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Veranstaltungsorte (fast) komplett

Maxim Gorki TheaterMit dem Maxim-Gorki-Theater hat sich nach langer Suche nun ein passender Ort gefunden, um unseren Themenschwerpunkt Chile am Sonntag, dem 24. Februar 2013 zu präsentieren.

QuilapayunNeben einem großen Konzert, u.a. mit den chilenischen Künstlern Quilapayún (feat. Alfonso Pacin und Romain Lecuyer) und Pascuala Ilabaca y Fauna, planen wir im MGT auch ein Gespräch mit spannenden Gästen unter dem Titel “Die weißen Mäuse des Milton Friedman. Chile – Labor des Neoliberalismus” (Gesprächsleitung: Stefan Körbel).

Detaillierte Informationen zu den Veranstaltungen und aktuelle Künstlerinfos stellen wir kontinuierlich in den nächsten Wochen hier zur Verfügung. Wir würden uns über das Weitertragen und -teilen unserer Ankündigungen freuen.

Quilapayun

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Neue Radiosendung voraus!

Rockradio.deAm 30. November gibt es auf Rockradio.de und UKW 88vier (ALEX) im Berliner Raum eine weitere Ausgabe der Radiosendung mit Petra Schwarz, Festivalvertreterin und Jurorin der Liederbestenliste. Auch in dieser Ausgabe wird sie wieder Künstler des Festivals 2013 vorstellen und Informationen zu den geplanten Veranstaltungen geben.

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Die besondere CD: Franz Josef Degenhardt – Freunde feiern sein Werk

Die Musikzeitschrift Melodie & Rhythmus und die Tageszeitung junge Welt organisierten im Dezember 2011 ein Konzert zum 80. Geburtstag des Liedermachers Franz Josef Degenhardt*. Kurz vor dem Konzert verstarb dieser, einer der „Väter“ der deutschen Liedermacherszene; so wurde die Veranstaltung im Berliner Ensemble, bei der 25 Liedermacher aller Altersstufen sein Werk interpretierten, zu einer Gedenkveranstaltung. Doch nicht Trauer und Rückblick prägten das Konzert, sondern Entdeckerfreude über die vielfache, vielfältige, vielfarbige Deutung seines Werkes durch die Musikerkollegen.

Die daraus entstandene Doppel-CD vereint unterschiedliche Pole der deutschen Liedermacherszene. Ihre gemeinsame Klammer ist das Werk Degenhardts und der Einfluss, den dieser künstlerisch und politisch auf mehrere Generationen ihm Nachfolgender ausübte. Das starke, intensive Erlebnis dieses Livemitschnitts resultiert aus der zeitlosen und zugleich aktuellen Kunst Degenhardts und der Entdeckerfreude, die sich mit den Interpretationen einstellt. Die vorliegenden 158 min aus dem Livemitschnitt von Radio Eins bieten damit nicht nur einen hervorragend zusammengestellten Rückblick auf das Werk Degenhardts, sondern ebenso einen spannenden Ausblick auf die aktuelle deutsche Liedermacherszene.

*Franz Josef Degenhardt trat 2001 beim Festival Musik und Politik auf

Franz Josef Degenhardt – Freunde feiern sein Werk
2012 Verlag 8. Mai GmbH – Koch/Universal Music
Gesamtspielzeit ca. 158 min 

 

>>> CD im M&R-Shop 

CD 1

  1. Konstantin Wecker & Prinz Chaos II. – Intro
  2. Max Prosa – Gelobtes Land
  3. Max Prosa – Abgründe der Stadt
  4. Gisela May – Lied von der Unzulänglichkeit des menschlichen Strebens
  5. Barbara Thalheim – Dies Land ist unser Land
  6. Barbara Thalheim – So lebten wir in Zeiten der Stagnation
  7. Wiglaf Droste – Wölfe mitten im Mai
  8. Wiglaf Droste – Für immer
  9. Götz Widmann – Deutscher Sonntag
  10. Götz Widmann – Proletarier sucht Frau
  11. Dota Kehr – Ein schönes Lied
  12. Dota Kehr – Utopie
  13. Goetz Steeger – Fenster
  14. Goetz Steeger – Die Ernte droht
  15. Kai Degenhardt – Ich ging im letzten MaiFranz Josef Degenhardt - Freunde feiern sein WErk
  16. Kai Degenhardt – Tag im Mai
  17. Frank Viehweg – Linke Liste

CD 2

  1. Frank Viehweg – Hier, wo ich lebe
  2. Joana – Und mit Dir wollt‘ ich mal nach Gretna Green
  3. Joana – Kirschenzeit
  4. Daniel Kahn – Die alten Lieder
  5. Daniel Kahn – The good old bad old days
  6. Konstantin Wecker – Weiter im Text!
  7. Prinz Chaos II. – Ballade vom Edelweisspiraten Nevada Kid
  8. Prinz Chaos II. – Unser Berlin
  9. Konstantin Wecker & Prinz Chaos II. – Empört Euch!
  10. Jan Degenhardt – Fuchs auf der Flucht
  11. Jan Degenhardt – Mantel aus Brokat
  12. Hannes Wader – Reiter wieder an der schwarzen Mauer
  13. Hannes Wader – Alter Freund
  14. Franz Josef Degenhardt – An der Quelle

 

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Festivalvorschau und mehr bei Rockradio

Rockradio.deAm 26. Oktober 2012 stellt die Moderatorin Petra Schwarz in ihrer neuen Sendung bei Rockradio.de einige Highlights aus dem Festival 2013 vor, unter anderem die Förderpreisträger der Liederbestenliste „CaroKisteKontrabass“.

Über die Liederbestenliste gibt es in der Sendung noch mehr zu hören: so wird die aktuelle Wertung des Juryteams verkündet und es gibt einen Bericht vom „Liederfest“ im September in Mainz.

Berliner können am UKW-Radio live dabei sein, für alle anderen gibt es einen Livestream der Sendung über das Internet.

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Festival Musik und Politik 2013 – Vorschau

Org-BüroVom 21. bis 24. Februar 2013 findet in Berlin wieder das Festival Musik und Politik statt. In den nächsten Tagen und Wochen werden wir an dieser Stelle das Programm und die Künstler genauer vorstellen.

Mit einem Schwerpunkt zum Thema „Chile – 40 Jahre danach“ möchten wir an den Putsch gegen die gewählte Regierung Salvador Allendes im Herbst 1973 erinnern. Auch die traditionsreiche Veranstaltung „Liederbestenliste präsentiert“ findet wieder ihren Platz in unserem Festival. Gesprächsrunden und Podiumsdiskussionen runden das musikalische Programm ab, zudem präsentieren wir wie jedes Jahr eine Ausstellung.

Wir bitten Sie, unsere Programme und Informationen weiterzutragen, zu teilen, zu abonnieren und zu empfehlen. Außerdem laden wir herzlich zur Kommunikation auf unsere Facebook-Seite ein.

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Woody Guthrie Birthday Bash am 14. Juli im Monarch Berlin

Gestaltung: Nafi Mirzaii

Gestaltung: Nafi Mirzaii

Am 14. Juli diesen Jahres wäre der US-amerikanische Singer-Songwriter Woody Guthrie 100 Jahre alt geworden. Zu seinen Lebzeiten nur lokal berühmt, wurde er mit seinen heimatverbundenen Liedern “This Land Is Your Land” oder “Pastures of Plenty” bald zu einer US-amerikanischen Nationalikone. Da der Nonkonformist, der in den 30er und 40er Jahren aktiv war, aber nicht nur vehement eine Verbesserung des Lebens der “einfachen Menschen” forderte, sondern auch selbst einen radikalen und freien Lebensstil führte, wurde er nicht nur zum Idol der Folkbewegung der frühen 60er, sondern inspirierte auch Punkmusiker wie Joe Strummer von The Clash oder sozialkritische Musiker wie Bruce Springsteen.

Im Monarch wird es eine kurze Einführung in Guthries Leben und seine Zeit mit ein paar Bilden dazu geben – danach spielen in Berlin beheimatete Musiker/innen für ihn auf: Musik von Woody Guthrie, in ihrer eigenen, heutigen Interpretation, und Musik, die von ihm inspiriert ist. Es soll eine “Hootenanny” werden, ein lockeres gemeinsames Musizieren mit Gästen, wie es Guthrie mit seinen Freunden Pete Seeger und Lead Belly und anderen Folkmusiker/innen der New Yorker Szene einst veranstaltet haben.

Musiker/innen, die sich angesprochen fühlen, können sich auch gern noch hier melden. Die Veranstaltung beginnt pünktlich um 20 Uhr – wir müssen nämlich leider um 22:30 Uhr schon wieder aufhören. Aber es gibt dazu noch einen Woody Guthrie-Abend in der Neuköllner Musikkneipe Laika, wohin man dann ziehen kann, wenn man noch in der entsprechenden Stimmung ist.

(Barbara Mürdter, popkontext)

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Woody Guthrie – Ausstellung in München

Das Amerika-Haus in München und das US-Generalkonsulat ebenda veranstalten in Zusammenarbeit mit der Woody Guthrie Foundation & Archives zum 100. Geburtstag des weltbekannten Sängers eine Musik-Theater-Aufführung. Zudem wird die Ausstellung „This Land Is Your Land“ für zwei Wochen in München gezeigt.Aus der Ankündigung der US-Botschaft in Berlin:

Woody Guthrie, amerikanischer Singer/Songwriter und Chronist der 30er und 40er Jahre, ist eine Ikone der amerikanischen Kultur und hat Musiker in aller Welt inspiriert, von Bob Dylan – der sich einmal als „Woody Guthrie Jukebox“ bezeichnete – bis zu Ani DiFranco, Bruce Springsteen und Billy Bragg. Am 14. Juli 2012 wäre Guthrie 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass finden in den USA und anderen Ländern das ganze Jahr über Veranstaltungen statt, die sich dem Leben und dem Werk des Songwriters und Musikers widmen. Das US-Generalkonsulat München würdigt den 100. Geburtstag Woody Guthries im Juli mit gleich zwei Veranstaltungen:

Am Dienstag, den 10. Juli 2012 wird das Musical “Woody Sez – The Life And Music of Woody Guthrie“ (in englischer Sprache) im Amerika Haus München zur Aufführung gebracht. Der Titel geht auf eine gleichnamige Kolumne zurück, die Woody Guthrie in den Dreißigerjahren für die kommunistische Zeitung People’sschrieb. Das Publikum erfährt nicht nur etwas über Guthries Lieder, sondern auch über sein Leben, seine Leidenschaft und seine Schwächen. Woody Guthrie ist Troubadour, Hofnarr und politisierender Bänkelsänger in einer Person. Wie viele andere vor ihm schrieb er oft neue Texte zu alten Liedern und Melodien, Texte, mit denen die traditionellen Fiddletunes, Schurkenballaden, Kinder- oder Liebeslieder einen neuen, tieferen Sinn bekamen. Woody Guthrie wollte mit seiner Musik den Menschen eine Stimme verleihen, die in der Gesellschaft nicht gehört wurden. Woody Sez legt davon Zeugnis ab. Das Programm holt Guthries Anliegen in die Jetztzeit. Mit einer Musik, die uns irgendwie vertraut ist. Ganz nach seinem Motto: „Ich möchte nur als der bekannt sein, der dir etwas erzählt, was du eigentlich schon längst weißt.“

Begleitheft zur Ausstellung

Begleitheft zur Ausstellung in unserem Shop erhältlich

Es spielen vier Schauspieler/Musiker in typischer Folkbesetzung (Gitarre, Bass, Banjo, Geige usw.):

  • David M. Lutken
  • Ruth Clarke Irons
  • Helen Russell
  • Andy Teirstein

Beginn: 20.00 Uhr

Eintritt: € 14/10; Reservierung 089 552537-0

Tags drauf, am Mittwoch, den 11. Juli 2012 wird im Münchner Gewerkschafthaus (Schwanthalerstr. 64) die Ausstellung „This Land Is Your Land“ eröffnet. Die Wanderausstellung zeichnet Guthries bewegten Lebensweg nach und zeigt ihn als vielseitigen Musiker, Schriftsteller, Entertainer, bildenden Künstler und „Politiker“. Woody Guthrie erlebte einige der bedeutendsten historischen Ereignisse des 20. Jahrhunderts – die Weltwirtschaftskrise, die großen Staubstürme, den Zweiten Weltkrieg, die sozialen und politischen Umwälzungen in Folge des Kalten Kriegs. Guthrie nahm das alles auf und beschrieb in seinen Liedern, seiner Prosa und Lyrik die Not der Menschen. Die Ausstellung stellt Guthries Lieder vor, die er selbst als „people’s songs“ bezeichnete. Außerdem werden seine Zeichnungen, Gemälde und Illustrationen gezeigt, und es wird ein Einblick in das 1996 von Tochter Nora Guthrie in New York eröffnete Woody-Guthrie-Archiv vermittelt.

Es sprechen:

  • Michael Kleff, Vorstandsmitglied der Woody Guthrie Foundation, New York, und Chefredakteur der Musikzeitschrift Folker
  • Dr. Alexander Klier, Leiter des DGB Bildungswerks München
  • Konsul John Crosby, US-Generalkonsulat München

 

Beginn: 19.00 Uhr

Eintritt: frei

Ausstellungsdauer: 12.-26. Juli 2012

Öffnungszeiten: Mo-Fr, 6.30-22.00 Uhr

 

Veranstalter: Lied und Soziale Bewegungen e.V. (Berlin), Woody Guthrie Foundation & Archives (New York), DGB Kreisverband München, KulturForum der Sozialdemokratie in München e.V., B.A.Z. Amerika Haus, US-Generalkonsulat München

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Ausstellungseröffnung, Konzert und Filmvorführung

Die Ausstellung „Ostberlin – Westberlin. Musik und Politik in den 7oer/80er Jahren“ wird an zentraler Stelle in Berlin noch einmal für fast einen ganzen Monat zu sehen sein. Am Vorabend des ersten Öffnungstages lädt der Verein „Lied und soziale Bewegungen“ zur Vernissage mit Konzert und Filmvorführungen.

Zur Ausstellung:

Wolf Biermann, Die Drei Tornados, Karls Enkel, Lokomotive Kreuzberg, Oktoberklub, Gerulf Pannach, Barbara Thalheim, Ton Steine Scherben – Namen von Künstlern und Gruppen, die für die politisierten Musikszenen der 70er und 80er Jahre in Ost- und Westberlin stehen. Eine Mauer war zwischen ihnen, es gab Gegensätze, aber auch Kontakte und Gemeinsamkeiten.

Daß die Welt zu verändern und Musik politisch, ja möglichst eine „Waffe“ zu sein habe, schien damals selbstverständlich zu sein. Gegen den Kapitalismus war man meist, am realen Sozialismus aber schieden sich die Geister und in den Fragen der konkreten politischen und künstlerischen Strategien erst recht.

Die Ausstellung begibt sich auf Spurensuche in die 70er und 80er Jahre. Porträts von Künstlern und Gruppen, Dokumente von Veranstaltungen und Ereignissen werden gezeigt.

Zur Eröffnung singt der Liedermacher Stefan Körbel, Lutz Kirchenwitz zeigt Filmausschnitte.

Ostberlin-Westberlin

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Veranstaltungstipp: HOOTENANNY im HABBEMA

Mittwoch, 11. April, 19.30 Uhr
Unkostenbeitrag: 5 Euro

HOOTENANNY im HABBEMA
Bühne der Peter-Hacks-Gesellschaft
10405 Berlin-Prenzlauer Berg, Mülhauser Str.6, Hofgebäude / Ecke Prenzlauer Allee
www.peter-hacks-gesellschaft.de

Amerikanische Hootenannys in Deutschland – und der Kanadier Perry Friedman

Kaum ist der Frühling da, werden wieder „Lieder im HABBEMA“ gesungen, aber diesmal nicht nur vom Podium aus, sondern gemeinsam mit den Leuten im Saal wie bei den Hootenannies in den 1960er Jahren. Die waren damals nicht nur im englischsprachigen Raum angesagt. In Deutschland – Ost wie West – war es der Pete-Seeger-Schüler Perry Friedman, der die alten Volkslieder entstaubte und die Leute zum Singen brachte.

Deshalb haben wir Brigitte Friedman zum Gespräch eingeladen, die Perrys Autobiografie aus dem Englischen übersetzt und 2004 herausgegeben hat. Einige Exemplare sind am Abend zu erwerben.

Jeder kann mitdiskutieren und mitsingen.

Wer Lieder mitbringen und vortragen möchte, sollte sich vorher beim Gastgeber des Abends, Jörn Fechner joernfechner@googlemail.com melden.

Da der Raum maximal 60 Plätze hat, bitte vorher bei Jutta Becker telefonisch 030 – 23 80 91 29 oder per Mail  j.becker@peter-hacks-gesellschaft.de  anmelden.

(Info durch: Jörn Fechner)

HABBEMA - Anfahrt

 

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Woody Guthrie 100 – Ausstellung zu Gast in Caputh

Die Ausstellung „This Land Is Your Land – Woody Guthrie 100. Leben und Werk“, welche bereits beim diesjährigen „Festival Musik und Politik“ gezeigt wurde, wandert weiter. Ab Ende April wird sie für rund 4 Wochen hier zu sehen sein:

 

Einsteinhaus Caputh

Einsteinhaus Caputh

Einsteinhaus
Am Waldrand 15-17
14548 Caputh

Ausstellung vom 28. April bis 23. Mai 2012
Samstags, Sonntags und Feiertags 10.00 – 18.00 Uhr
Besichtigung nur mit Führung; Erwachsene 5,00 EUR, ermäßigt 2,50 EUR

Das „Einsteinhaus“ ist das ehemalige Sommerhaus Albert Einsteins in Caputh bei Potsdam. Im Jahre 2005 wurde es wiedereröffnet, nicht allein als Gedenkstätte, sondern vor allem auch als Begegnungsort, Forum für Workshops und Seminare.

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Finale – Festival Musik und Politik 2012 / Woody Guthrie 100

[youtube g859gNKw5dA]

Am Ende des Abschlusskonzertes zum „Festival Musik und Politik“ 2012 stehen alle Künstler des „Woody Guthrie 100“-Konzertes gemeinsam auf der Bühne. Mit dem legendären „This Land Is Your Land“ von Woody Guthrie verabschieden sich Tom Morello, Wenzel & Band und Woody Sez von einem begeisterten Publikum im Berliner Kesselhaus.

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Broschüre „Woody Guthrie 100“ jetzt im Onlineshop

Ab sofort im Onlineshop verfügbar: Die Broschüre zur gleichnamigen Ausstellung anlässlich des 100. Geburtstages von Woody Guthrie:

„This Land Is Your Land“ Woody Guthrie 100. Leben und Werk

46 Seiten, farbig
Lied und soziale Bewegungen e.V./Woody Guthrie Publications, Inc.

Inhalt:

  • „This Land Is Your Land“: Rund um die Welt, auf dem langen Weg von Kalifornien nach New York Island / Nora Guthrie
  • Troubadour, Poet, politischer Sänger – „All you can write is what you see“ / Michael Kleff
  • Wenn die Dichter Sänger sind – Lieder ohne Pose und Eitelkeit / Hans-Eckardt Wenzel
  • Woodys Country – Eine Liebesgeschichte auf Zeit / Rik Palieri
  • Wo ist der Soundtrack? Occupy Wall Street, Gewerkschaften und die Musik / Mike Metejka und Bucky Halker
  • Auswahldiskografie
  • Auswahlbibliografie
  • Auswahlfilmografie

Die Broschüre bildet nicht nur eine Ergänzung zur Wanderausstellung, sondern bietet mit Aufsätzen, Dokumentationen und Illustrationen ein eigenes Nachschlagewerk zum Leben und Werk von Woody Guthrie.

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Ausstellung und Begleitprogramm

Vom 4. bis zum 31. März 2012 wird die Ausstellung „This Land Is Your Land“ – Woody Guthrie 100, Leben und Werk im Berliner August-Bebel-Institut zu sehen sein. In Zusammenarbeit mit „Lied und soziale Bewegungen e.V.“ gibt es zudem ein Begleitprogramm.

Woody Guthrie, amerikanischer Singer/Songwriter und Chronist der 30er und 40er Jahre des 20. Jahrhunderts, ist eine Legende und Vorbild für Folksänger/innen in aller Welt. Am 14. Juli 2012 würde er 100 Jahre alt werden. Sein Song „This Land Is Your Land“ – geschrieben aus der Sicht eines Arbeiters als leidenschaftliche Reaktion und Parodie auf Irving Berlins „God Bless America“ – wurde zu zu einer Art alternativen Nationalhymne. Die Ausstellung „This Land Is Your Land“ zeichnet mit Fotos, Dokumenten und Hörbeispielen ein facettenreiches Bild des Künstlers.

 

Woody Guthrie

Woody Guthrie

Galerie des August Bebel Instituts
Mo-Do 14-18 Uhr
Müllerstr. 163, 13353 Berlin
Tel. (030) 4692-121 / -122, Fax -124
kontakt@august-bebel-institut.de

 

Begleitprogramm:

So 4. März, 16-18 Uhr
Ausstellungseröffnung
Mit Guthrie-Songs von: John Shreve, Gitarre und Gesang; Kat Baloun, Blues Harp

Grußworte von Renate Harant, Mitglied des Abgeordnetenhauses;  Klaus-Jürgen Scherer, Kulturforum der Sozialdemokratie; Lutz Kirchenwitz, Lied und soziale Bewegungen e.V.; Ingo Siebert, August Bebel Institut

Mi 7. März, 18-20 Uhr
Krise, Politik und Poesie in den Liedern Woody Guthries

Arbeitslosigkeit, Armutsmigration, Auffanglager und Repression prägten in den USA der 1930er das Leben vieler Arbeiter. In Songs wie „Do Re Mi” und „Talking Dust Bowl Blues“ verlieh Woody Guthrie diesen Erfahrungen Ausdruck und kommentierte kritisch Gesellschaft und Politik während der Wirtschaftskrise. Mit Hörproben beleuchtet der Vortrag Leben, lyrisch-musikalisches Werk und politische Kritik des amerikanischen Singer/Songwriter und zeigt auf, was im heutigen politischen Lied von ihm weiterlebt.

Mit: Martin Butler, Juniorprofessor für Amerikanistik, Universität Oldenburg
Moderation: Lutz Kirchenwitz, Lied und soziale Bewegungen e.V.
Anmeldung bis 29. Februar über das August-Bebel-Institut [Veranstaltungsnummer S 72.2]

Mi 21. März, 17-18 Uhr
Führung durch die Ausstellung

Mit Lutz Kirchenwitz, Ausstellungsmacher, Lied und soziale Bewegungen e.V.
Anmeldung bis 14. März über das August-Bebel-Institut [Veranstaltungsnummer S 72.3]

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Fotos vom Konzert „Woody Guthrie 100“ (popkontext)

Im Kulturmagazin „popkontext“ veröffentlicht die Journalistin und Fotografin Barbara Muerdter eine ausdrucksstarke Fotogalerie aus dem Konzert „Woody Guthrie 100“ mit Wenzel & Band, Tom Morello und der Künstlergruppe Woody Sez.

Woody Guthrie 100 - Fotogalerie bei popkontext

Woody Guthrie 100 - Fotogalerie bei popkontext

Im gut besuchten Kesselhaus erlebte das Festivalpublikum eines der besten Abschlusskonzerte, die das Festival jemals aufzubieten hatte. Die beteiligten Bands und Solisten zeigten sich in Höchstform und vor allem deutlich inspiriert durch ihr gemeinsames Thema.

Während die vier Musiker von Woody Sez die Guthrie-Songs in ihren folkigen, musikantischen und sehr ursprünglichen Formen präsentierten, erlebte man bei Wenzel & Band die Transformation in eine moderne Rock- und Rockjazz-Version, zumal mit meisterhaften deutschen Übersetzungen. Tom Morello riß das Publikum durch musikalische Energie und politische Bissigkeit, ja, Kampfeslust mit. Dabei bewies er, wie zeitlos die Guthrie-Songs in aktuellen politischen Bewegungen wie occupy ihre mitreißende Kraft entfalten.

Zum Finale standen alle Musiker des Abends gemeinsam mit dem Lied auf der Bühne, das Woody Guthrie zum „Volks-Sänger“ schlechthin machte. Als das Publikum hüpfte und mitsang, wurde klar, dass „This Land Is Your Land“ nicht nur in Amerika und nicht nur in den 50er Jahren spielt, sondern eine Hymne für uns alle ist.

Zur Fotogalerie bei „popkontext“ >>>

(Holger Schade)

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Radiosendungen zum Festival – Teil II

Rockradio.deAuch am heutigen Freitag bietet sich Gelegenheit, das Festival Musik und Politik im Radio zu erleben. Vom Abendkonzert „Liederbestenliste präsentiert“ gibt es eine Liveübertragung durch Rockradio.de. Das Konzert in der Berliner WABE beginnt um 19.30 Uhr und bringt drei interessante Programme auf die Bühne:

Informationen zu den Künstlern und Links zu ihren Webseiten finden sich in unserer Programmübersicht. Die Ausstrahlung der Liveübertragung erfolgt über den Webstream von Rockradio.de.

Radio EinsSchon ab 19 Uhr lohnt sich das Einschalten des rbb-Senders Radio Eins – entweder UKW 95,8 in Berlin/Brandenburg oder Webstream: Wie jeden Freitag sendet Radio Eins eine Radioshow live aus dem Berliner Admiralspalast. Heute zu Gast – für Gespräche und Livemusik – ist die Künstlergruppe WOODY SEZ aus den USA. Diese treten am Sonntag im Rahmen unserer Veranstaltung „Woody Guthrie 100“ im Kesselhaus auf, gemeinsam mit WENZEL und TOM MORELLO. Wir konnten die Musiker bereits gestern am Flughafen Tegel begrüßen und sind spontan in eine WG-Frühstück- und Musiksession übergegangen. Heute Abend sind sie dann live aus dem Admiralspalast zu hören, moderiert von Marion Brasch.

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Radiosendungen zum Festival – Teil I

Rockradio.deAm heutigen Donnerstag – 23. Februar – beginnt das diesjährige Festival Musik und Politik. Am Abend gibt es auch gleich zwei Radiosendungen, die sich damit beschäftigen.

Ganz umfangreich zur Sache geht es bei Rockradio.de, wo das Eröffnungskonzert des Festivals mit MTS & Der Black ab 19.30 Uhr live im Webstream übertragen wird. Auch in den kommenden Tagen überträgt Rockradio.de Festivalveranstaltungen – hier gibt es Informationen dazu.

Radio EinsEbenfalls heute in der Donnerstagnacht läuft auf Radio Eins ab 23 Uhr die Sendung „Experience“ mit Helmut Heimann. Hier gibt es Freikarten für Festivalveranstaltungen zu gewinnen, insbesondere für das Konzert „Woody Guthrie 100“ im Kesselhaus. Natürlich macht die Radioshow auch sonst ihrem Namen und Sender alle Ehre. Auch Radio Eins bietet übrigens einen Webstream, falls Sie nicht im Raum Berlin wohnen und den Sender auf 95,8 MHz empfangen können.

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Heute in der taz

In der heutigen „taz“ führt der Journalist Sebastian Puschner ein ausführliches Interview mit Festivalchef Dr. Lutz Kirchenwitz. Darin wird die Entstehung nicht nur unseres Festivals und seiner Vorgänger („Festival des politischen Liedes“, „ZwischenWelt-Festival“) beleuchtet, sondern auch Beginn und Entwicklung der Folk- und Singebewegung.

Die Ausstrahlungskraft des 1970 entstandenen Vorgängerfestivals in die DDR-Jugendszene ist heutzutage kaum noch vorstellbar („… wir konnten uns ja nicht einfach irgendeinen Livestream reinziehen.“ – Lutz Kirchenwitz). Doch auch heute gibt es einiges zu entdecken – man denke nur an die Konzerte der „Liederbestenliste“.

Das Festival im 21. Jahrhundert ist kleiner als in den 80er Jahren, kann sich aber dafür ohne Bevormundungen auf sein Kernthema konzentrieren: „Es geht überhaupt um Musik mit politischem Anliegen. Oder politischer Wirkung – das ist ja nicht immer identisch.“ (L.K.)

Zum vollständigen Text des Interviews…

 

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Kulturnotstand in Pankow

Wie bereits HIER berichtet, leidet das Festival genau wie zahllose Künstler, Konzert- und Theaterbesucher, Eltern und Kinder unter dem hemmungslosen Kulturkahlschlag im Berliner Bezirk Pankow. Einzusehen ist, dass auch ein Kulturhaushalt Sparbeiträge zur Konsolidierung eines Bezirkshaushaltes leisten muss. Um 1 Million Euro einzusparen (Quelle: u.a. taz vom 18.1.2012), plant Kulturstadtrat Torsten Kühne (CDU) die Schließung von Bibliotheken, Musikschulen, Galerien und des kompletten Kulturstandortes rund um die WABE.

Abgesehen davon, dass der Einspareffekt durchaus umstritten ist, möchte doch niemand seine Kinder in einer Welt ohne Bibliotheken, Musikschulen und andere kulturelle Einrichtungen aufwachsen lassen. Erwachsene werden notfalls zu „Kulturflüchtlingen“ – ein Prozess, der im bereits weitgehend ruhiggestellten Prenz’lberg schon längst Richtung Friedrichshain begonnen hat (ein kultureller touristischer Anziehungspunkt ist die süddeutsche Kleinstadt rund um den Kollwitzplatz längst nicht mehr). Doch wie sieht es eigentlich mit dem Nachwuchs aus? Und wo wird diese Jugend, sollte sie diese Jahre der Verblödung mit einem Restfunken Kreativität überleben, später die erste Band gründen, das erste Bild malen und ausstellen, Theater spielen?

Festivalkonzert 2005 in der WABE

Festivalkonzert 2005 in der WABE

In der Vergangenheit stand Berlin und gerade auch Pankow für kulturelle Vielfalt. Selbst wer niemals reist, hat hier die Chance, praktisch jede kulturelle Idee kennenzulernen. Die WABE ist ein gelungenes Beispiel für ein Kultur-Haus im Wortsinne. Hier gibt es seit über 20 Jahren Livemusik aller Art, aber auch Theater, Diskussionsrunden, Musikwettbewerbe, Kinderfeste. Hier spielen Newcomer neben etablierten und bekannten Künstlern, die faire Produktionsbedingungen für ihre Veranstaltungen vorfinden. Davon hätte die WABE schon öfters profitieren können. Allein – mögliche Einnahmen verschwinden im Bauch des Bezirkshaushaltes und möglicher kommerzieller Erfolg von Veranstaltungen wird der WABE überhaupt nicht angerechnet. Erhält die WABE im Gegenzug einen vernünftigen Etat zum Unterhalt und zur Planung von Veranstaltungen? Nein. Verdient die WABE – wie jeder andere Veranstalter auch – gut an der Gastronomie? Wieder Fehlanzeige. Nun wird die WABE wie ein Klotz am Bein behandelt. Statt sich der Verantwortung für die Musikkultur des großen Bezirks Pankow zu stellen, streicht man lieber die Stellen der letzten Mitarbeiter und die letzten Groschen Sachmittel. Die Einsparung ist nicht gerade riesig, zumal man ja die wirtschaftlichen Möglichkeiten gelungener Veranstaltungen unter den Tisch fallen lässt.

Das richtige Rezept wäre hier – genau wie bei Banken und südeuropäischen EU-Partnern – das AUSGEBEN von Geld! Dabei geht es nicht um Unsummen, sondern um Etats, die der WABE erlauben, ein nichtkommerzielles, allgemeinbildendes Konzept zu bewahren und auszubauen. Kulturarbeit erfüllt Funktionen in der Bildung, Integration, Nachwuchsgewinnung, aber auch bei der Imagepflege eines Bezirkes, der auf Touristen angewiesen ist (denn Fabriken gibt es hier genau so wenig wie in Griechenland). Kultur entsteht nicht allein aus Hobbies. Musiker können nicht alle Taxi fahren und nebenbei noch Werke schaffen. Theater kann sich nicht auf Busfahrten zu Musicals beschränken. Berlin-Pankow braucht geförderte Kultur, von ganz unten (Musikschulen) bis ganz oben (Konzerte mit namhaften Künstlern und Raum für freie Theatergruppen). Wenn der Kulturbetrieb erst einmal läuft, bringt er übrigens auch Einnahmen hervor, die zumindest die Ausgaben minimieren.

Der derzeitige Notbetrieb nach Haushaltssperre in der WABE bedeutet: kein ausgebildetes technisches Personal vor Ort, keine Security, keine Kartenverkäufer und Garderobieren. Schon gar nicht ist an Kartenvorverkauf und Künstlerbetreuung wie Catering oder Übernachtungsplätze zu denken. Und das bei bestehenden Verträgen wie z.B. mit uns und unseren Künstlern. Das Festival mit seinen kaum kommerzialisierbaren Veranstaltungen ist durch die entstehenden Mehrkosten akut gefährdet. Doch wir sind nur ein winziger Ausschnitt des Gesamtproblems…

Berlin leistet sich enorme Ausgaben an anderen Stellen. Die eine Million für Kultur in Pankow, Prenzlauer Berg, Weißensee ist jedoch anscheinend nicht aufzutreiben. Möglicherweise steckt sie in einer Ecke vom Stadtschloss (geplanter Berliner Anteil: 32 Millionen). Eine potente Firma wie BMW baut derweil ein neues repräsentatives Autohaus für sogar 65 Millionen in Berlin. Man hätte ja wenigstens mal nach einer Spende fragen können. Bürgermeister Klaus Wowereit ist gerade unterwegs (er hat ein wulffiges Ticket nach Rom bekommen). Betreibt er dort Fundraising?