Dschungel musikalischer Einflüsse, den er durch die Wahl seiner Musiker und Kreativpartner immer wieder neu wuchern lässt, ohne dabei sein Altmaterial aus den Augen zu verlieren. Für »Imagine Peace« begrüßt er nicht nur seine Band LaTinoConexión auf der Bühne, sondern auch als special guests die Songschreiberinnen Olga Zalesskaya (Minsk), Alexandra Arbatskaya (Moskau) und den Chor Towa-Jowa.

LaTinoConexión

Tino Eisbrenner & LaTinoConexión

Besetzung

  • Tino Eisbrenner, voc, g
  • Alejandro Soto Lacoste, g, key
  • Ernesto Villalobos, fl, g, key
  • Oliver Siegmann, b
  • Alvaro Recabarren, dr

Aktuelle CDs

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Alexandra Arbatskaya

Alexandra Arbatskaya

Alexandra Arbatskaya

Alexandra Arbatskaya ist eine Moskauer Sängerin, Dichterin und Komponistin. Sie schreibt Lieder, seit sie fünf Jahre alt war. Ihr vielschichtiger Weg in der Musik von der Klassik über Reggae bis hin zum Jazz sowie ihre Begeisterung für Poesie und Philosophie haben ihren eigenen Stil geprägt – melodische, polyrhythmische Neoklassik für Klavier mit emotionalen, bildhaften Texten. Sie tritt mit Partnern und Bands in unterschiedlicher Besetzung auf, experimentiert gern und lässt sich in der Musik von Rachmaninow, Bach und Sting inspirieren und in der Poesie von Rilke, Chlebnikow und Mandelstam.

Aktuelle CD

  • Женщина хочет превратиться в машину

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Olga Zalesskaya

Olga Zalesskaya (Foto: Serge Serebro)

Olga Zalesskaya (Foto: Serge Serebro)

Olga Zalesskaja wurde in Witebsk geboren. Dort absolvierte sie die Musikschule im Fach Klavier. 1987 kam sie zum Autorenlied und gewann 1988 und 1990 Preise bei Festivals in Litauen und der Ukraine. Ab 1990 brachte sie verschiedene Alben als Musikkassetten heraus, 1995 einen Gedichtband, im Jahre 2000 einen Sammelband mit Gedichten und Liedtexten sowie in Moskau eine CD. Von Hause aus Journalistin, ist sie auch Veranstalterin und Jurymitglied verschiedener Festivals sowie Beraterin eines Liedermacherprogramms im Belarussischen Funk und Fernsehen.

Aktuelle CD

Towa-Jowa

Towa-Jowa

Towa-Jowa

“Towa Jowa” heißt es im Refrain eines russischen Songs – aber was bedeutet es? So genau weiß das niemand. Eine Erklärung ist, dass sich so für die einen die Sprache der anderen, die sie nicht bzw. nur teilweise verstehen, anhört. Towa-Jowa beschäftigt sich mit authentischen russischen und ukrainischen Volksgesängen und singt diese seit vielen Jahren voller Leidenschaft und unter musikethnologischen Prämissen. Wenn Towa-Jowa singt, dann geschehen viele Dinge gleichzeitig, beispielsweise entstehen Dialoge und eine musikalische Unterhaltung mit Tino Eisbrenner – towa-jowa-mäßig.

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Vorschau: Liederpodium 2017

Das Liederpodium bietet auch in diesem Jahr wieder eine Gelegenheit, in kompakter Form neue Künstler und Ausschnitte aus Programmen bekannter Musiker kennenzulernen. Am Sonntagnachmittag stehen sechs Vertreter des Liedermachergenres auf der Bühne der Jugendtheateretage und stellen in knapp halbstündigen Ausschnitten ihre Werke vor.

tippel orchestra                                                                                                      

Das tippel orchestra besteht aus immer wieder wechselnden Mitgliedern, die mal zu zweit oder zu dritt und diesmal zu viert auftreten. Alle leben in Berlin und stehen nicht hauptsächlich auf der Bühne. Die szenischen Lesungen und Liederabende, die sie als tippel orchestra in unregelmäßigen Abständen entwickeln und aufführen, bilden einen Querschnitt aus politischer Theorie, Praxis, Literatur und Musik und: tippel orchestra.

Bert Kartesas

Bert Kartesas & Miksĉifona

Bert Kartesas & Miksĉifona

Der Berliner Liedermacher Bert Kartesas und das im Sommer 2015 neu gegründete Musikduo „Miksĉifona“, Flora E. Bernhagen (Buchautorin) und Ralf Neubauer (Filmemacher) mit ihren genreübergreifenden Songs trafen sich und fanden sich mit ihren politischen Liedern. Nunmehr gemeinsam, mit satirischen Texten von Bert Kartesas, greifen sie die Not aus Vertreibung und die Berliner Gentrifizierung auf. Denn „für den Luxus von Wenigen werden viele ihrer Möglichkeiten und Hoffnungen beraubt“. Warum? Dieser Frage gehen Kartesas und Miksĉifona in ihren Liedern nach. Die Hoffnung auf eine Selbsterkenntnis des Menschen ist der Grundton von Text und Musik.

Heike Mildner

Heike Mildner (Foto: Ingo Dietrich)

Heike Mildner (Foto: Ingo Dietrich)

Mit fünf lernte sie Geige spielen, später kam die Gitarre dazu. Die Geige wäre wohl irgendwann in der Ecke gelandet, hätte es nicht den Singeclub am Institut für Lehrerbildung in Schwerin gegeben. Für die „Sturmvögel“ lernte sie, auf der Geige zu improvisieren und sich mit Liedern auszudrücken – zunächst in den Liedern anderer, später durch die Vertonung der Texte von Freunden, die die Veränderungen Ende der 80er Jahr in der DDR spiegelten. Nach der Wende wurde die Geige elektrisch verstärkt und immer wieder expressiv zur schrägen Musik der Berliner Band „Wund- und Spritzköpfe“ zersägt. Außerdem entstanden leise Lieder in drei- und vierstimmigen Sätzen für die a-cappella-Gruppe „vocaLiesen“.

Nach zusätzlichem Musik- und Kulturwissenschaftsstudium schaffte Heike Mildner den Quereinstieg als Journalistin, das Wort lief der Musik den Rang ab. Seit knapp zehn Jahren ist sie vor allem in den ländlichen Räumen im Osten Deutschlands journalistisch unterwegs. Und was beruflich in Reportagen und Porträts mündet, wird manchmal zu einem neuen Lied. Etwa ein Dutzend sind bisher entstanden. Sie handeln vom Leben und Arbeiten auf dem Land und von den Menschen, denen man dort begegnen kann. Im November 2016 bekam sie auf dem Hoyerswerdaer Liederfest den Publikumspreis, die „Hoyschrecke“.

Calum Baird

Calum Baird

Calum Baird

ist ein junger Liedermacher aus Edinburgh. Sein Stil speist sich aus Folk-Blues-Wurzeln, die Texte sind häufig Reflektionen aus politischen Erfahrungen und Beobachtungen. 2014 erschien seine erste CD, von den „Music News Scotland“ mit dem Attribut „Dylan-esque“ versehen. Seitdem teilte er die Bühne mit legendären  schottischen Sängern wie Dick Gaughan, Arthur Johnston, Ewan McLennan u.a. und beteiligte sich erfolgreich an einem schottlandweiten Musikwettbewerb.

2015 folgten das Album „No Right Turn“ und eine Konzerttournee zunächst durch ganz Schottland, 2016 dann auch in andere europäische Städte. Zum 50. Geburtstag der sozialistischen Tageszeitung „The Morning Star“ entstand sein Song „The Ever Willing Soldier“. Seine CD wurde nominiert für den „Scottish Album Of The Year Award“.

Hornberger

Hornberger

Hornberger

Der 1959 geborene Berliner (heute Potsdamer) ist neben mehreren „bürgerlichen“ Berufen als Songpoet, Schriftsteller und „Kleinkünstler“ (mit 1,63 m) unterwegs.  Seine Bühnenprogramme speisen sich dementsprechend sowohl aus seinem literarischen als auch seinem musikalischen Schaffen. Rezensenten bescheinigen ihm dabei, „… mit der Sprache fantastisch und gekonnt umzugehen…“, mit einer Musik, „…die macht Spaß, kommt pfiffig daher“. Die Rhein-Main-Zeitung fasst es zusammen als „… bissig-ironische Dialektik in sprachlich filigraner Weise“. Beim 5. Liedermachertreffen in Hoyerswerda 2001 wurde er Jurypreisträger der „Goldenen Hoyschrecke“.  Seit 1991 erschienen 8 Tonträger.

FloBêr

FloBêr

FloBêr

Die Musik von FloBêr ist eine Melange aus Chanson, Folk, Pop und Gypsyswing. Die Lieder erzählen vom Fernweh und vom Feiern, von den Freuden und Widrigkeiten des Lebens – mal sehnsuchtsvoll poetisch, mal kabarettistisch und selbstironisch.

Die beiden Liedermacher und Sänger Florian Krämer (git) und Bernard P. Bielmann (akk) haben mit ihren Liedern unter anderem auf der legendären Burg Waldeck beim Peter-Rohland-Singewettstreit Erfolge gefeiert. Auf ihrem ersten Album und live werden sie von Andreas Albrecht (perc) und Max Johannson (bass) begleitet.

  • Florian Krämer – Voc/Git
  • Bernard P. Bielmann – Voc/Acc
  • Andreas Albrecht – Perc
  • Max Johannson – Bass
  • flober.eu
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Vorschau: Liederkino 2017

Deutsches Rundfunkarchiv

In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Rundfunkarchiv

Zu den Veranstaltungen des Festivals mit freiem Eintritt gehört wie in jedem Jahr das Liederkino, welches am Freitag und am Samstag besucht werden kann.

Hier zeigen wir Ausschnitte aus Sendungen des DDR-Fernsehens mit Reinhold Andert, Brigade Feuerstein, Kurt Demmler, Folkländer, Karls Enkel, Jahrgang 49, Klaus-Renft-Combo, Liedehrlich, MTS, Oktoberklub, Schicht, Songgruppe der TU Dresden, Spartakus, Barbara Thalheim u.a.; 45 Minuten

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Vorschau: Festival Musik und Politik 2017

Das Festival Musik und Politik bietet vom 24. bis 26. Februar 2017 zum achtzehnten Mal eine spannende Mischung aus Konzerten und Dialogen in der Berliner WABE und der danebenliegenden Jugendtheateretage. Wie immer wird sowohl ein Blick zurück in die eigene Geschichte geworfen als auch die aktuellen Liedermacher- und Folkszene beleuchtet.

Der historische Teil des Festivals steht diesmal unter dem Motto »Enkel und anderes Folk – Umbrüche in den 70ern«. Es geht um die DDR-Liedszene ab 1973. Die Singebewegung erlebte damals ihren Höhepunkt und kam dann in die Krise. Eine differenzierte Liedszene mit Folkmusik, Liedertheatern und Liedermachern entstand. Wie Folkländer, Karls Enkel, Schicht, Brigade Feuerstein und andere nach neuen Wegen suchten und ausprobierten, was »ging« und was »nicht ging«, werden Reinhold Andert, Elke Förster (ehemals Brigade Feuerstein), Wolfgang Leyn, Steffen Mensching und Bernd Rump diskutieren. In einem anschließenden Konzert werden außer den Genannten auch Elke Schmeckenbecher (ehemals Karls Enkel) und das Duo Sonnenschirm auftreten.

Der Rockpoet Tino Eisbrenner (ehemals Frontmann der DDR-Popband Jessica) hat sich in den letzten Jahren der Liedermacherszene angenähert. Im Herbst 2016 war er an einem Vysotsky-/Okudshava-Programm mit Künstlern aus mehreren osteuropäischen Ländern beteiligt. Im Konzert »Imagine – Musik statt Krieg« sind bei ihm u.a. die Sängerinnen Alexandra Arbatskaya (Russland) und Olga Salesskaja (Belarus) zu Gast.

Im Konzert »Liederbestenliste präsentiert« stellt der mehrmalige Liederpreisträger Danny Dziuk (2002, 2009) sein jüngstes Album »Wer auch immer, was auch immer, wo auch immer« vor. Mit dabei sind Künstler, die 2016 ausgezeichnet wurden, so Nadine Maria Schmidt mit dem Förderpreis der Liederbestenliste und das Duo Simon & Jan mit dem Förderpreis des Deutschen Kleinkunstpreises und dem Bayrischen Kabarettpreis.

Beim »Liederpodium« stellen Liedermacher und Sänger ihr aktuelles Repertoire vor, darunter Calum Baird, Singer-Songwriter aus Edinburgh, die Berliner Band FloBêr, Hornberger, Heike Mildner, Bert Kartesas und das tippel orchestra.

Foto: Thomas Neumann

Foto: Thomas Neumann

 

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Johanna Zeul präsentiert: Lieblingsbühnentiere

Am 1. Dezember 2016 gibt es in der WABE (auch traditionelle Hauptspielstätte unseres Festivals) ein Konzert, auf das wir gerne hinweisen. Die Besetzung lässt einen unterhaltsamen, bissigen, witzigen und tiefgängigen Liederabend der Meisterklasse erwarten.

“Lieblingsbühnentiere”

Das Energiebündel Johanna Zeul moderiert durch den Abend und stellt ihre Lieblingsrampensäue- und Schweine vor:

Johanna Zeul hat befreundete Kollegen aus Pop und Kleinkunst eingeladen, um einen unvergesslichen, vielseitigen Abend mit viel Spaß und Tiefsinn zu feiern. Hoher Unterhaltungswert. Bunte, unterschiedliche Schubladen. Starke Persönlichkeiten mit starken Liedern. Die Reihe startete im Frühjahr 2016 erfolgreich im gemütlichen Zimmer 16 in Pankow, die zweite Staffel findet nun in der WABE in  der Danziger Str. 101 statt.

Lassen Sie sich infizieren von den Lieblingsbühnentieren!

Tickets gibt es HIER IM VORVERKAUF.

Die Lieblingsbühnentiere von Johanna Zeul

Die Lieblingsbühnentiere von Johanna Zeul

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Tobias Thiele – Release-Konzert

Tobias Thiele

Tobias Thiele

Der junge Liedermacher Tobias Thiele aus Berlin feiert am 28.9.2016 im Grünen Salon sein Release Konzert zu seinem Debütalbum „Unerhört“.

Er bewegt sich zwischen Fantasie und Realität, Freude und Trauer, Krieg und Frieden, zwischen Havanna und Berlin. Er singt von Träumen und Utopien, von der Zeit, die nicht alle Wunden heilt, von tausend Worten, die im Kopf herumschwirren und einem doch nichts sagen, vom manchmal notwendigen „Dinge-vor-sich-herschieben“, vom Wälzen der Geschichtsbücher, um sich zu erinnern, um zu vergessen was heute passiert, vom Geld und von den vielen Meilen, die man gehen muss auf der Suche nach der Liebe.

Special Guests: Fargo, Premium (Die Schlechten Ideen), Johannes Fischer (BSO-Berliner Streichorchester), Nicolas Miquea, Feo

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Weltfriedenstag feiern – Musik statt Krieg Tour 2016

Musik statt Krieg am 9.9.2016 in Berlin

Musik statt Krieg am 9.9.2016 in Berlin

Anknüpfend an Engagements des Rockpoeten, Schauspielers und Musikers Tino Eisbrenner gegen die amerikanische Invasion im Irak 2003 folgten seither Deutschlandtourneen, jährliche 3-Tage-Sommerfestivals auf dem Landgut des Poeten in Mecklenburg-Vorpommern sowie vor dem Hintergrund der sich seit Jahren zuspitzenden weltpolitischen Lage die Konzipierung einer MUSIK STATT KRIEG Tour, die am 25. Januar 2016 im Russischen Haus der Wissenschaft und Kultur vor ausverkauftem Haus Premiere feierte.

Mit seinem Tourkonzept „Zum Beispiel Russland“ setzt Tino Eisbrenner neue Signale und schwimmt damit gegen die Strömung, denn sein Thema ist eine neue Qualität des deutschen Umgangs mit Russland. Er will Völkerverständigung, will das Ende der Sanktionen gegen Russland, will die Erinnerung an eine deutsch-russische Völkerfreundschaft, die mindestens im Osten Deutschlands bereits mit Russland gepflegt wurde. Darum hat der Poet, der selbst mit einer Russin verheiratet ist, russische/sowjetische Barden nachgedichtet und stellt sie seinem deutsch-russischen Publikum in Deutschland in deutscher Sprache vor.

An der Seite von Tino Eisbrenner eine Multinationale Band sowie Gäste, die dem Programm in wechselnden Besetzungen Esprit und Pfeffer geben:

  • ukrainisch-russisches Folkloreensemble „Polynushka“;
  • die Liedermacher Frank Viehweg, Pavel Gaydenko, Nadine Maria Schmidt und Manfred Maurenbrecher;
  • Sopranistin Dana Hoffmann;
  • Schauspieler, DEFA-Star und Sänger Gojko Mitic;
  • Songschreiber, Pianist und Gitarrist Alejandro Soto Lacoste;
  • Soul und Jazzsängerin Angelika Weiz;
  • Musiker, Komponist und Produzent Heiner Lürig
  • u.v.a.

Mit weiteren Konzerten der Tour 2016/17 „Zum Beispiel Russland“ wird Tino Eisbrenner helfen, den durch politischen Mainstream und tendenzielle Medienberichte getrübten Blick mancher Deutschen auf Russland wieder zu klären. Erste Anfragen aus dem europäischen Ausland zeigen, dass dieses Thema von länderübergreifendem Interesse ist.

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„Dass nichts bleibt wie es war! – Keine Revolution ist auch keine Lösung!”

Einladung zur Einweihung der Gedenktafel am alten Standort des Hauses der Demokratie
am 1. September 2016 um 17 Uhr in der Friedrichstraße 165

Am „Haus der Demokratie“ in der Friedrichstraße 165 erinnert nun eine Tafel daran, dass im Januar 1990 DDR-Oppositionsgruppen das Haus in Besitz nahmen, in dem bis dahin die SED-Kreisleitung ihren Sitz hatte. Massenproteste und Runde Tische hatten dies möglich gemacht! Endlich hatten die oppositionellen und bürgerbewegten Gruppen einen Ort, an dem sie arbeiten und eine Gegenöffentlichkeit zum herrschenden ost- und bald auch gesamtdeutschen Mainstream schaffen konnten.
Im Sommer 1999 begann mit dem erzwungenen Umzug in das ”Haus der Demokratie und Menschenrechte” in der Greifswalder Straße 4 ein neues Kapitel unserer Geschichte.

Haus der DemokratieEs sprechen: Judith Braband, Renate Hürtgen
Musikalische Begleitung: Stefan Körbel

Gemeinsame Fahrt (Bus) in die Greifswalder Straße 4
zum Haus der Demokratie und Menschenrechte
Besichtigung der aktuellen Ausstellung, dazu ein kleiner Imbiss

Um Anmeldung wird gebeten.
Tel.: 030 20 1655 20; E-Mail: kontakt@hausderdemokratie.de

„Dass nichts bleibt wie es war! – Keine Revolution ist auch keine Lösung!”

Podiumsdiskussion, 19 Uhr, Robert-Havemann-Saal

mit Mitgliedern der oppositionellen Bewegung und VertreterInnen neuer sozialer und Bürgerrechtsbewegungen (u.a. Judith Braband, Sebastian Gerhardt, Bernd Gehrke, Renate Hürtgen, Sebastian Pflugbeil, Klaus Wolfram, Moderation: Anna Stiede und Martin Burwitz).

Die Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte würde sich sehr freuen Euch/Sie zu diesem Disput über die Rolle sozialer und politischer Bewegungen begrüßen zu können.

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Hommage an das Werk und den Kampf von Victor Jara

“Yo no canto por cantar“

Internationale Künstler, die “nicht singen um zu singen”, erweisen dem Werk und dem Kampf des Liedermachers, Theaterregisseurs und politischen Aktivisten Victor Jara die Ehre.

Artistas internacionales que “no cantan por cantar” rinden tributo a la obra y la lucha del cantautor, director de teatro y activista político, Victor Jara.

Hommage an das Werk und den Kampf von Victor Jara
im Bayouma-Haus Frankfurter Allee 110, 10247 Berlin, 2.Hinterhof, neben Werkstatt “Box im Bogen”

mit: Nicolás Miquea (Liedermacher aus Chile)
Melissa Nefeli (Liedermacherin aus Frankreich)
Mazzaj (Rap aus Syrien)
NümmesBänd & 
Twin Moi

Victor Jara

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Volkslieder und Folksongs


Wolfgang Leyn stellt sein neues Buch “Volkes Lied und Vater Staat” vor.

Im Staat des Volkes hatte das Volkslied eine sichere Heimstatt – sollte man meinen. In der Tat inspirierte Professor Wolfgang Steinitz mit seinem Buch »Deutsche Volkslieder demokratischen Charakters« (erschienen 1954 und 1962) die Folkszene in Ost und West. Doch gerade wenn es um den angelsächsischen Einfluss ging, war die Kulturobrigkeit der SED oft nicht begeistert. Wolfgang Leyn war 1976 Mitbegründer der Gruppe Folkländer, die zu den erfolgreichsten Folkbands der DDR gehörte. Er weiß also, wovon er redet, wenn er den widersprüchlichen Weg der Folkszene beschreibt und dokumentiert.

Es sprechen:
Wolfgang Leyn, Online-Redakteur MDR, Leipzig
Sören Marotz, Sammlungsleiter DDR Museum, Berlin

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liedkollektiv – “Mit’m Lied fang ich erst mal an…”

heißt die Zeile in einem der Lieder, die die Musiker des liedkollektivs singen und spielen. Es sind Lieder, mit denen sie groß geworden sind und die ihr Leben begleiten. Gundermann und Rio Reiser, Woody Guthrie, Renft und Beatles. Lieder, mit denen sie etwas sagen wollen zu den Fragen der Zeit. Sie nennen sich liedkollektiv, weil sie gerne zusammen musizieren. Gitarre und Geige, Banjo und Akkordeon, Bass, Ukulele und Cajon gehören zu ihren Instrumenten. Musiker aus Ost und West haben sich im liedkollektiv getroffen, kennengelernt, zusammengefunden. Traditionell laden sie zu ihren Konzerten in der WABE Gäste, diesmal das Duo Carmen Ortleb & Hugo Dietrich, die Gruppe HalbZeit sowie den Liedermacher Florian Krämer.

Duo Carmen Orlet & Hugo Dietrich

Gewinner der Offenen Bühne der Hoyschrecke 2012, bejubelte Akteure der Berliner Gundermann-Party im Oktober 2010, wirken mit im Liedprojekt »Liedgefährten auf Spurensuche«. » Musik hebt meine Verse auf wie die Fliege im Bernstein …« – was Brecht einst zu Eisler sagte, gilt auch für dieses Programm. Das Duo hat die Liedermappen von Holländer bis Gundermann, von Elssner bis Brecht durchstöbert, Bekanntes und fast Vergessenes gesichtet. Alt trifft auf neu, Vertrautes auf Fremdes, Leichtsinn auf Tiefgang, und Frau auf Mann … Und Nordlicht auf Feuerstein.

FloBér

FloBér begeistert mit selbst geschriebenem Chanson-Folk. Dabei treffen Rhythmen von Welt auf Texte voll kabarettistisch-koketter Ironie oder gedankenvoller Verdichtung. Die Lieder von FloBér erzählen vom Fernweh und vom Feiern, von den Freuden und Widrigkeiten des Lebens. Die beiden Sänger Florian Krämer (git) und Bernard P. Bielmann (acc) haben mit ihren Liedern u. a. auf der legendären Burg Waldeck beim Peter-Rohland-Singewettstreit Erfolge gefeiert. Mit dabei sind: Max Johannson (b) und Andreas Albrecht (perc).

HalbZeit

Gegründet wurde die Band vor einigen Jahren zu einem 50. Geburtstag, also dem Endpunkt der ersten Lebenshälfte. Halbzeit eben. Musikalisch orientiert sie sich an der mehrstimmigen Liedkultur der 60er/70er-Jahre, z.B. die Mamas & Papas, Crosby Stills Nash &  Young, Beatles, Kinks, Renft, Beach Boys, ABBA, Lift, Simon & Garfunkel u. v. a. m.

HalbZeit sind:

  • Thomas Otto – voc, git
  • Johanna-Luise Magister – voc
  • Heidrun Otto – voc
  • Ulrich Magister – git, voc, perc
  • Eberhard Hasche – b

liedkollektivliedkollektiv

  • Uschi Kleinert – voc
  • Conny Gundermann – voc
  • Reini Heinemann – bj
  • Bernard P. Bielmann – acc, voc
  • Andreas Bunckenburg – git, voc, ukulele
  • Detlev Haak – b, git, voc
  • Thomas Leinkauf – voc, git
  • Gerhard Kegel – voc, git
  • Caroline Siegers – vl
  • Tina Berchner – perc, voc

22. April 2016, WABE, Danziger Str. 101, 10405 Berlin
19.00 Uhr Einlass / 20.00 Uhr Beginn
Eintritt 10,- € / ermäßigt 8,- € (Schüler, Studenten, Arbeitslose)

Reservierungen: (030) 90 295 38 50

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Hootenanny ’66 – zum Nachhören und -lesen

CD im Shop

CD im Shop

Am 6. April 2016 gibt es in der Sendung “Tonart am Vormittag” (ab 11 Uhr) auf Deutschlandradio Kultur einen Beitrag über die CD “Hootenanny in Ostberlin”. Dieses von Bear Family Records herausgegebene Album mit 34 Titeln ist ein beeindruckendes Dokument der Liedermacher- und Folkszene der DDR in den 60er Jahren. Unter den Interpreten sind Schauspieler und Sänger wie Wolfgang Dehler und Gerry Wolff, die Beatband Team 4 und Schlagersänger Fred Frohberg zu finden. Zudem hört man seltene Aufnahmen von Manfred Krug, Bettina Wegner und Perry Friedman. Zwei weitere Beiträge von Pete Seeger stammen von einem Konzert in der Westberliner Schaubühne vom Januar 1967.

Wir hatten Protagonisten der damaligen Szene beim diesjährigen Festival zu Gast im Podiumsgespräch. Den vollständigen Wortlaut des Gesprächs mit Bettina Wegner, Jörn Fechner, Siegfried Wein und Lutz Kirchenwitz (Gesprächsleitung: Regina Scheer) können Sie in unserem Archiv >> nachlesen.

Die CD selbst finden Sie in unserem >> Onlineshop.

Unsere Wanderausstellung zum Thema kann ab sofort entliehen werden. Informationen über die Inhalte finden Sie >> hier.

 

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Impressionen aus dem Festival 2016

Foto: Thomas Neumann (Bei Interesse an Bildern in höherer Auflösung bzw. zur nichtprivaten Verwendung wenden Sie sich bitte an www.neumgraf.de)

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Ausstellung “Hootenanny ’66” im BAIZ

In der Berliner “Kultur- und Schankwirtschaft BAIZ” ist die Ausstellung aus unserem diesjährigen Festival noch bis zum 17. März kostenfrei zu besichtigen. Geöffnet ist täglich ab 16.00 Uhr in der Schönhauser Allee 26a, 10435 Berlin.

Am 9. März um 19.00 Uhr laden wir ein zum Gespräch mit einem der wichtigsten Zeitzeugen der Hootenanny- und Singebewegung in der DDR, Victor Grossman.

Ausstellung im BAIZ (Foto: Stefan Paubel)

Ausstellung im BAIZ (Foto: Stefan Paubel)

Das Berliner Festival Musik und Politik blickt fünfzig Jahre zurück und erinnert an “Hootenanny ’66”. Hootenanny hatten die Almanac Singers (Pete Seeger, Woody Guthrie u.a.) in den USA ihre zwanglosen Konzerte ab 1941 genannt. Mit dem Folk Revival Anfang der 60er Jahre fanden Hootenannys international Verbreitung.

In der DDR fanden die ersten Hootenannys 1960 statt. Der kanadische Folksänger Perry Friedman, der seit 1959 in Ostberlin lebte, hatte sie initiiert. 1965/66 erreichte die internationale Folksong-Welle ihren Höhepunkt. In der DDR griff “Jugendstudio DT 64” mit der Sendereihe “Treff mit Perry” diese Entwicklung auf. 1966 erschien eine Reihe von Hootenanny-Mitschnitten auf Schallplatten. Am 15. Februar 1966 wurde der Hootenanny-Klub Berlin gegründet. Im Laufe des Jahres entstanden in Berlin und anderen Städten weitere Klubs.

Veranstaltungsplakat 1966

Veranstaltungsplakat Hootenanny 1966

Als jedoch im Frühjar 1967 eine Kampagne gegen den “Westdrall in einigen Kulturinstitutionen” einsetzte, wurde der Begriff Hootenanny aus dem Verkehr gezogen. Der Hootenanny-Klub Berlin benannte sich um in Oktober-Klub, und ansonsten sprach man jetzt von Singeklubs und Singebewegung. Durch die FDJ teils gefördert, teils gegängelt, entstand eine Liedkultur, die sich später differenzierte und viele bekannte Liedermacher hervorbrachte.

Die Ausstellung zeigt die Geschichte der Hootenannys in den USA, ihre Entwicklung in der DDR und wie sich zur gleichen Zeit bei den Burg-Waldeck-Festivals in der BRD ein neues engagiertes Lied herausbildete.Hootenanny in Ostberlin

Begleitend zur Ausstellung veröffentlicht Bear Family Records die CD “Hootenanny in Ostberlin” mit Aufnahmen von Perry Friedman, Lin Jaldati, Reiner Schöne, Pete Seeger, dem Hootenanny-Klub Berlin und anderen.