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Vorschau: Das Festival historisch

Enkel und anderes Folk – Umbrüche in den 7oern

Ausstellung, Gespräch, Liederkino, Konzert

Die frühen 70er Jahre waren eine Zeit der Hoffnung in der DDR und die X. Weltfestspiele der Höhepunkt der FDJ-Singebewegung. Danach geriet sie in die Krise. Viele Singeklubs lösten sich auf oder formierten sich neu. Eine neue Liedszene mit Liedermachern, Liedertheatern und Folkgruppen entstand. An die Stelle der Klubs traten kleinere Gruppen mit speziellem  Profil und Einzelkünstler, beides zunehmend auch auf professioneller Basis.

Dennoch blieb die Singebewegung noch längere Zeit so etwas wie ein Dach für die gesamte Liedszene. Bei Veranstaltungen wie dem Festival des politischen Liedes, dem Liedersommer der FDJ oder den Werkstattwochen der Singeklubs traten stets auch Liedermacher, Liedertheater und Folkgruppen auf. Im Berliner Haus der jungen Talente bestand ein FDJ-Singezentrum, das ab 1977 im Keller des Hauses als ständige Veranstaltungsstätte den OKK betrieb, 1978-1983 Folklorefestivals veranstaltete und viele Aufführungen des Liedertheaters Karls Enkel ermöglichte.

Beim diesjährigen Festival zeigen wir zu diesem Thema eine Ausstellung mit umfangreichem Archivmaterial, treffen uns zu einem Gespräch mit Vertretern dieser künstlerischen Richtung und zeigen Filmmaterial des DDR-Fernsehens im Liederkino. Als Höhepunkt des Eröffnungsabends findet in der WABE ein Konzert mit zahlreichen Musikern der DDR-Liedermacherbewegung statt.

Die Ausstellung ist nach der Eröffnung bis zum Sonntagabend in der Jugendtheateretage zu sehen; anschließend entleihbar.

Ausstellungstafeln:

  • Lieder zu den X.
  • Lied und Singe nach den X. Weltfestspielen
  • Der Fall Biermann
  • Folkszene
  • Liedertheater Karls Enkel
  • Gruppe Schicht
  • Brigade Feuerstein
  • Liedermacher
  • Lieder in den Medien

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