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Vorschau: Liederpodium 2017

Das Liederpodium bietet auch in diesem Jahr wieder eine Gelegenheit, in kompakter Form neue Künstler und Ausschnitte aus Programmen bekannter Musiker kennenzulernen. Am Sonntagnachmittag stehen sechs Vertreter des Liedermachergenres auf der Bühne der Jugendtheateretage und stellen in knapp halbstündigen Ausschnitten ihre Werke vor.

tippel orchestra                                                                                                      

Das tippel orchestra besteht aus immer wieder wechselnden Mitgliedern, die mal zu zweit oder zu dritt und diesmal zu viert auftreten. Alle leben in Berlin und stehen nicht hauptsächlich auf der Bühne. Die szenischen Lesungen und Liederabende, die sie als tippel orchestra in unregelmäßigen Abständen entwickeln und aufführen, bilden einen Querschnitt aus politischer Theorie, Praxis, Literatur und Musik und: tippel orchestra.

Bert Kartesas

Bert Kartesas & Miksĉifona

Bert Kartesas & Miksĉifona

Der Berliner Liedermacher Bert Kartesas und das im Sommer 2015 neu gegründete Musikduo „Miksĉifona“, Flora E. Bernhagen (Buchautorin) und Ralf Neubauer (Filmemacher) mit ihren genreübergreifenden Songs trafen sich und fanden sich mit ihren politischen Liedern. Nunmehr gemeinsam, mit satirischen Texten von Bert Kartesas, greifen sie die Not aus Vertreibung und die Berliner Gentrifizierung auf. Denn „für den Luxus von Wenigen werden viele ihrer Möglichkeiten und Hoffnungen beraubt“. Warum? Dieser Frage gehen Kartesas und Miksĉifona in ihren Liedern nach. Die Hoffnung auf eine Selbsterkenntnis des Menschen ist der Grundton von Text und Musik.

Heike Mildner

Heike Mildner (Foto: Ingo Dietrich)

Heike Mildner (Foto: Ingo Dietrich)

Mit fünf lernte sie Geige spielen, später kam die Gitarre dazu. Die Geige wäre wohl irgendwann in der Ecke gelandet, hätte es nicht den Singeclub am Institut für Lehrerbildung in Schwerin gegeben. Für die „Sturmvögel“ lernte sie, auf der Geige zu improvisieren und sich mit Liedern auszudrücken – zunächst in den Liedern anderer, später durch die Vertonung der Texte von Freunden, die die Veränderungen Ende der 80er Jahr in der DDR spiegelten. Nach der Wende wurde die Geige elektrisch verstärkt und immer wieder expressiv zur schrägen Musik der Berliner Band „Wund- und Spritzköpfe“ zersägt. Außerdem entstanden leise Lieder in drei- und vierstimmigen Sätzen für die a-cappella-Gruppe „vocaLiesen“.

Nach zusätzlichem Musik- und Kulturwissenschaftsstudium schaffte Heike Mildner den Quereinstieg als Journalistin, das Wort lief der Musik den Rang ab. Seit knapp zehn Jahren ist sie vor allem in den ländlichen Räumen im Osten Deutschlands journalistisch unterwegs. Und was beruflich in Reportagen und Porträts mündet, wird manchmal zu einem neuen Lied. Etwa ein Dutzend sind bisher entstanden. Sie handeln vom Leben und Arbeiten auf dem Land und von den Menschen, denen man dort begegnen kann. Im November 2016 bekam sie auf dem Hoyerswerdaer Liederfest den Publikumspreis, die „Hoyschrecke“.

Calum Baird

Calum Baird

Calum Baird

ist ein junger Liedermacher aus Edinburgh. Sein Stil speist sich aus Folk-Blues-Wurzeln, die Texte sind häufig Reflektionen aus politischen Erfahrungen und Beobachtungen. 2014 erschien seine erste CD, von den „Music News Scotland“ mit dem Attribut „Dylan-esque“ versehen. Seitdem teilte er die Bühne mit legendären  schottischen Sängern wie Dick Gaughan, Arthur Johnston, Ewan McLennan u.a. und beteiligte sich erfolgreich an einem schottlandweiten Musikwettbewerb.

2015 folgten das Album „No Right Turn“ und eine Konzerttournee zunächst durch ganz Schottland, 2016 dann auch in andere europäische Städte. Zum 50. Geburtstag der sozialistischen Tageszeitung „The Morning Star“ entstand sein Song „The Ever Willing Soldier“. Seine CD wurde nominiert für den „Scottish Album Of The Year Award“.

Hornberger

Hornberger

Hornberger

Der 1959 geborene Berliner (heute Potsdamer) ist neben mehreren „bürgerlichen“ Berufen als Songpoet, Schriftsteller und „Kleinkünstler“ (mit 1,63 m) unterwegs.  Seine Bühnenprogramme speisen sich dementsprechend sowohl aus seinem literarischen als auch seinem musikalischen Schaffen. Rezensenten bescheinigen ihm dabei, „… mit der Sprache fantastisch und gekonnt umzugehen…“, mit einer Musik, „…die macht Spaß, kommt pfiffig daher“. Die Rhein-Main-Zeitung fasst es zusammen als „… bissig-ironische Dialektik in sprachlich filigraner Weise“. Beim 5. Liedermachertreffen in Hoyerswerda 2001 wurde er Jurypreisträger der „Goldenen Hoyschrecke“.  Seit 1991 erschienen 8 Tonträger.

FloBêr

FloBêr

FloBêr

Die Musik von FloBêr ist eine Melange aus Chanson, Folk, Pop und Gypsyswing. Die Lieder erzählen vom Fernweh und vom Feiern, von den Freuden und Widrigkeiten des Lebens – mal sehnsuchtsvoll poetisch, mal kabarettistisch und selbstironisch.

Die beiden Liedermacher und Sänger Florian Krämer (git) und Bernard P. Bielmann (akk) haben mit ihren Liedern unter anderem auf der legendären Burg Waldeck beim Peter-Rohland-Singewettstreit Erfolge gefeiert. Auf ihrem ersten Album und live werden sie von Andreas Albrecht (perc) und Max Johannson (bass) begleitet.

  • Florian Krämer – Voc/Git
  • Bernard P. Bielmann – Voc/Acc
  • Andreas Albrecht – Perc
  • Max Johannson – Bass
  • flober.eu

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