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20. Festival Musik und Politik vom 29.-31. März 2019 in der Volksbühne Berlin*

Zum ersten Mal seit seinem Bestehen fand das Festival im März statt. Mit mehr als 10 großen und kleineren Konzerten, einer umfangreichen Ausstellung + Podiumsgespräch präsentierte sich das Festival Musik und Politik in seinem Jubiläumsjahr. Besinnlich, kritisch, kämpferisch, verspielt, geradeaus und aufmunternd – 3 Tage Festival im ganzen Haus – täglich gab es Musik ab 16 Uhr, auch bei freiem Eintritt:

*mit einer Auftaktveranstaltung am 26. März im SO36

>> Programm 2019

Dr. Klaus Lederer

Dr. Klaus Lederer

Grußwort:

Nun ist es also fast geschafft, das legendäre Festival des politischen Liedes nach Jahren einzuholen. Was in den Jahren bis 1990 wurzelt, ist durch den Enthusiasmus der Festivalmacher*innen aufgehoben und weiterentwickelt worden. Ich freue mich, dass das 20. Festival in der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz stattfindet und auch so eine Brücke zu seiner großen Tradition schlägt.

Dresens Gundermann-Film ist im vorigen Jahr dafür gewürdigt worden, wie er die Widersprüchlichkeit der DDR zeigt, gerade und vor allem, wenn man für Freiheit, Demokratie und Sozialismus stand. Dass das Festival Gundermann mit Musik seiner Erben feiert, ist wunderbar, genauso wie das gesamte Programm von Künstler*innen, die mit Musik und Text für gesellschaftlichen Fortschritt zu streiten, sich Dumpfheit und nationalem Ungeist entgegenstellen.

Ich wünsche dem Festival Musik und Politik 2019 großen Erfolg und viele Besucher. 

Dr. Klaus Lederer
Senator für Kultur und Europa

Hintergrund:

Von 1970 bis 1990 gab es das Festival des politischen Liedes in Berlin, einen Treffpunkt politisch engagierter Musiker aus der ganzen Welt mit interessiertem Publikum. 1991 bis 1994 setzte der ZwischenWelt-Förderverein für ein progressives Kulturfestival die Tradition des Festivals des politischen Liedes fort. Nach seiner Auflösung fanden bis 1999 keine weiteren Festivals statt.

Im Jahr 2000 gelang mit einem kleinen, aber erfolgreichen Festival ein Neustart unter veränderten Vorzeichen. Die heutige inhaltliche Ausrichtung manifestiert sich seit 2001 in einem neuen Namen: Festival Musik und Politik.

Der Veranstalter, Lied und soziale Bewegungen e.V., ist ein gemeinnütziger Verein, der sich dem politischen Lied verschrieben hat. Im Archiv sammelt er seit 1991 Lieder und Dokumente der neuen Liedkultur seit den 60er Jahren, insbesondere der Liedermacher- und Singebewegung der DDR und des internationalen Festivals des politischen Liedes in Berlin (1970-1990).

Seit dem Jahr 2000 veranstaltet der Verein das Festival Musik und Politik, Konzerte, Diskussionen und Ausstellungen, gibt Broschüren heraus und unterstützt journalistische, wissenschaftliche und künstlerische Projekte.

Graffiti in Chile

Victor-Jara-Graffiti in Chile (Foto: Barbara Thalheim)