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Konzert “Wiener Schmäh”

In Zusammenarbeit mit “Helle Panke” e.V. – Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin und dem Österreichischen Kulturforum Berlin

Beatrix Neundlinger

Beatrix Neundlinger

9dlinger

Besetzung:

  • Beatrix Neundlinger, voc, sax, fl
  • Peter Marnul, voc, mand, v, acc
  • Peter Rosmanith, dr
  • Abdula Ibn Quadr, v, voc
  • Alfred Stütz, b, voc

Beatrix Neundlinger war ab 1969 Mitglied der Gruppe Milestones und ab 1976 der legendären österreichischen Politirockband Schmetterlinge. In den Folgejahren widmete sie sich dem Kindertheater, führte Theaterworkshops durch und wurde auch in der Erwachsenenbildung tätig. 2004 gründete sie als Reflex auf die innenpolitische Situation in Österreich die Band “9dlinger und die geringfügig Beschäftigen”. Das Anliegen war, politische Songs zur aktuellen Lage fern des Arbeiterliederklischees zu machen.

Heinz R. Unger, der bereits in den 70er Jahren für die Schmetterlinge geschrieben hatte (u.a. “Proletenpassion” und “Herbstreise”), schrieb neue Texte über Themen wie Arbeitsmarkt, digitale Welt, soziales Klima, individuelle Ignoranz bis hin zu persönlichen Reflexionen über Liebe und Leben. Peter Marnul vertonte sie und schuf einen Sound zwischen Weltmusik und Chanson.

Heinz R. Unger beschreibt das Anliegen der Formation so: “Man überlege, was hier geschieht: Eine starke Frau mit einer starken Vergangenheit bäumt sich auf und sammelt einen Trupp erlesener Musiker um sich. Gemeinsam wollen sie, fern abseits vom Mittelmaß, zeitkritische Lieder über die Lage von Menschen in einer kalten Welt zum Besten bringen.”

Ernst Molden & Walther Soyka

Besetzung:

  • Ernst Molden, g, voc
  • Walter Soyka, Knöpferlharmonika
Ernst Molden, Walter Soyka

Ernst Molden, Walter Soyka

Ernst Molden ist gegenwärtig einer der wichtigsten Liederschreiber und Sänger in Österreich.

Orientierungspunkte sind für ihn Bob Dylan, Franz Josef Degenhardt, Die Schmetterlinge und Sigi Maron. Willi Resetarits verdankt er den Anstoß, sich ganz dem Dialektlied zu widmen.
Das zeitweilige Enfant terrible Ernst Molden wird in eine Wiener Literaten- und Publizistenfamilie hineingeboren. Hat ein abgebrochenes Germanistikstudium vorzuweisen, war stattdessen Polizeireporter und Beilagenredakteur der “Presse”. Bis er den Sprung in die Beletage der Kulturstadt Wien schaffte. 1991 bis 1993 Dramaturg und Hausautor am Wiener Schauspielhaus unter Hans Gratzer. Seit 1993 Musiker und Schriftsteller. Seine mittlerweile sieben Bücher und sieben CDs sind allesamt Topseller und zeigen die verschlungenen Wege des sensiblen Künstlers auf.

Seit einigen Jahren spielt Ernst Molden mit Walther Soyka zusammen, einem der wunderbarsten Musiker, die Wien zu bieten hat. Walther Soyka war viele Jahre tragende Säule der “Roland Neuwirth Extremschrammeln” und zählt zu den wichtigsten Harmonika-Innovateuren und -Produzenten des Landes.

Die Strottern

Die Strottern

Die Strottern

Besetzung:

  • Klemens Lendl, voc, v
  • David Müller, voc, g

Die Stars des avancierten Wienerlieds entführen ihre Zuhörer in die Welt der Wiener Musik. Hochmusikalisch erinnern die beiden Jazzmusiker an den Wiener Schmäh eines Helmut Qualtinger und Hans Moser und mit ihren kuriosen, jazzlastigen (Pizzicato-)Improvisationen an die skurrile Musikalität eines Helge Schneider. Zudem sind Die Strottern begnadete Kommunikatoren, die ihr Publikum mit witziger und intelligenter Ansprache in den Bann ziehen. Ihre (schwarz-) humorigen Erläuterungen zu den Texten des alten und heutigen Wien amüsieren auch jeden Nicht-Österreicher und lassen zu keiner Zeit Verständnisschwierigkeiten aufkommen.

2006 erhielten die Strottern den Österreichischen World Music Award und 2009 den Amadeus Austrian Music Award in der Kategorie Jazz/World/Blues.

Übrigens: Der Name der Strottern leitet sich von dem Altwiener Ausdruck Strotter her, der für “Gauner, Landstreicher, Strauchdieb, Gelegenheitserwerb Suchende” steht. Im Wiener Mundartwörterbuch steht auch: “Die nach Verwertbarem suchen”. Und das machen die Strottern im mehr oder weniger reichen Wiener Liedschatz. Und wenn
sie nichts finden, singen sie ihre eigenen Lieder.

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