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Moddi: Unsongs – Verbotene Lieder

Moddi
Moddi

Der norwegische Singer-Songwriter Moddi kommt nach Berlin. Er bringt 10 Geschichten von 5 Kontinenten über verbotene Lieder mit: Auf der Suche nach den Geschichten verbotener oder zensierter Musik ist Moddi um die ganze Welt gereist, hat Songs zusammengetragen und 2016 das international gelobte Album »Unsongs« herausgegeben, mit Klassikern wie „Strange Fruit“ von Billie Holiday und „Army Dreamers“ von Kate Bush, aber auch einem samischen Volkslied und dem Punk-Gebet von Pussy Riot.

Auf seiner Reise traf Moddi Musiker*innen und Zeitzeugen und spürte den Geschichten ihrer Lieder nach: traurige, schockierende, haarsträubende, aber auch mutmachende Geschichten über die – gefürchtete – Macht der Musik. Am Abend im SO36 wird Moddi die Lieder live spielen, seine Geschichten und die Geschichten der Verbote erzählen und mit Euch ins Gespräch kommen.

Die musikalische Lesung ist eine Auftaktveranstaltung des Festivals Musik und Politik, das vom 29. bis 31. März in der Volksbühne Berlin stattfindet.

Eine Veranstaltung von Helle Panke e.V. in Kooperation mit dem Festival Musik und Politik, dem Nautilus-Verlag und NORLA − Norwegian Literature Abroad.

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Wecker, Wenzel, Ratz – auf einer Bühne

Konstantin Wecker mit Jo Barnikel

Konstantin Wecker (Foto: Roland Pohl)

2009 schrieb Konstantin Wecker zum zehnjährigen Bestehen des “Festivals Musik und Politik”: “Es ist Zeit, dass wir für unsere Vorstellungen einer besseren Welt aktiver, lauter und selbstbewusster werden (und singen!).” Nach den Vorfällen in Chemnitz stellte Wecker 16 seiner antifaschistischen Lieder, die er seit 1978 geschriben hat, auf einer CD zusammen, Lieder, die den Menschen Mut machen sollen. Mut, um aufzustehen, sich einzumischen, Mut, zu widerstehen.

Sein Name und seine Stimme rütteln wach. Seit über vier Jahrzehnten zählt Konstantin Wecker zu den bedeutenden deutschen Liedermachern. Gestern. Heute. Und morgen.

Poesie und Musik können vielleicht die Welt nicht verändern, aber sie können denen Mut machen, die sie verändern wollen.” Dies ist und bleibt der Wunsch des Liedermachers

Konstantin Wecker. Die Gäste seines Solo-Programms erleben einen Abend, der geprägt sein wird von Wut und Zärtlichkeit, Mystik und Widerstand – und immer auch von der Suche nach dem Wunderbaren.
Es bei Konstantin Wecker zu finden, ist nicht schwer.

Er denkt mit dem Herzen und singt gegen soziale Kälte, Ungerechtigkeit und Fremdenhass. Vielleicht mehr denn je setzt sich der Münchner Liedermacher Konstantin Wecker kraft- und vor allem auch gefühlvoll für eine Welt ohne Waffen und Grenzen ein.

  • Konstantin Wecker – voc
  • Jo Barnikel – piano
  • aktuelle CD: “Sage Nein!” (Sturm & Klang 2018)

www.wecker.de 

Wenzel & Band

Wenzel & Band
Wenzel & Band (Foto: S. Buschow/sanstories.com)

Wenzel ist Auor, Komponist, Musiker, Sänger, Schauspieler und Regisseur. Sein Konzertprogramm “Wo liegt das Ende dieser Welt?” lässt die Welt im Mondlicht erscheinen wie einen fernen Stern. Behutsam suchen die Lieder nach Wegen aus unerträglicher Nähe in ersehnte Ferne. Durchtanzte Nächte voller Geheimnisse. Surreale Mixturen in einer Welt, die am Abhang balanciert. Feinsinnig musiziert und sanft gesungen, gerufen mit heiserer Stimme und geflüstert ins Unbekannte. Die Spuren der Zeit filigran eingezeichnet in Träume und Befürchtungen.

„Nur derMond mit seinem Licht / Der zerteilt die Erde nicht.“

  • Wenzel – voc, git, acc, piano
  • Hannes Scheffler – git, bass
  • Thommy Krawallo – git, bass
  • Stefan Dohanetz – drums
  • Manuel Abreu: t
  • aktuelle CD:  Wo liegt das Ende dieser Welt (2018)

www.wenzel-im-netz.de

Heinz Ratz & Band

Strom und Wasser
Strom & Wasser (Foto: Anni Buhl)

Strom & Wasser, die Band von Heinz Ratz, hält durch ihre brillante Musik, einer wilden Mischung aus Politik, Party und anspruchsvollen Texten das Konzertpublikum im Bann.

Auch ihre politischen Aktionen sind spektakulär. 1000 km sind sie für Obdachlose gelaufen, 800 km für den Artenschutz durch deutsche Flüsse geschwommen, fast 7000 km für Flüchtlinge durch die Lande geradelt – um dann mit Weltklasse-Musikern, die in deutschen Flüchtlingslagern ohne Auftrittsmöglichkeiten leben, auf Tour zu gehen. Strom & Wasser präsentieren sich angriffslustig, spielfreudig und bunt: Ska-Punk-Polka-Randfiguren-Walzer-Rock.

  • Heinz Ratz – voc, b
  • Burkhard Ruppaner – drum
  • Ingo Hassenstein – g
  • Arne Assmann – sax, acc, qf
  • aktuelle CD: Strom & Wasser Herzwäsche (2016)

www.strom-wasser.de

Moderiert wird der Abend von der Liedermacherin Johanna Zeul

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Liederpodium Teil II

Unterstützt durch Liederleute e.V., Verein für engagiertes Lied, Musik und Kleinkunst.

Im Liederpodium zeigen Künstler Auszüge aus ihren Programmen in einer insgesamt dreistündigen Veranstaltung bei freiem Eintritt.

Dabei reicht die Spannweite vom klassischen Liedermacher bis zum Chanson, von Kabarett bis zum Bänkelsänger. Das Foyer der Volksbühne bietet dafür mit einer eigenen Bühne den passenden Rahmen.

Moderiert wird die Veranstaltung vom Liedermacher Tobias Thiele.

Amalia Chikh

Amalia Chikhs Großväter gaben ihr Vielfalt mit auf den Weg: Der eine war Imam in der Moschee von Tlemcen in Algerien, der andere leitete den Kirchenchor eines nordfranzösischen Dorfes. Orientalische Harmonien unter Texten, in denen eine Dame allzu gerne Schnaps und Bier „mit ihrem Hans“ trinken würde; Chansons buchstäblich mit „Berliner Schnauze“.

  • Amalia Chikh – voc, piano

www.amaliachikh.de/

Le-Than Ho

Le-Than Ho (Foto: Christian Wewerka)
Le-Than Ho (Foto: Christian Wewerka)

Le-Thanh Ho bietet mit ihren geschliffenen Liedern der großen Gedankenlosigkeit Paroli. Mal dunkel, melancholisch und fast zynisch, mal mit spitzem und wohlgezieltem Humor.

„Mit glasklarem, akzentuiertem Gesang singt sie von den dunklen Seiten des Lebens, von Trauer, Wut oder dem Sich-Verlieren in mittelbaren, digitalen Welten. Verhalten, konzertant und doch höchst eindringlich. Lieder, die fast schon weh tun bei so viel Deutlichkeit und unsere moderne Gesellschaft sezierender Intelligenz.”  (Rheinpfalz Zeitung 2018)

  • Le-Thanh Ho – voc, piano

www.le-thanh.de/

Sparen auf Kaution

Sparen auf Kaution

… widmet sich der täglichen Lebenskunst – als Sänger*innen, Musiker*innen und Menschen. Die gemeinsam arrangierten Lieder des Duos sind gestrickt aus menschlichen Zwischentönen, skurrilen, kuriosen Beobachtungen und Empathie.

  • Merle Weißbach – voc, cello
  • Andreas Zimmer – voc, git

CD: „Zwischen drunter und drüber“

www.merlecello.de

Die Steinlandpiraten

… widmen sich seit 2015 den Liedern Gerhard Gundermanns,zunehmend aber auch eigenen Songs. Mit letzteren errangen sie 2017 den Jurypreis des Liederwettbewerbs „Hoyschrecke“.

  • Patricia Heidrich – voc
  • Karsten Schützler – git, bass

www.steinlandpiraten.de/

Mike Nuhn

“Stehst Du für Dich ein, wenn Dich etwas stört? Lässt Du Dir alles gefallen, selbst wenn man Dich schlägt, oder ist es Dir egal, solang Du überlebst?… Du hast die Wahl – Kopf oder Zahl” – der Wahlberliner und Ex-Rapper geht die Dinge gern frontal an, zeigt in seinen Liedern dennoch zumeist einen positiven Blick auf’s Leben.

  • Mike Nuhn – voc, git
  • Leander Reininghaus – Bass

www.mikenuhn.de

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Heiner Kondschak

Wo nachts im Wald die Steine schrein

Heiner Kondschak schuf Bühnenmusiken für etwa 150 Theaterstücke und für ca. 50 die Liedertexte,  ist Sänger und Arrangeur sowie Herz und Motor der Tübinger Randgruppencombo. Seine Interpretationen der Volkslieder Gundermanns sind oft eigenwillig und immer höchst lebendig. In den begeistert aufgenommen und gefeierten Konzerten der Randgruppencombo haben die leisen, fast kammermusikalischen Töne mittlerweile eine spezielle Aufmerksamkeit erlangt. Sie haben das Interesse beim Künstler wie bei seinem Publikum geweckt, um mehr – und konzentriert – davon auf die Konzertbühne zu bringen. Kondschak gibt den Songs seinen eigenen Ton, steigt tief in ihren Kosmos ein und eröffnet sich und dem Publikum neue, oft ungewohnte Zugänge. Mit Christian Dähn und Mona Maria Weiblen ist Heiner Kondschak erstmals auf Konzerttour mit dem Programm dieses Abends.

  • Heiner Kondschak – voc, git, mand, bouzouki, piano, flute, harmonica.
  • Christian Dähn – bass, drums
  • Mona Maria Weiblen – voc, alt-sax
  • aktuelle CD: Kondschak singt Gundermann „ Wo nachts im Wald die Steine schrein“

www.kondschak.de

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Liederrevue im Großen Saal

Der große Liederabend im Festival

Bastian Bandt

Bastian Bandt
Bastian Bandt

… ist ein Meister der Gratwanderung: Heimweh ohne Nostalgie, Sehnsucht ohne Kitsch, Ehrlichkeit ohne Selbstentblößung. Verrucht und verwegen, lebensklug, uneitel und ehrlich nehmen seine Lieder den Zuhörer bei der Hand und versprechen Abenteuer, Aufbruch und Heimkommen. Präzises Gitarrenspiel und eine warme Stimme lassen den Eindruck von knisterndem Herdfeuer und dampfenden Kaffeetassen entstehen, von heimeliger Geborgenheit weitab von jeglichem Spießertum.

Für sein fünftes Album „Alle Monde“ erhielt er den „Preis der deutschen Schallplattenkritik“.

  • Bastian Bandt – voc, git
  • aktuelle CD: „Alle Monde“ Raumer Records 2018

www.bastian-bandt.de

Dirk Zöllner & André Gensicke

Dirk Zöllner mit André Gensicke (Foto: Johanna Bergmann)
Dirk Zöllner mit André Gensicke (Foto: Johanna Bergmann)

…verbinden mehr als 30 Jahre des gemeinsamen Schaffens. Mit unbändiger Kraft, Leidenschaft, Musikalität und Freude stehen sie auf der Bühne, zaubern ein Lächeln in die Gesichter der Zuhörer und wickeln sie mit Charme und Geistesblitz regelrecht um den Finger. Die Intimität dieser musikalischen Paarkonstellation überwindet Grenzen zwischen Bühne und Publikum, wobei sie aus ihrem riesigen Fundus an Songs, Geschichten und Erlebten schöpfen. Jeder Auftritt wird zu einer Premiere. Eines bleibt immer zu spüren: Ihre Freude am Beruf!

  • Dirk Zöllner – voc, g
  • André Gensicke – voc, keys
  • Neue CD im Jahr 2019!

www.dirk-zoellner.de

Danny Dziuk mit Karl Neukauf

Danny Dziuk
Danny Dziuk

Seine Lieder begeistern viele tausend Hörer – von denen die meisten gar nicht wissen, dass er sie geschrieben hat. Danny Dziuk ist ein begnadeter Songschreiber, der einige der schönsten Songs von Annett Louisan, Stoppok und anderen geschrieben hat. Als musikalischer Leiter von Axel Prahls Inselorchester tourt er mit dem Münster-Tatort-Star kreuz und quer durch die Republik, dessen Debüt- und Nachfolgealbum er zuvor im Alleingang produziert hatte, und zahlreiche Filmmusiken, u.a. für die WDR-Tatorte, sind ebenfalls von ihm. 

Daneben gerät in der Öffentlichkeit fast ins Hintertreffen, was für ein großartiger Bühnenkünstler Dziuk auch mit seinen eigenen Liedern ist, die er mit seiner Band Dziuks Küche auf zahlreichen CDs aufgenommen hat. Völlig zu Recht gab es dafür den Deutschen Kleinkunstpreis, den Preis der Liederbestenliste, den Preis der Deutschen Schallplattenkritik, den Deutschen Musikautorenpreis. 

ach 7-jähriger Veröffentlichungspause erschien im April 2016 ein weiteres Album Danny Dziuks, profund betitelt mit „Wer auch immer, was auch immer, wo auch immer“. Rezensenten überschlugen sich: 

„Superlative soll man ja scheuen wie der Teufel das Weihwasser, aber wenn ich ein Meisterwerk höre, erkenne ich es.“ Thomas Wörtche, CULTURMAG 

„Die Musik hat eine unbändige Kraft, die Texte haben sie auch, seien sie politisch, satirisch oder lyrisch. In der Kombination gibt es derzeit keinen, der ihm das Wasser reichen könnte.“ Thomas Veigel, ZETT5 

“Unter den deutschen Liedermachern (…) denkt niemand das Private und das Politische, die Schönheit und den Protest so berückend und überzeugend zusammen wie Dziuk.“ Maik Brüggemeyer, ROLLING STONE 

„Immer ist seine Sprache poetisch und konkret zugleich, und seine Musik ist nicht nur meisterhaft gedacht, sondern auch sinnlicher Genuss.“ Wiglaf Droste, JUNGE WELT 

„Dabei sind seine Songs durchdrungen von hinreißend trockenem Humor, mit dem er sich gekonnt zwischen der romantischen Leidenschaft Rio Reisers und dem lakonischen Erzählstil Sven Regeners platziert.“ Norbert Krampf, FAZ 

Live vorstellen wird er diese Songs und andere – und zwar im Duo bzw. Rohformat – mit seinem kongenialen Co-Produzenten, dem Berliner Chansonnier Karl Neukauf.

  • Danny Dziuk – voc, keys, g
  • Karl Neukauf – voc, keys, g, perc
  • aktuelle CD: „Wer auch immer, was auch immer, wo auch immer“.

www.dziuks-kueche.de

Bernadette La Hengst

Bernadette La Hengst (Foto: Christiane Stephan)

… ist Musikerin und Theatermacherin mit einem Hang zu sozial-politischen Themen und utopischen Ideen. Ihre Konzerte sind alles andere als selbstverliebter Diskurs-Pop mit Betroffenheitsfaktor; Keyboardsounds und Samples aus der Konserve. Ihre Beats sind fett, ihr Charme entwaffnend, ihre Stimme ist wunderbar kraftvoll und leidenschaftlich.

Bernadette La Hengst auf der Konzertbühne ist unvergleichliches Entertainment, mitreißend und heiß wie ein Vulkan, der alle kurz vorm Ausbruch nochmal tanzen lässt. Klar im Vordergrund stehen ihre Texte, die auch gerne mal mit wütenden Gitarren oder derb rockenden Soli betont werden. Bernadette sagte in einem Interview: „Die Welt ist so groß und der alltägliche Scheiß, mit dem man sich umgibt, so klein, dass man ab und zu mal auslüften sollte.” Beste Gelegenheit dazu bietet sich bei ihren Konzerten.

  • Bernadette La Hengst – voc, g
  • aktuelle CD: Save the world with this melody (2015)

www.lahengst.com

Thomas Putensen

Thomas Putensen
Thomas Putensen

… konzertiert mit seinem Beatensemble bereits seit zwölf Jahren sehr erfolgreich. Häufig agiert, singt und dirigiert er vom Piano aus und lässt sich gern auf spontane Spiele ein. Dabei wird im Publikums-Chor gesungen oder es werden Stehgreiftextkompositionen zum besten gegeben. Lieder von Manfred Krug werden immer wieder gern spontan geschmettert.

Putensen lässt es durch seine Improvisationen, welche oft auch in den Bereich der Klassischen Musik führen, zu gesteuerten leicht chaotischen Momenten auf der Bühne kommen, die seinen Konzerten einmalige Lebendigkeit verleihen. In der Regel wird das Ganze äußerst behutsam von seinem Beatensemble eingefangen und auf die Konzertebene zurück-musiziert. Dann erklingen seine brandneuen Lieder wie „Kuba“, „Im Arsch“, „Erinnerung“ oder etwas ältere wie: „Erde“, „Wunderwalzer“, „Rue Saint Denis“.

  • Aktuelle CD: Wunderwalzer

www.thomasputensen.de

Moderiert wird der Abend durch den Liedermacher Christoph Theußl.

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Liederpodium Teil I

Unterstützt durch Liederleute e.V., Verein für engagiertes Lied, Musik und Kleinkunst.

Im Liederpodium zeigen Künstler Auszüge aus ihren Programmen in einer insgesamt dreistündigen Veranstaltung bei freiem Eintritt.

Dabei reicht die Spannweite vom klassischen Liedermacher bis zum Chanson, von Kabarett bis zum Bänkelsänger. Das Foyer der Volksbühne bietet dafür mit einer eigenen Bühne den passenden Rahmen.

Moderiert wird die Veranstaltung vom Liedermacher Tobias Thiele.

Woger

Die Songs des aus dem Ruhrpott stammenden Liedermachers Wolfgang Gerbig (WOGER) richten sich oft auf aktuelle politische Themen. „Das Empfinden von sozialer, politischer und menschlicher Ungerechtigkeit muss aus mir heraus“, sagt WOGER von sich selbst, der sich auch als „Singender Poet“ bezeichnet und in der Tradition der Burg Waldecker Liedermacher steht.

  • Wolfgang Gerbig – voc, git
  • aktuelle CD: „Woger – Liedermacher“ (2017)

www.woger.eu

Kathy Kreuzberg – „Berliner Nachtgesang“

Kathy Kreuzberg (Foto: Günther Schäfer)

“Die Grenzen sogenannt politisch korrekter Antworten gelten nicht mehr in dieser Nacht, ebenso wenig wie die der Zeit… Kathy Kreuzberg und ihr Pianist stehen für ein Berlin der Wahrhaftigkeit, abseits von Ansichtskartenklischees.” (Stephan Göritz, Folker 1/2016).

Die verrückten und bodenständigen Berliner sind ihr Thema – in einem Strudel von Gentrifizierung, Partywahn und Späti-Glück – denn „die 20er Jahre liegen doch vor uns!“

  • Kathy Kreuzberg – voc
  • Rob Niels – piano, synth
  • Gregory Brandl – cello
  • aktuelle CD „Eisblumen“ (2017)

www.berliner-nachtgesang.de

Maike Rosa Vogel

Maike Rosa Vogel (Foto: Rainer Stosberg)
Maike Rosa Vogel (Foto: Rainer Stosberg)

„Ich bezahl mit Geld / aber ich bezahl auch mit Liebe / ich bezahl mit dem Zauber der Dinge/ den keiner versteht.“

Sie war weg, einfach abgetaucht. Motto: „lass mal los“, nach drei erfolgreichen Alben. Jetzt ist sie wieder da! Maike Rosa Vogel, die sich in diesem Jahrzehnt zu einer der wichtigsten deutschsprachigen Liedermacherinnen gemausert hat, wollte 2015 plötzlich keine Konzerte mehr spielen. Und das, wo sie doch 2010 über Nacht zum Star der Indie- und Liedermacher-Szene geworden ist (nicht zuletzt dank ihres Entdeckers Sven Regener).

Das Mädchen, das alle zur besten Freundin wollen, weil sie der Typ Abenteurerin ist, die dich an die Hand nimmt, und schon mal losrennt, mit einem „So schwer kann’s doch nicht sein“ auf den Lippen, lacht ihr herzliches Maike-Lächeln, und sie sagt: „Das mit dem Erfolg, das ging doch alles viel zu schnell. Ich wollte mal durchatmen, Rückschau
halten, mir mein Ding selber aufbauen. Alles selber machen! Auch die Musik selber produzieren.“ Und in der Tat, in dieser geheimnisvollen Abgeschiedenheit sind wirklich zwei ihrer besten Alben entstanden, allen voran „Alles was ich will“. Maike hat darauf (fast) alle Instrumente selbst gespielt, und die Songs natürlich, wie eh und je, selber geschrieben und gesungen. Nur bei „Abgrund der Welt“ ist Sven Regener am Bass zu hören.

Diese Songs sind hintersinnig und durchdacht, und wirken dabei als wären sie nur mal so eben locker aus der Hüfte geschossen worden: unglaublich smooth, unglaublich leicht. Dieses privatpolitische Lied beherrscht im Moment keine so gut wie Maike. Songs wie „Yoko Ono“, „Du bist so schön“, „Ich bezahl mit Liebe!,“ „Zum ersten Mal in Berlin“ und „Alle Menschen“: Optimistische Hymnen, die ihr Lächeln und ihren Zorn gerade daher nehmen, dass sie wissen und davon berichten können, wie das geht: nicht
mitmachen in unserer beschissenen neoliberalen, beinahe schon sozial-darwinistischen Gegenwart. Kein Rädchen im Getriebe sein, und auch nicht den Bock zum Gärtner machen

„Alles was ich will, ist dass die Nazis und die Schweine uns nicht kriegen und dass wir und die, die wir lieben, für immer bleiben“.

„Ich bin ein Hippie und ich wollte immer einer sein“, bekräftigt die Wahl-Berlinerin, die ursprünglich aus der Bankenstadt Frankfurt kommt, in einem ihrer Hits. Genaugenommen ist sie ist aber ein postmoderner Hippie, so blöd das klingt. Denn sie kann ja nicht nur das mit der barfüßigen Liedermacherin, sie ist auch von Bands beeinflusst, die Künstlichkeit und Extravaganza lieben, wie Violent Femmes oder
Tocotronic.

„Und meine Ängste tanzen tanzen nie geahnte Schritte, tanzen weg aus meiner festgeklebten Mitte“.

Mit einem lachenden Auge analysiert sie Angst, Ökonomie, Nichtfühlen, Fracksausen – und das Publikum weint dazu: Natürlich nur in sich rein. Wär ja peinlich, wenn die andern mitkriegen würde, dass einem da die Tränen kommen, aus Freude, aus Liebe, weil einen da der Mut der Verzweiflung packt und endlich fortfliegen lässt, in einen neuen, besseren, nächsten Morgen!

(Text: Kerstin Grether / Bohemian Strawberry)

  • Maike Rosa Vogel – voc, git
  • aktuelle CD „Alles was ich will“ (2018)

www.maikerosavogel.com

Goetz Steeger & Tobias „b.deutung“ Unterberg

Elektrische Texte, singendes Cello, Gitarre & Piano, Noise& Silence

Goetz Steeger und Tobias Unterberg

In den finsteren Zeiten
Wird da auch gesungen werden?
Da wird auch gesungen werden.
Von den finsteren Zeiten.

Die Sujets der Steeger/Unterberg- Musik speisen sich aus den Traumata der Gegenwart: Texte über den Umgang mit Geflüchteten, Fake News oder Armut, durchsetzt sowohl von rockend-explosiven als auch sensiblen musikalischen Zwischenmomenten.

  • Goetz Steeger – voc, git, piano
  • Tobias b.deutung Unterberg – Cello

http://www.goetzsteeger.de/#deutung

Der Ukulelenprediger

Eine heftige Mischung aus fetzigen UkulelenRockSongs und krassen philosophischen Schlussfolgerungen.

Ukulelenprediger
Der Ukulelenprediger (Foto: Milena Schlösser)

Seit 2011 ist „Samuel der Ukulelenprediger“ unterwegs, um der Welt seine philosophischen Betrachtungen in musikalischem Gewand entgegenzuschmettern.

 „… statt vertonter Küchenphilosophie oder Philosophen-Texte … bekommt der Hörer Eigengedachtes und Eigenkomponiertes zu hören, das begeistert. Jenseits aller Genres und Phrasen untermalen beatlastige, mal funkige, mal rockige Klänge lebensweise Texte, deren Schönheit sich durch den Verzicht auf Metaphern- und Fremdwortgewitter ergeben.“ (Micha Tietz, subkultur.de)

  • Samuel Beck – git, ukulele
  • aktuelle CD „Narrenmund“

www.luchtenbeck.de

Lüül

Lüül

Hinter dem Künstlernamen Lüül steckt der Berliner Sänger und Gitarrist Lutz Graf-Ulbrich, der Insidern aus vielen Projekten bekannt ist. Er spielte Gitarre bei Agitation Free und Ash Ra Tempel, er begleitete Velvet Underground-Sängerin Nico über einige Jahre, hatte einen Neue
Deutsche Welle Hit, gründete das Rocktheater Reineke Fuchs und ist Gründungsmitglied der 17 Hippies. Nachzulesen in Lüüls Autobiografie „und ich folge meiner Spur”, in der er sein wechselvolles Musikerleben Revue passieren ließ. Neben kurzen, unterhaltsamen Anekdoten
beschreibt er, wie bereits in dem Film “Nico-Icon”, unter anderem sein Leben mit der Ex-Velvet Underground Sängerin Nico.

Als Banjospieler der 17 Hippies, aber nicht nur als solcher, hat Lüül mehr als die halbe Welt bereist und davon handeln seine Lieder. Mit seiner rauen Stimme erinnert er an einen Seemann, der aus jedem Hafen der Welt eine neue Moritat zu berichten hat. Ob als Rocker, als Tango-Spieler, als Polka-Hannes, als balladesker Frauen-Freund, als Lagerfeuer-Romantiker, als Dub-Rastafari oder als Weltmusik-Exot – immer versprüht er eine Prise trockenen Humors, immer wieder erweist er sich als schräger Poet.

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Daniel Kahn & Painted Bird

Daniel Kahn, Sänger,Gitarrist und Akkordeonist, manchmal komisch, manchmal wie ein Albtraum, mitunter todtraurig, dann wieder wild, kämpferisch und zum Tanz auffordernd.

Die„explosive Mischung aus Klezmer, radikalen jiddischen Songs, politischem Kabarett und Punk Folk” (“Zeit”) sucht auch weiter ihresgleichen. Stücke wie „Freedom Is A Verb“ und „99“ erzählen über den konkreten Moment ebenso wie über den ewig andauernden Kampf zwischen sozialer Klasse und Befreiung. Balladen wie„Children In The Woods“ und „Sheyres Hora“ erforschen die Tiefen von Traum und Trauma.

Der bewährte Schlagzeuger Hampus Melin sorgt für perkussive Sounds und den nötigen Drive, Michael Tuttle schlägt den Bass wie gewohnt furios und sensibel zugleich, und so sorgen The Painted Bird für die bekannte und faszinierende Stimmung von Intensität und jiddischer Party.

Besetzung:

  • Daniel Kahn: voc, acc, g, p
  • Michael Tuttle:kb
  • Hampus Melin:drum
  • Yeva Lapsker:Projektion

Aktuelle CD: The Butcher’s Share

www.paintedbird.de 

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Gundermann. 1 Band + 2 Chöre

Dieses Konzert nähert sich der Musik Gerhard Gundermanns von zwei bemerkenswert unterschiedlichen Positionen aus:

Die Band

Die Seilschaft

1992 suchte der Liedermacher Gerhard Gundermann eine Band, die mit ihm seine CD „Einsame Spitze“ live umsetzen sollte. Das war die Initialzündung von „Gundermann & Seilschaft“.

Bis zum Tod des rastlosen Songschreibers 1998 spielte die Band viele Konzerte und nahm mehrere CDs auf. Gundermann Lieder gewannen mit ihrer ganz eigenen, zugleich rauen und gefühlvollen Poesie im markanten Seilschaft-Sound die Herzen eines weit über die Liedermacherszene hinausreichenden Publikums. In dieser Zeit erhielt die Band den Jahrespreis der Liederbestenliste des SWR, den Preis der Deutschen Schallplattenkritik und tourte gemeinsam mit Bob Dylan und Joan Baez.

Zum zehnten Todestag Gundermanns 2008 stand die Seilschaft erstmals wieder auf einer Bühne, nun mit dem neuen Frontmann Christian Haase, dem es gelingt, die Lieder vertraut und gleichzeitig neu klingen zu lassen.

„Die Seilschaft ist also wieder da“ schrieb Melodie & Rythmus „und tut ihriges dazu,die poetische wie handfeste, tiefsinnige wie offene, philosophische und bilderreiche Sprache des Baggerführers aus der Lausitz ins Heute zu schaffen“.

Wiederum 10 Jahre später kam der hochbeachtete Gundermann-Film von Andreas Dresen in die Kinos und verlieh dem Ansehen der Band – auch ihre Geschichte wird in dem Film erzählt – einen weiteren Aufschwung.

Die Seilschaft – mit Christian Haase (Foto: Johanna Bergmann)
  • Tina Powileit – perc, voc
  • Christian Haase – voc, git, ukulele
  • Mario Ferraro – git, pedalsteel, lapsteel, voc
  • Andreas Wieczorek – sax, flute, voc
  • Michael Nass – keyboard, hammond, accord., voc
  • Christoph Frenz – bass, voc

www.dieseilschaft.de

Die Chöre

Es ist aussichtslos, sagt die Erfahrung. Es ist, was es ist, sagt die Liebe.” (E.Fried)

Der Erich-Fried-Chor wurde 1999 am gleichnamigen Gymnasium gegründet, wuchs noch stärker zusammen in den Jahren der Kämpfe um den Erhalt dieser Schule und tritt bis heute ein für emanzipatorisches Engagement. Er singt Lieder von Gundermann bis Eisler, Lieder aus alten Quellen und aus aller Welt – er ringt um Lebens-Konzepte, Prinzipien und Utopien.

hardChor”ELLA”: „Wir sind die extrem lebenslustigen Amateure aus Pankow.“ Das 1991 als Schulchor gegründete Ensemble ist Lernort und Chor zugleich. Er verfügt über ein vielfältiges Repertoire und tritt an verschiedensten Aufführungsorten auf. Seine Nicht-mehr-Schüler begleiten wie Mentoren die neu dazu Kommenden.Gemeinsam beschreiten sie die verschlungenen Wege in der Welt der Chormusik. Besonders zu spüren ist ihre Freude am Gesang.

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Die Jazzpolizei

“Das sind die schärfsten Bullen der Welt, holt sie an die Ostseeküste!” (Ostseezeitung)

Das Festival Musik und Politik startet am Freitagabend fröhlich und im Straßentheater-Style: auf den Stufen der Volksbühne Berlin begrüßt die JAZZPOLIZEI unsere Gäste. 

Deutschlandweit demonstriert diese Marchingband, die Uniformen mit überdimensionaler Polizeikappe und Deutschlandflagge am Sousafon-Trichter trägt, dass man tatsächlich über Megafon und Funkmikro singen kann. Auf ihren Instrumenten Trompete, Banjo und Sousafon macht den drei Herren so schnell niemand was vor: Das ist akustischer Swing und Dixie vom Feinsten.

 Das Dixielandfestival Dresden engagierte die JAZZPOLIZEI 2018 zum vierten Mal. Auf dem Gauklerfest Koblenz gewann die “JAZZPOLIZEI” den Sonderpreis als bester Walk Act. Beim Kleinkunstfestival auf Usedom waren sie ebenfalls Preisträger. Sie traten auf dem Fringe Festival in Edinburgh auf, spielten beim Straubinger Jazzfestival in den Pausen zwischen Lee Ritenour, Till Brönner und Carlos Santana. Beim Kabarettfestival Kleinheubach (Moderation: Urban Priol) spielten sie fünfmal in Folge vor 3.500 Zuschauern im Schlossgarten. 

“Sie spielten nicht nur vom Feinsten, sondern setzten ihre Instrumente, bestehend aus Banjo, Tuba, Trompete und Flüstertüte für eigene Kreationen ein. Neben der Musik spielte die Komik eine besondere Rolle.Die Art und Weise dieser im Zeitlupentempo vorgetragenen Tänze, Vorträge und Auftritte begeisterten Jung und Alt.” (Mülheimer Allgemeine)

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Trotz alledem und alledem. Kulturerbe Arbeiterlied.

Eine Ausstellung des Rudolstadt-Festivals (mit Unterstützung der Kulturstiftung des Bundes), konzipiert und gestaltet von Maren Köster und Thomas Neumann.

Arbeiterlieder zu singen, gehört in Deutschland seit 2014 offiziell zum immateriellen Kulturerbe. Wieso das? Ist das nicht ein Griff in die sozialistische Mottenkiste? Sicher sind diese Lieder etwas Historisches, doch die Zeit ihrer Verklärung ist es mittlerweile auch. Arbeiter-Marseillaise und Agitprop, Männergesangsvereine und revolutionäre Schellackplatten, Freiheitsgöttinnen und Eisler-Lieder, alles zusammen ergibt ein buntes Bild voller Widersprüche. Musik und Bilder erschließen eine Geschichtsperspektive von unten, denn Arbeiterlieder waren die Protestsongs des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Ihr Ursprung steht in Zusammenhang mit der industriellen Revolution. Millionen von Menschen haben diese Lieder gesungen.

Die Ausstellung begibt sich auf Spurensuche nach einer Liedkultur, die 1933 durch die Nazis verboten und zerstört wurde. Nach 1945 geriet sie im Sog des Kalten Krieges zum Zerrbild, nach 1990 verschwand sie ganz im Abseits. Und heute? Vorwärts und vergessen? Oder: Vorwärts – und nicht vergessen?

Gespräch zur Ausstellungseröffnung

Unter der Moderation von Dr. Lutz Kirchenwitz sprechen Dr. Maren Köster (Kuratorin der Ausstellung), Hans-Eckardt Wenzel (Musiker), Dr. Joachim Hetscher (Initiator des Antrags zum immateriellen Kulturerbe), Peter Deeg (Arbeiterlied-Archiv Akademie der Künste Berlin) und Ingar Solty (Rosa-Luxemburg-Stiftung).

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Vorschau: Konzert Wenzel & Mensching

Wenzel & Mensching: Lieder & Texte

Wenzel und Mensching sind zwei Poeten, Sänger und Schauspieler, die 1982 bis 1999 als Clownsduo subversive Attacken gegen ästhetische und politische Normen in der DDR und gegen die Windmühlen der achtziger und neunziger Jahre” ritten. Wenzel gibt heute viele Konzerte (solo und mit Band), produziert regelmäßig CDs und arbeitet als Autor und Regisseur, Mensching ist Intendant des Theaters Rudolstadt und inszeniert dort eigene und fremde Stücke.

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Vorschau: Liederkino

In Zusammenarbeit mit dem DRA

Screenshot

Ausschnitte aus Fernsehensendungen mit  Wolf Biermann, Kurt Demmler, Gerhard Gundermann, Oktoberklub, Gerhard Schöne, Bettina Wegner, Wenzel & Mensching u.a.; ca. 45 Minuten

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Vorschau: “Sängerkunde”

Gespräche mit DDR-Liedermachern nach der Wende

Michael Kleff, Hans-Eckardt Wenzel

Nach dem Fall der Mauer war Michael Kleff über zwei Jahre lang in der DDR unterwegs, um in Gesprächen mit Liedermachern und Kabarettisten etwas über ihre Erfahrungen, über Repressionen und Spielräume, über Hoffnungen und Illusionen, sowie über Angst und Zivilcourage zu erfahren. Die Interviews sollen 2019 als Buch veröffentlicht werden. Als Herausgeber werden Michael Kleff und Hans-Eckardt Wenzel über das Projekt berichten und einige der Interviewten in Audioauszügen zu Wort kommen lassen.

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Vorschau: Ausstellungseröffnung

“Alles wird besser, nichts wird gut Musik und Politik um 1990

Die DDR nach 1986, die “Wende” und der Crash-Kurs der Vereinigung – welche Rolle spielte dabei Musik, wie engagierten sich Liedermacher und Rockmusiker, wie veränderte sich die Musikszene? Die Ausstellung gibt darauf einige Antworten, schildert LETZTES AUS DER DA DA ER und stellt neue Festivals und Labels vor.

Öffnungszeiten der Ausstellung

Sonnabend 24.2.

14-19 Uhr Jugendtheateretage

Sonntag, 25.02.

14-19 Uhr Ausstellung Jugendtheateretage

01.03. bis 17.03.

ab 16 Uhr BAIZ, Schönhauser Allee 26A

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Vorschau: Liederbestenliste präsentiert

In Zusammenarbeit mit dem Verein Deutschsprachige Musik e.V. / Liederbestenliste

mit: 

Im Konzert “Liederbestenliste präsentiert” erleben die Festivalbesucher Preisträger der “Liederbestenliste”, welche ihrerseits kontinuierlich die Top 20 der deutschsprachigen Liedermacherszene darstellt sowie einen alljährlichen Liedpreisträger auswählt. Die Jury besteht aus Musikjournalisten, Kultur- und Musikwissenschaftlern und anderen Experten aus Deutschland und Österreich, Belgien und der Schweiz.

Preisträger des Jahres 2017 ist Wolfgang Rieck für sein Lied “Vergessene Helden”. Förderpreisträger in 2017 ist der Berliner Liedermacher Tobias Thiele. Weitere Künstler des Abends sind Rüdiger Bierhorst, Vertreter neueren “Liedermaching-Szene” und Annika von Trier, Autorin und Musikerin.

Wolfgang Rieck

Wolfgang Rieck, Foto: J.-H. Janßen – Eigenes Werk, (CC BY-SA 3.0)

Achtzehn Jahre Zusammenarbeit mit Joachim Piatkowski im Duo Piatkowski & Rieck, über acht Jahre im Trio Liederjan, 2001 bis heute vorwiegend solistisch mit Programmen für Kinder und Erwachsene unterwegs. Vier musikalische Kinderprogramme, sieben Konzertprogramme für Erwachsene, drei musikalische Lesungen und drei Duo-Programme sind in dieser Zeit entstanden. Seine künstlerische Arbeit ist mit vielen Preisen und Stipendien geehrt worden. Auf zwei LPs und einer CD (Piatkowski & Rieck), vier CDs (Liederjan) sowie drei Kinder-CDs und zwei Solo-CDs für Erwachsene sind seine Lieder zu finden. Zwei Hörbücher mit plattdeutschen Novellen von John Brinckman und eine DVD zu Arbeit und Herkunft ergänzen seine künstlerischen Produktionen. Für sein Lied “Vergessenen Helden” erhielt Wolfgang Rieck den Deutschen Liederpreis 2017.

Besetzung

  • Wolfgang Rieck, voc, g
  • Jens Naumilkat, clo
  • Karl Heinz Saleh, g, b, acc

aktuelle CD

  • Der singende Mann

Tobias Thiele

Tobias Thiele (Fotograf: Ingo Nordhofen)

Tobias Thiele (Fotograf: Ingo Nordhofen)

Der 1986 in Ost-Berlin geborene Sänger und Liedermacher Tobias Thiele, veröffentlichte im September 2016 sein Debütalbum “Unerhört” erhielt dafür 2017 den Förderpreis der Liederbestenliste. “Im erfrischenden Sound des Albums gibt sich Thiele experimentierfreudig: Mal begleitet der Musikwissenschaftler, der nebenbei Kindern in einem Berliner Jugendzentrum das Gitarrespielen beibringt, seine warme Stimme nur mit feinsinniger akustischer Gitarre, auf der anderen Seite greift er virtuos und spielerisch ins Computer- und Elektroniklabor und geht mit rhythmisch vertrackten Drums- und Hip-Hop-Zitaten in Richtung Deutsch-Pop. […] Ein überzeugendes Debüt.” (Liederbestenliste) Als Stipendiat der Peter Rohland Stiftung nahm er im September 2017 auf der Burg Waldeck sein zweites Album auf, das im Mai 2018 bei RedHeadMusic herauskommen soll.

  • Tobias Thiele, voc, g

Aktuelle CD

  • Unerhört

AnniKa von Trier

Annika von Trier (Foto: Felix Broede)

Annika von Trier (Foto: Felix Broede)

Sie ist Sängerin, Performancekünstlerin und Autorin, seit 1994 professionell mit Eigenproduktionen und ihren drei Kunstfiguren unterwegs auf Festivals, Theater- und Varietébühnen in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien, Luxemburg, Holland, der Türkei, auf den Kanaren, in Indien, Australien und den USA. 2015 erschien ihr “Tagebuch einer Hospitantin – Berlin/ Volksbühne 1992/93”. Seit Januar 2016 ist sie als Urbane Liederschreiberin mit dem Programm »Gerade jetzt!« zu erleben. 2017 erschien ihr Text “Hannahs Garten oder die dadaistin verwandelt alles in blumen” als Kunstdruck bei vogelpresse.de. AnniKa von Trier erhielt 2017 den deutsch-französischen Chansonpreis und ein Stipendium für Literatur. Für RBB Kultur und SWR 2 Tandem ist sie als Feature-Autorin tätig.

  • AnniKa von Trier, acc, g, voc

Aktuelle CD

  • Gerade jetzt!

Rüdiger Bierhorst

Rüdiger Bierhorst

Rüdiger Bierhorst

Seine Songs lassen einen spüren, dass ein leidenschaftlicher Handwerker getüftelt hat. Keine hingerotzten schontausendmalgehört-Zeilen, sondern wohl durchdachte, dabei aber verspielte Arbeit. Er besingt alles, was der Normalo, der Nicht-Liedermacher auch besingen würde, wenn er denn könnte. Sei es der “Montag”, an dem wohl viele unter uns gerne mit 37,5 Grad Celsius schon kurz vor der Büro-Ohnmacht stehen würden. Oder die “Muse”, die ihren Pflichten nicht nachkommen will und dem Herrn Liedermacher die entsprechenden Küsse verweigert. Rüdiger Bierhorst ist etwas Besonderes, ist ironisch, schmutzig, sarkastisch, genial-witzig und tiefgründig. Ein Fußvolk-Entertainer, der sich heimlich in die Herzen der Zuhörer schleicht und diese im Regelfall auch gleich ganz dreist für immer und ewig besetzt.

  • Rüdiger Bierhorst, voc, g

aktuelle CD

  • Unerreichbar

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Vorschau: Wessen Welt… (Konzert)

Ryan Harvey, Kareem Samara, Shireen

Ryan Harvey, Kareem Samara, Shireen

Ryan Harvey (USA), Shireen (NL) & Kareem Samara (Palästina)

Der Singer-Songwriter Ryan Harvey machte Anfang letzten Jahres Schlagzeilen mit seinem Song “Old Man Trump”. Den Text hatte Woody Guthrie Anfang der 1950er Jahre über seinen damaligen Vermieter Fred Trump geschrieben, den Vater Donald Trumps.

Ryan Harvey ist ein politischer Musiker und Aktivist, der mit Tom Morello, dem Gitarristen von “Rage against the machine” im Juni 2015 das Label Firebrand Records gegründet hat, das Künstler unterstützt, die politisch relevante und sozial bewusste Musik schreiben.

Jetzt führt er mit dem in London lebenden palästinensischen Multiinstrumentalisten Kareem Samara und der niederländischen “Krisen-Folk-Sängerin” Shireen amerikanische und arabische Protestmusik zusammen und tourt mit Songs über den arabischen Frühling, die weltweite Flüchtlingskrise, den Krieg in Syrien und weiteren “nach 2001-Themen” seit 2016 durch die Welt.

Heinz Ratz

Heinz Ratz

Strom & Wasser

Die Damen und Herren von Strom & Wasser halten nicht nur durch ihre wilde Mischung aus Politik, Party und anspruchsvollen Texten das Konzertpublikum im Bann – auch ihre politischen Aktionen sind spektakulär. 1000 km sind sie für Obdachlose durch die Republik gelaufen, 800 km für den Artenschutz durch deutsche Flüsse geschwommen, fast 7000 km für Flüchtlinge durch die Lande geradelt – um dann mit Weltklasse-Musikern auf Tour zu gehen, die in deutschen Flüchtlingslagern ohne Auftrittsmöglichkeiten leben. Im Herbst 2016 gründete Heinz Ratz, Frontmann von Strom und Wasser, gemeinsam mit Konstantin Wecker das Büro für Offensivkultur (BOK), eine Art kulturelle Eingreiftruppe, die Künstlern, Veranstaltern und Vereinen ein schnelles Reagieren auf Menschenrechtsverletzungen, rechte Bedrohung oder Umweltdelikte ermöglichen will.

Calum Baird

Calum Baird

Calum Baird

Der schottische Singer-Songwriter Calum Baird schreibt und spielt in einem folkigen Blues-Stil Songs, die auf genauen soziale Beobachtungen basieren und politische Kommentare nicht scheuen.

Seit seiner Debüt-EP “Nothing to lose” 2014 trat Calum gemeinsam mit vielen bekannten schottischen Künstler*innen sowie internationalen Acts wie David Rovics (USA) und Banda Bassotti (Italien) auf. Sein Album “No Right Turn” wurde 2016 zum schottischen Album des Jahres nominiert. 2017 war Calum zum ersten Mal in Berlin, beim “Liederpodium” im Festival Musik und Politik und bei der “Fiesta de Solidaridad” von Cuba Sí.

 

 

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Vorschau: Festival-Extra Daniel Viglietti

Gemeinsame Veranstaltung des Verlags 8. Mai (junge Welt, Melodie & Rhythmus), Redhead Music und WABE im Festivalprogramm

Freunde feiern sein Werk – Hommage für Daniel Viglietti

auf der Bühne: Rolf Becker, Hans-Eckardt Wenzel, Frauke Pietsch, Nicolás Miquea, Frank Viehweg, Tobias Thiele, Tiempo Nuevo

Daniel Viglietti und Rolf Becker

Daniel Viglietti und Rolf Becker

Daniel Viglietti, die letzte große Stimme des “Neuen Gesangs” Lateinamerikas, starb am 30. Oktober 2017 im Alter von 78 Jahren. Noch im Februar des Jahres hatten der uruguayische Liedermacher und der deutsche Schauspieler Rolf Becker, Jahrgang 1935, auf der Festveranstaltung “70 Jahre Tageszeitung junge Welt”, ein einmaliges Konzert im Berliner Kino International gegeben. Das Duo beging nicht nur das Jubiläum des linken, überregionalen Blattes, sondern feierte auch seine persönliche Wiederbegegnung. Rolf Becker trug, begleitet von Daniel Viglietti an der Gitarre, entscheidende Textpassagen in deutscher Übersetzung vor. Lyrik, Melodie und Atmosphäre fesselten bis zur letzten Minute die 700 Leute im ausverkauften Kinosaal.

Viglietti nahm während seiner Zeit im Exil, in das er 1973 vor der Militardiktatur in Uruguay geflohen war, und auch danach am Festival des politischen Liedes in Berlin teil (1974, 1980 und 1989). Aufgrund seiner zahlreichen Besuche in Ost- und Westdeutschland konnte er die Entwicklung der beiden deutschen Staaten über viele Jahre beobachten. Bereits 1973 begegnete er in Köln Rolf Becker bei Hörspielproduktionen, die im Zusammenarbeit mit dem WDR entstanden. Dabei wurde unter anderen der “Canto General” des chilenischen Dichters Pablo Neruda bearbeitet.

Freunde und Weggefährten Vigliettis wollen nun mit einem Konzert an den großen Liedermacher erinnern und sein Werk feiern. Denn er hinterließ ein poetisches und musikalisches Erbe, das über sein Leben und über Lateinamerika weit hinausreicht.

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Vorschau: Liederpodium 2018

Der Sonntagnachmittag gehört auch im Festival 2018 den Neu- und Wiederentdeckungen: sechs Vertreter des Genres “Singer/Songwriter” zeigen Ausschnitte aus ihren Programmen. Das “Liederpodium” ist in den letzten Jahren zu einem wichtigen Programmteil des Festivals geworden. Neugier auf Nachwuchskünstler und neue Bühnenprogramme, Wiedersehensfreude mit bekannten Interpreten, ein unterhaltsamer und bereichernder Nachmittag – all dies steckt in diesen drei Stunden.

Der Eintritt ist frei – Änderungen und Ergänzungen vorbehalten!

Mit dabei:

Dew Decker

Dew Decker (Foto: Gaga Nielsen)

Dew Decker (Foto: Gaga Nielsen)

ist bereits seit 2006 in verschiedenen Swing- und Jazzbands zu erleben. Dabei arbeitet sie mit Jazzgitarre und Gesang; beides nimmt sie inzwischen mit in ein stetig wachsendes Soloprojekt . Die Texte ihrer Lieder scheinen den Liedrahmen mitunter zu sprengen, doch gelingt es ihr, die Zuhörer zu fesseln und in den Bann dieser erzählt-gesungenen Geschichten zu ziehen. Und selbst wenn sie – als nominierte Teilnehmerin beim “Saddest Song Contest” 2016 – Schwarzheiten des Seins besingt, so lauert in der Tiefe doch stets noch ein Witz und mehr als ein Fünkchen Selbstironie.

elternhaus.ost

elternhaus.ost

“Schmunzl(melan)cholie” bietet Grygier, der Frontmann von elternhaus.ost, als Selbstbeschreibung des künstlerischen Programms an. Man könnte auch sagen: Lieder, die das Leben schreibt. In Friedrichshain. Nachts. Im sehr Dunkeln.
Die Songs kommen nicht aus der Hipster-FRH-XRB-Ecke, sondern wirken so echt wie “vom Sofa gespielt”. Und tatsächlich ist es die familiäre Atmosphäre, die Interaktion mit dem Publikum, welche eine der Besonderheiten dieser Musik (und gelesenen Texte) ausmacht.

Dennis B. Markheim

Dennis B. Markheim

Dennis B. Markheim

ist ein Singer/Songwriter aus dem Oderbruch. Er trägt den Kopf in den Wolken und sein Herz immer am rechten Fleck. Mit rhythmischer Musik auf der Akustikgitarre zieht er seit 2001 über das Land, hat dabei unzählige große und kleine Konzerte gegeben und sich in die Herzen seiner nicht nur ostbrandenburgischen Zuhörerschaft gespielt. Dabei reflektiert der Musiker nicht nur Persönliches wie Fehltritte, Beziehungen und alle Wirrungen um diese, sondern auch gesellschaftlich-politisch Prägendes seiner Welt, setzt sich mit seinem Verständnis von Heimat auseinander und schafft einen kreativen Ausgleich, wo Perspektivlosigkeit zu dominieren scheint. Niemals eindimensional entwirft der Künstler ein klangliches Stelldichein, welches nicht in Resignation verweilt, sondern ebenso vielschichtig wie die ihn umgebenden Eindrücke ist.

Dylan 42

Robert Zimmermann aka Bob Dylan hat so einige Antworten in seinen Songs, bei denen niemand die eigentliche Frage so richtig weiß. Trotzdem – oder gerade deshalb – finden Doreen & Maik Wolter seine Lieder so spannend und verarbeiten sie in ihrem Programm Dylan42 (Dylan for two).
Maik wuchs quasi mit den Songs der ersten Dylan-Platten auf und ist bis heute Fan geblieben. “Dylan hat sich in all den Jahren nie in eine Schublade stecken lassen” schwärmt er und natürlich ließen sich diese einfachen und doch sehr intelligenten Songs so wunderbar mit einer Stimme und einer Gitarre sofort spielen. Doreen hatte eigentlich keine wirkliche Wahl nachdem sie sich 17-jährig in den Westberliner Musiker verliebt hatte. Im Plattenschrank bei Maik zu Hause standen bereits 29 Alben dieses außergewöhnlichen Künstlers. Sie hörte die Titel zwar anfangs lieber von Maik gesungen, aber mittlerweile kann sie dem „Meister“ ziemlich viel abgewinnen. Freuen Sie sich auf einen interessanten Querschnitt aus dem scheinbar unergründlichen Repertoire des “Mister Dylan” – richtig gut handgemacht mit Gitarre, Bass, Mundharmonika und zwei wunderbar harmonierenden Stimmen.

Lari und die Pausenmusik

Lari und die Pausenmusik

Mit dem bemerkenswerten Wort-Stolperstein “Liedermaching Akustik Rock” betiteln sich Lari und die Pausenmusik. Dahinter verbergen sich in wechselnden Besetzungen bis zu vier Musiker aus dem Wedding, die mit ihrem Programm “Liebe, Schnaps und Revolution” Cafés, Kneipen und Klubs zum Beben und Schwingen bringen. Feinste Gitarrenklänge und mitreißende Beats treffen auf freche Texte mit Inhalt – jung, politisch und ganz anders als der übliche Pop-Popanz. Thematisch schlagen sie den Bogen von der Macht sozialer Netzwerke, des “sich Einmischens”, bis hin zum unvermeidlichen Tresenblues. Ebenso facettenreich und experimentierfreudig ist ihre Musik. Genre-Grenzen sind ihnen wurscht. Im April 2016 veröffentlichten sie ihre erste EP.

Johanna Zeul

Johanna Zeul

Moderiert wird der Nachmittag von Johanna Zeul, die auch selbst einiges aus ihrem zwischen Punk und NDW pendelnden Liedschaffen gucken lässt. Die Trägerin des Rio Reiser Songpreises und Udo Lindenberg Panikpreises, die “… mit dem Finger in der Steckdose schläft”, definiert mit ihrer Mischung aus Hintersinn und Übermut  das kleine Wörtchen Bühnenpräsenz völlig neu. Ihre Auftritte leben von prägnantem Gitarrenstil, intelligenten deutschen Texte und Melodien, die sich fest im Ohr verankern. Markenzeichen von Johanna Zeul sind extreme Kontraste, Rhythmus und eine sprudelnd wilde Energie. Johanna Zeul ist mit ihrer Single„SANDMANN“ beim Bundesvision Songcontest 2012 für Sachsen- Anhalt angetreten, wonach Spiegel Online vermerkte: “Bester Auftritt: Johanna Zeul”. Und der musikexpress urteilte: “Die FAZ verglich Johannas Strahlkraft mit den besten Zeiten der Neuen Deutschen Welle, andere ziehen z.B. Wir Sind Helden an den Haaren herbei – eine Unverschämtheit: Nichts davon war je annähernd so heiß, so direkt und so gut.”

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Ausstellung über Woody Guthrie in Heilbronn

Woody Guthrie

Woody Guthrie

Die Volkshochschule Heilbronn zeigt zum Auftakt des Wintersemesters die Ausstellung “This Land Is Your Land – Woody Guthries Amerika”. Diese Wanderausstellung wurde anlässlich des “Festivals Musik und Politik 2012” vom Verein Lied und soziale Bewegungen e.V. (Berlin) und The Woody Guthrie Foundation & Archives (New York) erstellt.

Woodys Tochter Nora Guthrie und der Journalist Michael Kleff geben zur Ausstellungseröffnung eine Einführung in das damals wie heute aktuelle Werk des vor 50 Jahren verstorbenen Künstlers.

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Wanderausstellung wandert ins BAIZ

Eröffnung der Ausstellung “Enkel und anderes Folk – Umbrüche in den 70ern”

Reinhold Andert singt, Lutz Kirchenwitz spricht mit ihm

Die frühen 70er Jahre waren eine Zeit der Hoffnung in der DDR und die X. Weltfestspiele der Höhepunkt der FDJ-Singebewegung. Danach geriet sie in die Krise. Viele Singeklubs lösten sich auf oder formierten sich neu. Eine neue Liedszene mit Liedermachern, Liedertheatern und Folkgruppen entstand. Die Ausstellung zeigt, wie Folkländer, Karls Enkel, Schicht, Brigade Feuerstein und andere nach neuen Wegen suchten und ausprobierten, was “ging” und was “nicht ging”.

Vom 18.04. bis 10.05. hängt die Ausstellung, welche beim diesjährigen “Festival Musik und Politik” vorgestellt wurde, im BAIZ, u.a. mit folgenden Tafeln:

  • “Lied und Singe nach den X. Weltfestspielen”
  • “Der Fall Biermann”
  • “Folkszene”
  • “Liedertheater Karls Enkel”
  • “Gruppe Schicht”
  • “Brigade Feuerstein”

Zur Eröffnung singt Reinhold Andert, geboren 1944 in Teplitz-Schönau, Liedermacher und Autor, 1966 bis 1973 Mitglied des Oktoberklubs, 1972/73 Leiter der Liedgruppe beim Org.-Komitee der X. Weltfestspiele, seit 1973 freischaffend.

Die Ausstellungen des Vereins “Lied und soziale Bewegungen” sind als Wanderausstellungen konzipiert und können bei uns entliehen werden.