Festival

Nächste Radiosendung auf Rockradio.de und 88.vier

Petra Schwarz im RundfunkstudioAm 29. März 2013 (Freitag) von 13 bis 14 Uhr strahlt Rockradio.de eine neue Sendung mit Petra Schwarz aus. Im Fokus dieser Sendung steht ein Rückblick auf das 14. “Festival Musik und Politik”, unter anderem mit Ausschnitten aus dem Konzert “Víctor Jara presente” am 24. Februar im Berliner Maxim-Gorki-Theater.

Berichtet wird auch über die gemeinsam mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung veranstaltete Podiumsdiskussion “Ein unvollendetes Lied” (HIER eine Aufzeichnung der RLS in voller Länge zum Nachhören).

In der Sendung wird zudem die aktuelle Ausgabe der “Liederbestenliste” präsentiert.

Rockradio.de ist als Webstream zu empfangen oder im Berliner Raum auf UKW 88,4 (Antenne) oder 90,7 MHz (Kabel).

Aufzeichnung: Ein unvollendetes Lied

Kultur und Musik in Chile – 1973 und 40 Jahre danach. Diskussion im Chile-Schwerpunkt des diesjährigen Festival Musik und Politik, aufgezeichnet durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Mit Hernán Gomez und Hugo Lagos (Quilapayún), Pascuala Ilabaca, Peter B. Schumann und Barbara Thalheim. Moderation: Petra Schwarz.

Das Gespräch beleuchtet das gesellschaftliche Leben, Kultur und Kunst im Chile unter der Allende-Regierung zu Beginn der 70er Jahre und was sich mit dem Putsch Pinochets am 11. September 1973 veränderte. Wie tausende andere Chilenen wurde Víctor Jara, “die Stimme” Chiles, an diesem Tag verhaftet. Fünf Tage später war er tot.
Hernán Gomez Larenas kennt ihn aus seiner Zusammenarbeit bei Quilapayún und ist Zeitzeuge. Pascuala Ilabaca, eine der Protagonistinnen der “Neuen Barden Chiles”, fühlt sich von Jara beeinflusst und verehrt Violeta Parra. Der Publizist Peter B. Schumann verfolgt die Entwicklungen in Chile seit Jahrzehnten und weiß als europäischer Beobachter ein lebendiges Bild des Andenlandes zu zeichnen.

Sprache: Deutsch und Spanisch mit Simultan-Übersetzung.


>> zum Video bei Youtube

Bilder vom Festival 2013

Der Fotograf und Grafiker Thomas Neumann (www.neumgraf.de) hat uns eine Bildergalerie aus dem “Festival Musik und Politik 2013″ zur Verfügung gestellt – Bilder aus allen Konzertveranstaltungen, Podiumsgesprächen und einige Backstage-Schnappschüsse.

>> Hier geht’s zur Galerie

Festival 2013 - Rainer von Vielen

Festival 2013 – Rainer von Vielen

Änderung im Sonntagsprogramm

Kundgebung für Allende

Kundgebung für Allende

Der Sonntagabend steht beim Festival ganz im Zeichen von Víctor Jara und Chile. Mit einem großen Konzertabend im Maxim Gorki Theater präsentieren wir – 40 Jahre nach dem Putsch gegen Salvador Allende – chilenische Künstler aus mehreren Generationen.

Eine kleinere Änderung gibt es im Nachmittags-Vorabprogramm. Wegen einer Erkrankung muss die Gesprächsrunde “Die weißen Mäuse des Milton Friedman. Pinochets Chile – Labor des Neoliberalismus” um 16 Uhr leider entfallen.

Dies hat jedoch keinerlei Auswirkungen auf das Abendprogramm im Maxim Gorki Theater!

Programmänderung im Kabarettabend

Das Festival beginnt in diesem Jahr mit Musikkabarett, wie wir hier bereits angekündigt haben. Doch wie bei jedem Festival gibt es auch bei uns kleinere Verschiebungen und Programmänderungen. Manchmal sind es erfreuliche Ergänzungen (wie das erweiterte Abendprogramm im ://about.blank oder den Zusatzauftritt des chilenischen Liedermachers Nicolás Rodrigo Miquea), doch fällt auch etwas aus: Schwarze Grütze kann leider nicht auftreten.

Duo Sonnenschirm

Duo Sonnenschirm

Die ebenfalls für den Festival-Kabarettabend gebuchten Bühnenkollegen Dieter Beckert und Jürgen B. Wolf – Duo Sonnenschirm – springen ein und präsentieren am Donnerstagabend ihr komplettes aktuelles Konzertprogramm!

Wer die beiden schon kennt, der weiß, dass solch ein Abend keine Chance für Langeweile bietet. Wer sie noch nicht kennt, sollte die Gelegenheit in der WABE nutzen, denn allzu häufig ist Duo Sonnenschirm in Berlin nämlich nicht zu erleben.

(Bereits gekaufte Karten behalten für das geänderte Programm ihre Gültigkeit, werden aber auf Wunsch auch an der Abendkasse zurückgenommen.)

Letzte Vorverkaufs-Tickets sichern!

TicketsDer Vorverkauf für unsere Festivalveranstaltungen endet jeweils 24 Stunden vor Beginn der Abendkasse, für das erste Festivalkonzert “Musikkabarett beim Festival” mit Schwarze Grütze und Duo Sonnenschirm also am Mittwochabend.

Wer sich rechtzeitig Plätze sichern will, sollte also recht bald “zuschlagen”, anschließend gibt es Tickets nur noch an der Abendkasse!

Zur Erleichterung listen wir hier noch einmal die Direktlinks zum Erwerb der Eintrittskarten im Vorverkauf auf:

Und nicht vergessen: wir haben auch Veranstaltungen mit freiem Eintritt im Programm.

Wiederholung der Rockradio-Sondersendung zum Festival

Rockradio.deEin kleiner Programmhinweis in eigener Sache: die Sondersendung unseres Medienpartners Rockradio.de mit Informationen, Musik und Interviews zum diesjährigen Festival wird im Webstream des Senders am morgigen Dienstag (19. Februar) ab 11 Uhr noch einmal ausgestrahlt. Gast im Studio: Petra Schwarz.

Programmergänzung – Liveauftritt von Nicolás Rodrigo Miquea

Kurzfristig haben wir noch einen musikalischen Gast ins Programm aufgenommen. Am Sonnabend wird uns der chilenische Musiker Nicolás Rodrigo Miqueas mit einem kurzen Livebeitrag auf den Film “Rey Negro – Der Schwarze König” einstimmen.

Nicolás Rodrigo Miquea

Nicolás Rodrigo Miquea

Der Liedermacher, Dichter und Klassische Gitarrist wurde 1981 in Talcahuano (Chile) geboren. Er absolvierte eigentlich eine klassische Musikausbildung, hat sich dann aber seinem lateinamerikanischen Erbe zugewandt. Viele seiner Texte wurden in Gedichtsammlungen und literarischen Magazinen in Chile veröffentlicht; 1994 erschien sein erstes Buch, “Cabeza, manos, tronco y cuello”. 1996 wurde er Stipendiat der Pablo Neruda Stiftung in Valparaíso (Chile). 1999 gewann er mit dem Musikensemble„Transiente” den Fondart-Preis, ein Projekt der chilenischen Regierung zur Förderung von Kultur und Unterhaltung. Durch diesen Preis konnte die Band die CD „Los cinco minutos”, eine Hommage an den chilenischen Liedermacher Victor Jara, veröffentlichen. Hierfür schrieb er die Texte; die Musik wurde von Félix Cárdenas komponiert.

Nicolás Miquea studierte Klassische Gitarre an der Eastman School of Musik in Rochester NewYork, an der Musikhochschule „Franz Liszt” Weimar, sowie an der Hochschule für Musik und Theater Rostock, wo er sein Studium mit einem Stipendium der Rosa Luxemburg Stiftung abschloss. Derzeit bereitet er sich in einem Aufbaustudium auf sein Konzertexamen an der Hochschule für Musik und Theater Rostock vor. Darüber hinaus tritt er regelmäßig in Konzerten sowohl klassischer als auch populärer Musik auf.

Videotrailer

Natürlich gibt es auch in diesem Jahr wieder einen Videotrailer zum Festival, produziert von Stefan Seeboldt. Er bietet eine gute Gelegenheit, sich akustisch schon einzustimmen, mit “Which Side Are You On” von Rebel Diaz:


(Direktlink zum Video bei Youtube: http://youtu.be/I9edI_gofF8)

Das Festival im Radio

Vor Beginn des Festivals gibt es noch einige Radiosendungen, in denen das Festivalprogramm vorgestellt wird und Künstler zu Wort kommen.

Rockradio.deDen Anfang macht am 16. Februar um 16 Uhr Rockradio.de mit einer einstündigen Sondersendung auf UKW 88,4 (im Kabelnetz 90,7). Außerhalb des Berliner Raums ist der Sender über seinen Web-Livestream zu empfangen. Moderatorin Petra Schwarz wird viele Informationen zum Festival geben; zudem sind Dieter Beckert (Duo Sonnenschirm) und Maike Rosa Vogel im Interview zu hören.

Radio EinsAm 20. Februar (kommenden Mittwoch) sind Petra Schwarz und der Liedermacher Stefan Körbel bei Radio Eins/rbb zu Gast. Ab 14 Uhr gibt es dort einiges zum Festival zu hören, ganz sicher auch zu unserem Schwerpunktthema “Chile – 40 Jahre danach”. Radio Eins ist in Berlin und Brandenburg auf zahlreichen UKW-Frequenzen zu empfangen, die bekannteste ist sicherlich 95,8 MHz. Zudem gibt es einen Livestream über die Webseite von Radio Eins, Satellitenfrequenzen und eine Ausstrahlung im Digitalradio DAB+.

OKBeatDie US-amerikanische HipHop-Band “Rebel Diaz”, die bei unserem Festivalkonzert “Which Side Are You On” auftritt, ist am 21. Februar ab 13 Uhr eine Stunde lang Studiogast bei OKBeat, eine Sendung von ALEX Berlin auf UKW 88,4 MHz. Hier stellen die Musiker ihre Musik und aktuelle Tonträger vor, sprechen über ihr politisches und soziales Engagement und ihre Verbindung zur Occupy-Bewegung.

Festivalvorschau Teil 15 – Heiner-Müller-Projekt

Hannes Zerbe Jazz Orchester
Heidrun Bartholomäus

Auftragswerk von Lied und soziale Bewegungen e.V., Uraufführung

Hannes Zerbe und Band

Hannes Zerbe

Die Grundlage für dieses Projekt bildet der Text “Ajax zum Beispiel”, den Heiner Müller 1994 schrieb und der immer noch unvermindert aktuell ist.

Da geht es um die Banken und das Geld, ums Lesen und schlechtes Fernsehen und Kino, um kritische Rückblicke in die Geschichte und zweifelnde Ausblicke in die Zukunft.

Dies alles in der unverwechselbaren, bildhaften Sprache und Stringenz von Heiner Müller. Gebrochen wird der Text durch drei kleine Liedchen nach Gedichten von Heiner Müller.

Das bietet Anregung und Raum für die Komposition des erfahrenen Komponisten und Arrangeurs Hannes Zerbe und deren Umsetzung durch für die engagierten Musiker des Jazzorchesters. Für dieses Projekt konnte die Schauspielerin und Sängerin Heidrun Bartholomäus gewonnen werden, die im Moment am Theater Cottbus tätig ist. Die Besetzung des Jazzorchesters besteht aus 17 ausgezeichneten Berliner Profis, die sich auch in anderen Besetzungen und mit eigenen Bands national und international einen Namen gemacht haben.

Besetzung

  • Jürgen Kupke, cl
  • Silke Eberhard, as, cl
  • Nico Lohmann, as, fl
  • Alexander Beierbach, bar
  • Dirk Engelhardt, ts, ss
  • Uli Kempendorf, bcl, Flöte
  • Alexander Beierbach, bars
  • Damir Bacikin, tp
  • Nikolas Neuser, tp, flh
  • Christian Magnusson, tp
  • Stefan Most, fh
  • Jörg Huke, tb
  • Florian Juncker, tb
  • Thomas Vogel, tu
  • Jörg Schippa, g
  • Horst Nonnenmacher, b
  • Christian Marien, dr
  • Hannes Zerbe, p, comp
  • Heidrun Bartholomäus, Schauspielerin

 

Festivalvorschau Teil 14 – Podiumsgespräch “Occupy – wie weiter”

Tom Morello - Musiker & Occupy-Aktivist

Tom Morello – Musiker & Occupy-Aktivist

Als vor zwei Jahren erst in Tunesien und dann in Ägypten tausende Menschen auf die Straße gingen, verband sich damit überall auf der Welt der Wunsch nach Veränderung. Bald schon folgten ihnen Spanier, Griechen, Israelis und Menschen in vielen weiteren Ländern. Nachdem die Bewegung unter dem Namen Occupy Wall Street im Sommer sogar New York erreichte, wurden kurz darauf auch in Deutschland Protestcamps errichtet.

Eineinhalb Jahre später ist von der ursprünglichen Euphorie nicht viel geblieben. Die Camps sind längst geräumt, und in einigen arabischen Staaten mündeten die Aufstände sogar in blutige Bürgerkriege. Die Probleme, die die Proteste ausgelöst hatten, sind aber geblieben.

Auf europäischer Ebene arbeiten Aktive von Occupy und Attac an einer engeren Vernetzung: Mit einem europaweiten Aktionstag im März und einem großen Alternativengipfel im Juni in Athen. In Deutschland haben sich im letzten Jahr vor allem zwei Bündnisse gebildet, in deren Rahmen weiter mobilisiert werden soll: Umfairteilen und Blockupy. Ersteres organisierte bereits letzten Herbst deutschlandweit in mehr als 40 Städten Proteste. Blockupy, das letzten Mai eine Demo und Blockaden in Frankfurt am Sitz der Europäischen Zentralbank organisierte, möchte Formen traditionellen Protestes mit zivilem Ungehorsam verbinden.

Ein Zwischendurch: Rebel Diaz im Musikvideo

Das aktuelle Video von Rebel Diaz, die bei unserem Festival im Rahmen der Veranstaltung “Which Side Are You On?” auftreten sowie im Rahmen von öffentlichen Künstlergesprächen präsent sein werden. Das Video “Revolution” thematisiert die letzten Wahlen in den USA, vor allem aber die Notwendigkeit, sich auch nachhaltig und dauerhaft politisch zu engagieren, mit Menschlichkeit und Liebe. Die strukturellen Probleme ihrer Gesellschaft wie Rassismus, unterfinanzierte Schulen, Obachlosigkeit, Waffengewalt und vieles mehr sind nach Auffassung der Künstler nur durch eine gemeinsame Anstrengung aller Menschen zu bewältigen.


Festivalvorschau Teil 13 – Liederbestenliste präsentiert

Liederbestenliste

In Kooperation mit dem Verein für deutschsprachige Musik e.V. und Gundermanns Seilschaft e.V.

Zum Wochenende gibt noch einmal ein Info-Update zum Festival. Heute geht es um eine der wichtigsten und seit Jahren beliebtesten Veranstaltungen im Rahmen des Festivalprogramms: die Präsentation von Preisträgern der Liederbestenliste.

In dies bereits traditionsreichen Konzertveranstaltung in der Berliner WABE stellen gestandene Berufskollegen und Preisträger der Liederbestenliste ihre eigenen aktuellen Programme, aber auch Nachwuchskünstler vor.

1984 richtete der SWF in Baden-Baden eine Hitparade für das deutschsprachige Lied ein, und der damalige Hörfunkdirektor Bernhard Hermann begründete das so: „auch das zähle ich zur Grundversorgung im Radio: einen Sendeplatz für deutschsprachige Musik, die weder zum Musikantenstadl noch nach den Top Charts schielt.”

Diese Begründung könnte man heute mehr denn je unterschreiben, nur der SWF-Nachfolger SWR will davon nichts mehr wissen. Träger der Liederbestenliste ist heute der Verein deutschsprachige Musik, den die Jurymitglieder Ende 2003 gründeten. Die (ehrenamtliche) Jury der “Liederbestenliste”  erstellt monatlich eine “Hitparade” mit deutschsprachigen Liedern. Jede(r) der 20 JurorInnen aus der Schweiz, Österreich, Belgien und Deutschland nennt und “bepunktet” sieben Lieder, denen sie oder er möglichst viele HörerInnen wünscht.  Daraus ergibt sich die Monatsliste. Das Lied mit den meisten Punkten erhält den Jahrespreis (Berechnungszeitraum ist das Jahr zwischen Juli und Juni).

Außerdem werden eine “CD des Monats”  und eine “CD des Jahres” gewählt, und die JurorInnen geben persönliche Empfehlungen ab – monatlich zum einen für ein Lied und zum anderen für eine CD. Bei einem alljährlichen Liederfest werden der Liederpreis (Jahrespreis) und ein Förderpreis vergeben. Seit 2004 wird auch beim Festival Musik und Politik der  Liederpreisträger vorgestellt, und er päsentiert den Förderpreisträger und eine/n weitere/n interessante Liedermacher/in.

Die Künstler von “Liederbestenliste präsentiert” beim Festival 2013:

Barbara Thalheim & Band

Barbara Thalheim

Barbara Thalheim

Liedermacherin wurde Barbara Thalheim, um – wie sie sagt – “…mein permanentes Versagen zu kompensieren. Als ihre erste Amiga-Schallplatte “Lebenslauf” (1977) veröffentlicht wurde, schrieb ihr ehemaliger Deutschlehrer in der DDR-Lehrerzeitung einen Essay über die Spezies der Spätzünder.

Thalheim veröffentlichte seither mehr als 20 Tonträger. In den 90er Jahren begann sie, Prosa zu schreiben. Das autobiographische Buch “Mugge” erschien 2001, das Kunstbuch “Vorm Tod ist alles Leben” 2011.

1993 ging Barbara Thalheim für einige Zeit nach Paris. Als sie aus dem Land des Chansons nach Deutschland zurückkehrte, gab sie 1995 ihren Bühnenabschied, der genau drei Jahre währte. Mit 20 neuen Liedern und dem Programm “In eigener Sache” kehrte die Liedermacherin 1999 zurück auf die Bühne. Großen Anteil am Bühnen-Comeback hatte ihr künstlerischer Zwilling, der französische Akkordeonist und Komponist Jean Pacalet. Das “Dream Team” Thalheim/Pacalet arbeitete seit 1994 zusammen, bis Jean im Sommer 2011 starb. Barbara Thalheim zog sich erneut von der Bühne zurück.

“Der Verlust von Jean Pacalet ist mein persönlicher Tsunami…”, sagt sie. Im Frühjahr 2012 war die Liedermacherin ein Vierteljahr Stipendiatin des Kulturministeriums Niedersachsen im Künstlerhof Schreyahn, Wendland. Dort entstanden neue Lieder, mit denen sie – viel seltener als früher zwar – aber doch wieder unterwegs ist. Im Dezember 2012 war Barbara Thalheim zu Konzerten in Chile. Ein Lied, das dort entstand, stellt sie beim Festival zum ersten Mal vor. Und: Sie moderiert den Abend “Liederbestenliste präsentiert”.

CaroKisteKontrabass

CaroKisteKontrabass

CaroKisteKontrabass

Was für die drei 2009 eher spontan als Vorprogramm für befreundete Musiker begann, hat sich mittlerweile zum Geheimtipp entwickelt. Mit einer nicht ganz alltäglichen Poesie enthüllt das Trio kostbare Momentaufnahmen und bietet trotz schmaler Instrumentalbesetzung ein abwechslungsreiches Programm. Jeder Text bekommt seine maßgeschneiderte Musik. Doch Vorsicht! Was, in eingängige Melodien verpackt, im ersten Moment manchmal träumerisch-harmlos daherkommt, entpuppt sich bei näherem Hinhören schon mal als eine bittersüße Zwischenbilanz mit Leben, Gesellschaft und Liebe.

Im März 2012 hat das Trio sein Debütalbum “In der Nähe der Zufriedenheit” im Eigenverlag veröffentlicht. Der Titel “Egal was” hielt sich dann gleich von Mai bis November 2012 hartnäckig auf den oberen Plätzen der Liederbestenliste (1. Platz im Juni). Ausserdem wählte die Jury “In der Nähe der Zufriedenheit” zur CD des Monats Juli.

Im September 2012 wurden CaroKisteKontrabass mit dem Förderpreis der Liederbestenliste ausgezeichnet. In der Begründung der Jury heißt es u.a.: ” Sowohl Werners Gesangsstil als auch ihre Texte kommen frech und sensibel, wild und zart, voller Leichtigkeit und Kraft daher. Elemente von Swing, Folk, Jazz, Rap und Chanson, angereichert mit einer Prise  Balkangroove und ein wenig Karibikflair, vereint das Trio mit ungezwungener Selbstverständlichkeit, alles harmoniert bestens miteinander. Zusammen mit den sinnlich-sinnigen Texten entsteht ein stimmiges Ganzes. CaroKisteKontrabass heben sich wohltuend von dem ab, was in den etablierten Medien alltäglich musikalisch geboten wird.”

Maike Rosa Vogel

Maike Rosa Vogel

Maike Rosa Vogel

Ihr zweiter Vorname verweist auf Rosa Luxemburg, und das hat ziemlich eindeutig damit zu tun, dass sie aus einem sozialistisch geprägten Elternhaus kommt. In Frankfurt am Main geboren, ist die Absolventin der Popakademie Baden-Württemberg seit längerem schon in Berlin zu Hause.

Maike Rosa Vogel bezeichnet Sven Regner als “Anwalt meiner Songs”. Er bezeichnet sie als “Solitär”, hat sie ermutigt, ihre Lieder so schnörkellos aufzunehmen, wie sie diese auf der Bühne vorträgt, und hat mit ihr 2011 das Album “Unvollkommen” produziert. Der Sänger von Element of Crime nahm die Liedermacherin 2011 mit auf Tour und ließ sie im Vorprogramm seiner Gruppe auftreten. 2011 hat sie auch für diverse Filme Songs und Musik geschrieben und gesungen, und seit 2012 steht sie in Milan Peschels Inszenierung von Sven Regeners Stück “Der kleine Bruder” im Maxim Gorki Theater als Musikerin auf der Bühne.

Maike Rosa Vogel sagt klipp und klar, dass sie etwas nicht kann: “ich kann nicht lügen”. Sie schreibt Lieder, die offen und geradlinig sind, Lieder über die Liebe und Hartz IV, über Schmerz und Glück. Sie singt: “Wenn andere taktieren, dann steh ich da, nur mit mir / und weiß, wenn ich da bleibe, komme ich klar, was auch passiert.”

Es gibt sie noch, die herzerwärmenden Liedermacherinnen. Eine von ihnen kommt aus Berlin und hört auf den Namen Maike Rosa Vogel.” Die Zeit, 17.3.2011

Festivalvorschau Teil 12 – Kabarett beim Festival

Nach mehrjähriger Pause gibt es im diesjährigen Festival wieder einen eigenen Abend für das (Musik-)Kabarett. Schon am Eröffnungstag des Festivals wollen wir die Stimmung etwas auflockern und laden daher zwei höchst etablierte und dennoch völlig unverbrauchte Ensemble auf die WABE-Bühne:

Schwarze Grütze

Der Name Schwarze Grütze entstand irgendwann im letzten Jahrtausend auf Grund der Doppeldeutigkeit des Wortes Grütze: Nämlich einerseits Scharfsinn und andererseits Blödsinn, abgelöscht mit einem guten Schuss schwarzen Humors.

Schwarze Grütze

Schwarze Grütze

Den verbalen Attacken von Stefan Klucke (Jahrgang 1971) und Dirk Pursche (Jahrgang 1969) entgeht so gut wie kaum etwas. Im Vordergrund steht nicht die aktuelle Politik. Der Schwarzen Grütze geht es um das wahre Leben mit all seinen Facetten. Augenzwinkernd werden Themen wie Anarchie, Mobbing, Gema und Arzneimittelmissbrauch behandelt und genussvoll durch die Grütze gezogen. Die aberwitzigen Ratschläge zum Alltag und die skurrilen Lösungen verzwickter Probleme treffen mitten ins Schwarze. Der tägliche Informationsstrudel wirbelt uns im Kreis herum. Im Oberstübchen ist Jahrmarkt, und unser Kopfsalat springt im Quadrat. Jeder scheitert daran auf seine  Weise. Die Schwarze Grütze legt im aktuellen Programm TabularasaTrotzTohuwabohu den musikalischen Zeigefinger genau in diese Wunde.

Die Schwarze Grütze ist zu sperrig für die gängigen Schubladen und deshalb nur selten in den bekannten TV-Formaten vertreten. Zum Glück gibt es aber die Kleinkunstbühnen. Dort ist die Schwarze Grütze zu Hause und läuft zur Höchstform auf. Ihre Programme sind eine Mixtur aus Anarchie-Clownerie, Politkabarett, Zoten, hochgeistigen Ergüssen, unerwarteten Stilbrüchen und schwarzem Humor.

“Es ist ein Heidenspaß, auch für Christen.” WAZ, 04.12.2012

Duo Sonnenschirm

Dieter Beckert (Jahrgang 1950), erlitt 1967 seine erste Alkoholvergiftung anlässlich der Schulabschlussfeier der 10. Klasse. Jürgen Wolff (Jahrgang 1953) kaufte sich 1969 für 530 Mark der DDR einen Stern-Transistorempfänger. Diese zwei Schlüsselerlebnisse führten dazu, dass beide Herren zunächst 1973 an den Weltfestspielen in Berlin teilnahmen.

Duo Sonnenschirm

Duo Sonnenschirm

Kurz darauf, im Jahr 1986, riefen sie das gemeinsame Kunstprojekt der Mefistos ins Leben, aus dem drei Muggen später das Duo Sonnenschirm wurde. Das Duo Sonnenschirm feiert im März 27 Jahre Bühnenpräsenz und 32 Jahre Duolektik, denn wo ein wenig Licht ist, ist auch viel Schatten und sind also jede Menge Sonnenschirme. Das aktuelle Motto lautet: Runter vom Sofa, zurück auf den Teppich!

Nach den ermüdenden Silberhochzeitsfeiern durchstreifen die beiden Herren nun wieder die Mühen der Ebene. Und dies tun sie ausschließlich und exklusiv im Dienste des Publikums vom Duo Sonnenschirm, dem einmalig-einzigen und besten, großartigsten und intelligentesten aller Publikümmer. Weiterhin werden all die wichtigen Botschaften  verkündet, die heute so rar geworden sind, aber einem lechzenden Publikum beim Überleben helfen. Denn wer weiß, was noch alles kommt: Erdbeben, Sturmwirbel, Hagelschläge, Dauerwinter, Hasengrippe oder Karnickelschnupfen. Alles Fragen, die das Duo Sonnenschirm eigens für seine Antworten formuliert hat.

“Es ist Poesie. Und die gießt das Duo Sonnenschirm bis heute aus vollen Kannen über sein Publikum aus.” Folker, 5/2006

Festivalvorschau Teil 11 – Die weißen Mäuse des Milton Friedman

Achtung: Gesprächsrunde fällt wegen Erkrankung aus!

Die weißen Mäuse des Milton Friedman. Pinochets Chile – Labor des Neoliberalismus

Kundgebung für Allende

Kundgebung für Allende

Gespräch mit:

Die von Friedrich Hayek, Milton Friedman und anderen Ökonomen nach dem 2. Weltkrieg begründete Theorie des radikalen Marktliberalismus, konzentriert an der Universität Chicago, fand unter Pinochet ihre weltweit erste  Anwendung, noch bevor Reagan und Thatcher sie dann weltweit durchsetzen konnten. Das scheint heute fast vergessen.

Damals waren mehrere Absolventen Friedmans nach Chile gegangen und gelangten in wichtige Positionen (die “Chicago Boys“). Politische Repression ging also offenbar mit massivem wirtschaftlichen “Umbau” einher. Wie hat das Chile verändert? Wie haben Chilenen es erlebt? Wie wirkte es auf die Welt? Was hat das mit der heutigen Krise zu tun?

Festivalvorschau Teil 10 – Ein unvollendetes Lied

“Ein unvollendetes Lied. Kultur und Musik in Chile – 1973 und 40 Jahre danach”

Victor - ein unvollendetes Lied

Joan Jara: Victor – ein unvollendetes Lied

Gespräch mit:

  • Hernán Gomez (Quilapayún)
  • Pascuala Ilabaca
  • Peter B. Schumann (Publizist)
  • u.a.

Moderation: Petra Schwarz

Das Gespräch beleuchtet das gesellschaftliche Leben, Kultur und Kunst im Chile unter der Allende-Regierung zu Beginn der 70er Jahre und was sich mit dem Putsch Pinochets am 11. September 1973 veränderte.

Wie Tausende andere Chilenen wurde Víctor Jara, “die Stimme Chiles”, in diesen Tagen verhaftet. Am 16. September wurde er im Stadion von Santiago erschossen. Hernán Gomez Larenas kennt ihn aus seiner Zusammenarbeit bei Quilapayún, war zum Zeitpunkt des Putsches im Ausland und lebte dann im Exil. Pascuala Ilabaca, eine der Protagonistinnen der “Neuen Barden Chiles”, fühlt sich von Jara beeinflusst und verehrt Violeta Parra. Der Publizist Peter B. Schumann verfolgt die Entwicklungen in Chile seit Jahrzehnten und weiß als europäischer Beobachter ein lebendiges Bild des Andenlandes zu zeichnen.

Das Gespräch wird in deutsch und spanisch geführt und simultan übersetzt.

In Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung

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Heute jedoch hat unser kleiner Fehlerteufel zuviel des Guten getan: nicht nur aktuelle Nachrichten zum Hip-Hop-Konzert “Reaching Into Your Brain” und zu unseren Downloadangeboten wurden per Mail versendet, sondern auch zahlreiche ältere Nachrichten aus dem Jahr 2012.

Diese Informationsredundanz bitten wir zu entschuldigen.

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Veränderungen sind etwas Gutes

Der Satz “Änderungen vorbehalten!”, der jedes Festivalprogramm schmückt, beinhaltet meist eine Drohung: der Stargast wird nicht kommen, der Veranstaltungsort ist abgebrannt,  die Festivaldauer wird gekürzt. Auch unsere Planung ist Änderungen unterworfen; eine schlechte Nachricht ist dies jedoch nicht.

Die gemeinsam mit “Helle Panke e.V.” geplante Veranstaltung im //:about blank wird nicht nur länger, sondern auch preiswerter. Sie beginnt viel früher und bekommt zudem einen neuen Titel. Hier die aktuellen Infos:

“Reaching into Your Brain” (BadKat)

Lady K

Lady K

Conscious-HipHop-Abend

Hiphop wird fast ausschließlich als Jugendkultur mit sexistischen Gangster-Allüren wahrgenommen. Der Erfolg dieses Genres wiederum ist nicht unwesentlich auf das öffentliche Interesse an genau solchen „Bösen Jungs“ zurückzuführen. Unbeachtet bleibt die Tradition des Hiphop, bei der mit Rap-Texten reale Lebenserfahrungen ausgetauscht werden und die Diskussionen über vorgetragene Einstellungen führt.

Wir wollen das Experiment wagen und die Bühne wieder freigeben fürs gereimte Argument und die geflowte Diskussion.

Mit dabei sind die Rapperinnen BADKAT und LADY K and FIREFLIES sowie das Duo KIKO KING & CREATIVEMAZE.

Im Anschluss legen DJs auf.

Reaching Into Your Brain

Videoclips
Gerhard Schöne singt Mikis Theodorakis
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