Zwischen Kalinka und… (2005)

Ausstellung zum Festival 2005

Zwischen Kalinka und Chattanooga Choo Choo – Musik und Politik in Berlin 1945-1951

Zur Eröffnung am 25. Februar 2005: Gespräch mit Wladimir Gall (1945 sowjetischer Parlamentär bei der Einnahme der Festung Spandau) und
Markus Wolf (1945-49 Mitarbeiter des Berliner Rundfunks, später stellv. Minister für Staatssicherheit der DDR)
Moderation: Petra Schwarz (Journalistin, Berlin)
anschließend: Kurzfilmprogramm aus DEFA-Wochenschauen der Jahre 1946-50

Die ersten Jahre nach dem Kriegsende waren von Zerstörung und Resignation, aber auch von großer Aufbruchstimmung und Hoffnung gekennzeichnet. Bereits elf Tage nach der Kapitulation fand das erste Nachkriegskonzert statt. Musik sollte von den Sorgen ablenken, aber auch der antifaschistisch-demokratischen Erziehung dienen. Lieder sollten Begleiter sein beim Aufbau eines »freien demokratischen Deutschlands und einer freien deutschen Jugend«. Zunächst schien alles möglich, was nicht faschistisch war. Erst später setzte der Kalte Krieg ein mit seinen vielen Verhärtungen.

Die Ausstellung erinnert mit Bildern, Texten und Tonaufnahmen an diese bewegte Zeit. Sie zeigt unter anderem Russen und Amerikaner, Remigranten und Dagebliebene, Ernst Busch und »Lied der Zeit«, Rias und Insulaner, Jazz und Schlager, Theater- und Filmmusik. Außer beim Festival Musik und Politik soll sie auch in Bremen, Hoyerswerda und anderen Städten gezeigt und kann von Kultureinrichtungen und Vereinen ausgeliehen werden.

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