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„Ich würde ja die Lust am Leben verlieren, wenn ich nicht mehr kritisch denken könnte.“

Prof. Dr. sc. Günter Mayer

Prof. Dr. sc. Günter Mayer

Einladung

Zum Gedenken an Günter Mayer, 1930-2010

Sonnabend, den 6.11. 2010, WABE, Berlin Prenzlauer Berg,

Danziger Straße 101, 19.00 Uhr

Kritisches Denken war ihm bis zuletzt eine Lust – und wohl immer wieder auch eine selbstauferlegte Pflicht. Noch im Frühsommer konnten wir uns von seiner ungebrochenen Schaffenskraft und geistigen Vitalität überzeugen, als wir ein längeres Video-Interview mit ihm machten. Da entstand auch die Idee zu einer Feier anlässlich seines achtzigsten – er selbst hatte da gar nichts vor.

Wir wollten dabei einen kleinen Teil von dem zurückgeben, was er so vielen von uns gegeben hat.

Nun wird er es nicht entgegennehmen können.

Günter Mayer wuchs als Arbeiterjunge im Prenzlauer Berg auf. Nach einer Lehre bei der Bahn studierte er schließlich Philosophie an der Humboldt-Universität. Auch eine reisende Agit-Prop-Gruppe gab es da – „Roter Zunder“ ! Bei der Gründung der Sektion Kultur- und Kunstwissenschaften spielte er eine wichtige Rolle. Generationen von KuWi-Studenten, darunter viele, die später in unsrer Szene aktiv waren, durchliefen dieses gründliche, kreative, weitgehend undogmatische Studium und hatten in Mayer einen ihrer wichtigsten Lehrer. Das Team um Mayer erarbeitete in den Siebzigern eine erste umfassende marxistische Ästhetik-Konzeption, die auch die nichtkünstlerischen Bereiche mit einbezog. Daneben war Mayer vor allem als Musikwissenschaftler aktiv und immer ein Streiter für neue Entwicklungen. Sein Eisler-Artikel von 1966 „Zur Dialektik des musikalischen Materials“ wurde in Ost und West geradezu eine Initialzündung für einen neuen Zugang zum Eislerschen Erbe. Mayers zahlreichen Aktivitäten lassen sich hier gar nicht aufzählen. Nur soviel: das Festival des politischen Liedes, seit den siebzigern auch immer mit der Gefahr offiziöser Vereinnahmung konfrontiert, konnte Dank Mayers Hilfe mit der Veranstaltungsachse „Musik und Politik“ einen quasi alternativen Strang etablieren, der tatsächliche Innovationen und genreübergreifende Begegnungen ermöglichte und beförderte. Mayer gab Anregung, Dimension, Ideen, aber auch Schutz und Beistand – und hatte doch selbst genug Kämpfe mit Dogmatismus und Kleinmut zu führen. Vom Kampf gegen seine tückische Krankheit ganz zu schweigen.

Laßt uns an diesem Abend so an ihn erinnern, wie er es selbst gern gesehen hätte:

Mit Grips und Phantasie, Musik, Gesprächen und Begegnung. (Wenigstens das Video haben wir noch gemacht…)

Wir freuen uns auf Euer Kommen!


Eine Veranstaltung von Helle Panke / Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin e.V.

Produktion: Lied & soziale Bewegung e.V.

In Kooperation mit:

Internationale Hanns-Eisler-Gesellschaft

Kulturforum der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Kulturinitiative 89

Unkostenbeitrag 1,50 €

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Buchveröffentlichung: Mikis Theodorakis – Ein Leben in Bildern (von Asteris Kutulas)

[aartikel]3795707137:right:concertideekunst[/aartikel]
Soeben erschienen ist der Band

Asteris Kutulas: Theodorakis – Ein Leben in Bildern

Bildband inklusive DVD und 2 CDs; mit etwa 300 Fotos (etliche davon hier erstmals veröffentlicht), zahlreichen Texten und exklusiven Informationen.

Im Blog des Autors finden sich einige eigene Anmerkungen zu dem Buch.


Im Zusammenhang mit dem Erscheinen des Bandes möchten wir auf einige Produktionen zum Thema in diesem Jahr aufmerksam machen:

  • die brandneue, spektakuläre CD „Timeless“ des House Musikers Francesco Diaz, die auf Theodorakis-Songs basiert:

[aartikel]B003PQQZL4:right:concertideekunst[/aartikel]

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Friedensfestival Berlin 2010 am Brandenburger Tor

Friedensfestival 06. bis 08. August 2010 am Brandenburger Tor: hochkarätige Politiktalks, 100 Informationsstände sozialer, entwicklungspolitischer und ökologischer Organisationen, Live-Musik aus 39 Nationen am Brandenburger Tor.

Das „Friedensfestival Berlin“ findet am ersten Augustwochenende am Brandenburger Tor/Straße des 17. Juni in Berlin statt. Es bietet Platz für Podiumsdiskussionen, Auftritte von namhaften Künstlern und zahlreiche Informationsstände.

Politiker, Unternehmer, Journalisten, Wissenschaftler und engagierte Menschen referieren über Projekte, die aus klassischen Argumentationsstrukturen ausbrechen und Wirtschaft mit Sozialem sowie Fachkompetenz mit Empathie verbinden.

Das Festival wird trotz seiner Größe ehrenamtlich und nicht kommerziell organisiert.
Anmeldungen von engagierten Vereinen (NGO) werden noch angenommen; ein Vernetzungstreffen findet im YAAM am 30. Juli von 18.00 – 22.00 Uhr statt (Stralauer Platz 35, 10243 Berlin).

Weitere Informationen auf www.friedensfestival.org

Kontakt:
Friedensfestival Berlin 2010
Ina Edelkraut
Marienburger Straße 33 / QF2
10405 Berlin
030 3744 3270
friedensfestival@berlin.de
www.friedensfestival.org

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Grußwort von Wolfgang Gehrcke, MdB

Wolfgang Gehrcke, Mitglied des Bundestages in der Franktion DIE LINKE, sandte uns nach dem Festival ein Grußwort:

Liebe Freundinnen und Freunde,

mit der Hommage an Mikis Theodorakis in der Volksbühne habt Ihr mir eine große Freude gemacht, obwohl das sicher nicht der Hauptzweck war. Für mich war neben meiner Freude, Mikis wieder zu erleben un der Vorfreude auf den „Canto General“, die Erkenntnis, dass die Rezeption von Mikis Theodorakis ost-/westgespalten ist, außerordentlich interessant. Das, was ich in der Volksbühne erlebt habe, war ein „Ost-Theodorakis“ und ich würde das gern mit meiner Vorstellung des „West-Theodorakis“ zusammenbringen. Das Festival hat nach wie vor eine ungeheure Ausstrahlung.

Herzlichen Glückwunsch zu dieser tollen Veranstaltung und alles Gute!

MdB Wolfgang Gehrcke

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Das Festival im Fernsehen

Die TV-Mitschnitte von Festivalveranstaltungen durch unseren Medienpartner ALEX BERLIN werden im Laufe der nächsten Wochen gesendet. ALEX BERLIN ist nicht nur im Berliner Kabelnetz zu empfangen (SK 8), sondern auch jederzeit und überall per Livestream auf der Webseite des Senders: www.alex-berlin.de.

Unsere Konzerte werden wie folgt ausgestrahlt:

  • 6. März – 23.00 Uhr
  • 7. März – 23.00 Uhr
  • 13. März – 23.00 Uhr
  • 14. März – 23.00 Uhr
  • 3. April – 23.00 Uhr
  • 4. April – 23.00 Uhr
  • 10. April – 23.00 Uhr
  • 11. April – 23.00 Uhr

(Angaben ohne Gewähr, Änderungen vorbehalten)

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Gruß von Konstantin Wecker

Liebe Freunde,

es tut mir sehr leid, dass ich bei der Hommage für Mikis Theodorakis nicht live dabei sein kann. Ich werde natürlich trotzdem auch weiterhin dem »Festival Musik und Politik« ebenso wie Dr. Lutz Kirchenwitz verbunden bleiben.

Gerade für Mikis, diesen aufrechten Menschen, den ich wirklich sehr bewundere und mit dem ich schon die Ehre hatte, gemeinsam auf der Bühne zu stehen – gerade für diesen großen Musiker hätte ich natürlich gerne meinen Beitrag geleistet.

Mit dem Herzen bin ich bei Euch und wünsche Euch allen ein großartiges, beseeltes und engagiertes Konzert.

Euer Konstantin

12. Februar 2010

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Friendsmeetfriends – die Festival Freunde Party 2010 – mit Konzert

FriendsMeetFriendsDie Festival Freunde Party 2010
im Café Enddorn

12. Februar 2010, ab 19 Uhr
Belforter Str. 27 (am Wasserturm im Prenzlauer Berg), 10405 Berlin

Dieses Special von FriendsMeetFriends findet nun schon seit vielen Jahre im Enddorn statt:
Mitarbeiter und Freunde des „Festivals Musik und Politik“ treffen sich stets eine Woche vor dem Festivalbeginn. Es gibt Informationen zum Festival, aber auch einen Vorgeschmack auf das Programm in Form von Filmen und Musikbeiträgen.

Als Highlight darf an diesem Abend ein Konzert von JANNIS und THANASSIS ZOTOS mit vertonten Gedichten von Mikis Theodorakis gelten. Mehr Informationen dazu…

Der Eintritt ist frei.

Wie immer wird von FriendsMeetFriends um Geld- und Sachspenden für das Gesundheitszentrum für Obdachlose der Berliner Ärztin Jenny de la Torre gebeten. Aufgrund des bisher strengen Winters werden vor allem gebraucht: warme Bekleidung (Pullover, Mäntel, Mützen, Stiefel etc.), Schlaf- und Rocksäcke, Isomatten. Außerdem werden alle Arten von Medikamenten benötigt, auch angebrochene Packungen innerhalb der Verfallszeit. So Ihr habt, bringt bitte einfach die Sachen gereinigt und verpackt mit ins Enddorn. Auch Hilfe beim Weitertransport nach der Veranstaltung wird herzlich erbeten.

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Grußwort von Mikis Theodorakis zum Festival Musik und Politik 2010

Ich freue mich sehr, dass die Institution »Politisches Lied« den Verfallserscheinungen der Zeit widersteht. Ich möchte diesen Anlass nutzen, um klarzustellen, dass ich in
diesem Zusammenhang mit dem Begriff des »Politischen« nichts eng Parteipolitisches, das im Dienste irgend einer Politik steht, assoziiere und niemals assoziiert habe.
»Pólis« – ein altgriechisches Wort, von dem die Begriffe »Polítis« (Bürger), »Politik«, »Politismós« (Kultur) abgeleitet wurden –, das ist ein universeller Begriff; die »Pólis« umfasst die Gesamtheit einer Gesellschaft, eines Volkes, einer Nation. Ich würde sagen, »Pólis« meint heutzutage die Gesamtheit der freien Menschen auf der ganzen Welt, die sich im Sinne der großen Ideale engagieren: für Frieden, Freiheit, Demokratie, Menschenrechte und Kultur.

Die Musik vermag über Grenzen und trennende Unterschiede hinweg das Wesen des Menschen auszudrücken, einschließlich all dessen, was er für wertvoll erachtet.
Musik ist kein Phänomen, das sich irgendwo fern von den Menschen offenbart oder sich in für sie unerreichbaren Sphären ereignet, sondern sie steht im Dienst der Selbstverwirklichung des Menschen. Nur dann ist sie wirklich Teil des Lebens und stärkt diejenigen, die sich nicht schonen und ihre Kraft für den Kampf um die humanistischen Werte einsetzen.

Wenn ich also »Politisches Lied« sage, dann meine ich das dem Wesen der menschlichen Seele entsprechende Lied, das nach Wahrhaftigkeit strebt und den Menschen auf seiner Suche nach Harmonie und Erfüllung begleitet.

Mikis Theodorakis in Berlin, DDR

Mikis Theodorakis in Berlin, DDR

Mikis Theodorakis
5. Januar 2010

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Auswandererlieder

[aartikel]3936743045:right[/aartikel] Der Liedforscher Dr. Werner Hinze hat zusammen mit dem Deutschen Volksliedarchiv (DVA) in Freiburg das Buch „Hier hat man täglich seine Noth – Auswandererlieder“ herausgegeben. Es handelt sich dabei um ein Liederbuch und Lexikon-Lesebuch in einem Band, Format 165×240 (B5) mit 160 Seiten. Zugleich hat der Tonsplitter-Verlag ein Netzwerk zum Thema hergestellt. Mit dabei sind die Auswanderermuseen in Bremerhaven (Deutsches Auswandererhaus), Amerikahafen und Steubenhöft in Cuxhaven, in Hamburg (Ballinstadt), sowie das Hamburg-Museum (Museum für Hamburgische Geschichte) und das Donauschwäbische Zentralmuseum in Ulm.  Geplant ist darüber hinaus die Herausgabe einer CD von der Gruppe „Die Monarchen“ zum Thema.

[aartikel]3874748510:left[/aartikel] Außerdem hat das lange Warten auf das überarbeitete, neu strukturierte und neu gestaltete Liederbuch „Historisch-politische Lieder aus acht Jahrhunderten“ ein Ende. Ideal für Schulen, aber auch für alle diejenigen, die Geschichte musikalisch und spannend erleben möchte. Die Lieder können live von Werner Hinze allein oder mit anderen Musikern als Gruppe dargeboten werden. Es ist auch ein Vortrag mit Musikbeispielen unterschiedlicher Gruppen und historischer Beispiele möglich.

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Festivalvorschau 2010

Das Programm des „Festivals Musik und Politik 2010“ ist nun veröffentlicht. Eine Vorschau finden Sie hier.

Ist die gegenwärtige Krise des Kapitalismus schlecht für das soziale Klima, aber gut für das politische Lied? Wollen wieder mehr Künstler „die Verhältnisse rocken, die Welt ändern“, wie es auf einer jüngst erschienenen CD heißt? Diese Fragen fokussiert unser diesjähriges FOLKER-Gespräch, und sie ziehen sich durch das gesamte Festival Musik und Politik vom 25. bis 28. Februar 2010 in Berlin.

Das Eröffnungskonzert bestreitet die englische Folk-, Punk- und Rockband Bleeding Hearts. „Mikis Theodorakis Hommage“ heißen eine Ausstellung und ein Konzert, die dem großen griechischen Komponisten anlässlich seines bevorstehenden 85. Geburtstags gewidmet sind (mit Petros Pandis/GR, Gina Pietsch, Konstantin Wecker u.a.)

Wladimir Wyssozki, der vielleicht wichtigste, sicher aber bekannteste Künstler der späten Sowjetunion steht 30 Jahre nach seinem Tod im Mittelpunkt eines Konzerts (Reinhold Andert, Dan Fägerquist/S, UMKA & Bronewitchok/RU u.a.). Die Liederbestenliste präsentiert ihre Jahrespreisträger 2009, Danny Dziuk und Johanna Zeul (Förderpreisträgerin), und weitere Musiker. Das Theater Rudolstadt gastiert mit seiner Anti-Depressionsrevue „Drunter und drüber“ (Regie: Steffen Mensching). HipHopper aus dem ganzen Bundesgebiet stellen ihr Gemeinschaftsprojekt „La Résistance“ vor (Bütti und Bomba Big B von Anarchist Academy, Chaoze One, Microphone Mafia u.a.). Festivalzentrum ist wie immer die WABE. Weitere Spielstätten sind u.a. das Zapata, Maxim Gorki Theater und die Volksbühne.

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UMKA & Bronewik (Russland)

Umka & Bronevik live

Sonntag, 28.2.2010, 22.00 Uhr, Zapata

Oranienburger Str. 64, 10117 Berlin

Eintritt: 5 €

Umka und Bronewik ist eine der wichtigsten unabhängigen Bands der ehemaligen Sowjetunion. Hunderte von Liedern, dutzende Alben, tausende Kilometer komponierten, produzierten und legten sie während zahlreicher Tourneen im Lande und auf der ganzen Welt zurück. Die Band spielt so, als hätte es die 80er und 90er Jahre nicht gegeben. Von eigenwillig zeitlosem Protest sind ihre Lieder. „Rock“, so sagen sie selber, „kann man nicht von jemand anderem übernehmen. Rock kann nur von einem selbst kommen, von innen heraus.“ Wer die Band in der Wyssozki-Hommage verpasste oder dort auf sie aufmerksam wurde, kann sie im Zapata noch einmal exklusiv mit ihrem aktuellen Programm genießen.

Es spielen: Anna Gerasimova (Umka) – Stimme, Gitarre, Lieder; Boris Kanunnikov – Gitarre; Mikahil Trofimenko – Bass; Boris Markov – Schlagzeug

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Konzert: Hommage an Mikis Theodorakis

Mikis Theodorakis

Sonntag, 28.2.2010, 20.00 Uhr, Volksbühne

Linienstr. 227, 10178 Berlin

Eintritt: 24/16/10 €

Vorverkauf hier

Mikis Theodorakis feiert 2010 seinen 85. Geburtstag. Er ist der bedeutendste griechische Komponist und wahrscheinlich der berühmteste Grieche überhaupt. Er hat Songs und Sinfonien, Ballette und Opern, Filmmusiken und Kammermusik komponiert. Mit der Melodie zum Film „Alexis Sorbas“ wurde er berühmt. Bis heute sind weltweit über 60 Millionen Schallplatten und CDs mit seiner Musik verkauft worden.

Das künstlerische Schaffen dieses Komponisten und sein damit eng verbundenes gesellschaftliches Engagement sind Ausdruck griechischer Kultur und Geschichte, wie man es in diesem Ausmaß und in dieser Intensität schwerlich in der Biografie anderer Persönlichkeiten finden wird. Im II. Weltkrieg und im folgenden Bürgerkrieg beteiligt Theodorakis sich aktiv am Widerstand, wird verhaftet und gefoltert. In den 50er Jahren beginnt er mit seiner Sinfonik und seinen Balletten in der internationalen Musikszene Fuß zu fassen. Anfang der 60er Jahre löst er in Griechenland mit seinen Liedern, die zumeist auf der Lyrik der bedeutendsten griechischen Dichter basieren, eine Kulturrevolution aus. Als 1967 das griechische Militär putscht, wird die Musik von Theodorakis verboten und er selbst verhaftet. Dank einer internationalen Solidaritätsbewegung kann er ins Exil gehen und engagiert sich von dort aus weiter gegen die Junta. Mit seinem Orchester startet er eine Welttournee. Diese Auftritte sind höchst wirksamer Ausdruck des Protests gegen das faschistische Regime, das Griechenland beherrscht. 1974, nach dem Sturz der Diktatur, kehrt Theodorakis in seine Heimat zurück und wird als Volksheld gefeiert.

Mikis Theodorakis, Foto: Guy Wagner

Mikis Theodorakis, Foto: Guy Wagner

Theodorakis sagt rückblickend: „Ich gehöre einer Generation an, die sich einem extremen Idealismus verschrieben hatte. Mein Leben war ein unaufhörlicher Kampf zwischen dem Idealischen und dem Wirklichen, dem Alltäglichen und der Vision“.

Das Festival Musik und Politik widmet dem großen griechischen Komponisten Mikis Theodorakis anlässlich seines bevorstehenden 85. Geburtstags eine Ausstellung und ein Konzert. Griechische und deutsche Künstler treffen sich, um seine Songs zu interpretieren und dem Künstler ihren Respekt zu bekunden.

Rosa-Luxemburg-Stiftung
in Zusammenarbeit mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Jasin Challah ist „Halbgrieche“, Schauspieler und Comedian bei Film und Fernsehen, schreibt und inszeniert Kurzfilme und produzierte Comedy-Formate für verschiedene Fernsehsender. Die Musik zu seinen Projekten macht er am liebsten selbst. Zur Zeit arbeitet er als Texter für Kosta Rapadopoulos, der Theodorakis in einem Interview auf den Zahn fühlen und dafür sorgen wird, dass mögliche, angestaute Rührung auf Seiten des Publikums sich in Lachern befreien darf.

jayrope veröffentlichte ab 1997 – nach mehrjähriger Arbeit als Recording Engineer für Atari Teenage Riot und Alec Empire, mit Projekten wie Air Cushion Finish, Girls United, Prinzenallee, Rope, the Sighs und Vedette – über 20 Alben unterschiedlichster Stile, Traditionen und Sparten wie Freak Folk, Noise, elektroakustische, improvisierte Musik oder Hip Hop. jayrope kooperierte live und auf zahlreichen Veröffentlichungen mit Künstlern wie Arto Lindsay, Maria Farantouri, Rechenzentrum oder auch Raz Ohara. jayrope schreibt Musik für modernen Tanz, Theater und Film und ist regelmäßig auf internationalen Festivals zu sehen und zu hören.

Barbara Kellerbauer studierte in den 60er Jahren an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ in Dresden Gesang und wirkte u.a. in einer Aufführung des Liederzyklus „Griechentum“ von Mikis Theodorakis mit. Sie wurde Chansonsängerin, gründete eine eigene Gruppe und gab Konzerte in Europa und Asien. Bis 1989 moderierte sie die DFF-Fernsehsendung „Lieder, Land und Leute“. Seit 1996 hat sie die künstlerische Leitung von Programmen für die Jugendweihe im Friedrichstadtpalast und im Konzerthaus am Gendarmenmarkt. Inzwischen tritt sie auch gemeinsam mit ihrer Tochter Johanna auf.

Obwohl sich die Musik Rainer Kirchmanns vieler verschiedener Stile bedient (Rock, Chanson, Weltmusik), ist sein Werk durch eine klare Handschrift geprägt. Seine bis in die Höhen des Countertenors reichende Stimme sowie sein unorthodoxes Piano- und Gitarrenspiel bringen krasseste musikalische Gegensätze letztlich auf einen gemeinsamen Nenner. Kirchmann hat in mehren Rockbands gespielt und unter anderem den Wendesong „Langeweile“ der Ostberliner Band PANKOW komponiert. Seit 2002 tritt er solistisch auf und seit 2009 gibt es das Rainer Kirchmann Trio.

Wer immer sich aufgrund des Namens Nick Nikitakis zu der einfachen Erinnerung an Bouzoukisounds und Sirtakirhythmen aus dem Griechenlandurlaub verführen lässt, der ist auf dem Holzweg. Geboren in Griechenland und aufgewachsen in Köln, verbindet Nikitakis Jazz- und frühe, amerikanische Blueselemente mit Rebetiko, dem griechischen Pendant zum Blues. Seine Musik ist ein hochexplosiver Stoff, gebraut aus traditioneller griechischer Folklore, versetzt mit swingendem Jazz, durchzogen von der Allgegenwart musikalischer Kölner Wurzeln. Das Ganze nennt sich Rebetiko-Blues. Was dieser mit den Theodorakiskompositionen anstellen wird? – Wir dürfen gespannt sein.

Petros Pandis gilt seit Jahren als einer der einfühlsamsten und ausdrucksstärksten Interpreten der Lieder von Mikis Theodorakis. Er arbeitet seit 1971 mit dem griechischen Komponisten zusammen und hat unter dessen Leitung bei über 1.000 Konzerten in 45 Ländern gesungen. Petros Pandis war außerdem bei zahlreichen Solo-Auftritten überall auf der Welt zu erleben.

Kostas Papanastasiou ist einem breiten Publikum vor allem bekannt als „der Grieche aus der Lindenstraße“. Vor seinem ersten Auftritt in der deutschen Vorabendserie besaß sein griechisches Lokal „Terzo Mondo“ bereits Kultstatus in Westberlin. Hier veranstaltet er Konzerte und Lesungen mit Künstlern aus aller Welt. Als Schauspieler ist Kostas Papanastasiou für Film und Fernsehen sowie auf der Bühne aktiv. Bundesweit gibt er Konzerte mit griechischen und südeuropäischen Liedern. Außerdem unterrichtet er an der Berliner Kunsthochschule als Dozent für darstellende Geometrie und Perspektiven.

Die Sängerin und Schauspielerin Gina Pietsch hat über fünfunddreißig Soloabende im Repertoire, sechzehn davon zu Brecht, die weiteren basierend auf Texten von Bachmann, Braun, Fried, Gernhardt, Goethe, Hacks, Heine und anderen. Sie hat bei Gisela May und Ekkehard Schall gelernt und unterrichtet seit 1992 selbst im Fach Gesang und Interpretation. Als sie vor einigen Jahren einen Theodorakis-Abend präsentierte, schrieb die Presse anerkennend, sie habe es vermocht, „den Menschen, Komponisten, Dichter und Politiker Mikis Theodorakis so darzustellen, als sei er zugegen.“

Rainer Rohloff, Gitarrist, Komponist, Arrangeur und Produzent, ist seit 1987 Mitglied der Gruppe L’ art de passage und wirkt seit 1980 bei Konzerttourneen und Schallplattenproduktionen von Mikis Theodorakis mit.
Er arbeitete auch mit Gerhard Schöne, Reinhard Mey, Gisela May, Matthias Freihof, Esther Ofarim, Maria Farantouri, George Dalaras u.a. zusammen. Seit 2002 spielt er ein Soloprogramm „Songs For Guitar“ mit Werken von Mikis Theodorakis.

Gerhard Schöne war der populärste Liedermacher in der DDR. Seine Schallplatten erreichten enorme Auflagenhöhen. Er polarisierte nicht, sondern er versöhnte, sang sowohl bei Kirchentagen als auch beim Festival des politischen Liedes, ab 1982 auch in Westdeutschland, Österreich und der Schweiz. Friedrich Schorlemmer meinte: „Schöne hat den Sanftmütigen die Stimme gegeben, das war und ist unverwechselbar.“ Gerhard Schönes Popularität wie Produktivität ist – bei über 20 Alben und einer Vielzahl von Programmen – auch nach 1990 ungebrochen. Ein Rezensent schrieb, seine Lieder seien „Lebensmittel, die es nicht im Konsum gab und die auch im Supermarkt fehlen“.

Aktuelle Information:Konstantin Wecker kann leider nicht am Festival teilnehmen. Ein Grußwort von ihm gibt es hier.

Peter Zacher brachte bereits Ende der 60er Jahre mit der Dresdener Gruppe Pasaremos den Liederzyklus „Griechentum“ auf die Bühne. Seit der Zusammenarbeit beim „Canto General“ 1980 in Berlin betreut Zacher Theodorakis sinfonische und oratorische Werke musikwissenschaftlich und dramaturgisch. Von 1989 bis 2004 war Zacher in der Dresdener Kommunal- und Kulturpolitik aktiv.

1980 kommt es bei der Aufführung des Oratoriums „Canto General“ (Theodorakis/Neruda) in Berlin zur ersten Zusammenarbeit zwischen Jannis Zotos und Mikis Theodorakis. Eine Verbindung, die bis heute besteht. Seit 1990 leitet Zotos das Tour Orchester Theodorakis, schreibt für selbiges die Arrangements und begleitet Theodorakis auf seine Welttourneen. 1990 gründet er die Band Zotos Compania. Seit 2002 vertont er, der Tradition griechischer Komponisten folgend, Lyrik griechischer Dichter.

Kalliopi Vettas Stimme macht ihrem Namen alle Ehre. Die Musenqualität ihres lyrischen Soprans ist in die Tradition weiblicher, griechischer Ausnahmestimmen zu stellen. Klassisch ausgebildet, vermag sie mit ihrem Timbre die byzantinische Vergangenheit selbst in einer Popinterpretation auferstehen zu lassen. Seit 1995 arbeitet Vetta mit dem Komponisten und Arrangeur Yannis K. Ioannou zusammen. Außerdem singt sie Lieder von Loreena McKennitt, Mikis Theodorakis, Madredeus u.a. Sie ging bereits mit dem Theodorakis Orchester auf Welttournee, und Ende 2009 arbeitete sie mit Jannis Zotos zusammen.

Jasin Challah

Jasin Challah

jayrope

jayrope

Barbara Kellerbauer

Rainer Kirchmann

Rainer Kirchmann

Nick Nikitakis

Nick Nikitakis

Petros Pandis

Petros Pandis

Kostas Papanastasiou

Kostas Papanastasiou

Gina Pietsch

Gina Pietsch

Rainer Rohloff

Rainer Rohloff

Gerhard Schöne

Gerhard Schöne

Kalliopi Vetta

Kalliopi Vetta

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DRUNTER & DRÜBER: Ein theatraler Überfall aus der Provinz

Theater RudolstadtSonntag, 28.2.2010, 15.00 und 19.30 Uhr

Maxim Gorki Theater
Am Festungsgraben 2, 10117 Berlin

DRUNTER & DRÜBER: Eine Antidepressionsrevue von Steffen Mensching und Michael Kliefert

Gastspiel des Theaters Rudolstadt

Regie: Steffen Mensching
Musikalische Leitung: Oliver Weder, Thomas Voigt
Ausstattung: Wilfried Buchholz

Es spielen: Anne Kies, Ewa Rataj, Charlotte Ronas, Hans Burkia, Marcus Ostberg, Markus Seidensticker, Thüringer Symphoniker Saalfeld-Rudolstadt

Deutschland im Jubiläumswahn: Die Bundesrepublik feiert ihren 60. Geburtstag. Die DDR hätte es auch getan, wenn da nicht vor zwanzig Jahren die Mauer gefallen wäre. Aber so richtig gelöste Stimmung will zum Jubiläum nicht aufkommen. Zu ungewiss ist die Lage, zu groß die weltweite Verwirrung. Eine Blase platzt nach der anderen. Über der deutschen Einheitsrepublik kreist der Pleitegeier. Wer oder was ist überhaupt noch systemrelevant? Analyse tut not. Unser Theater bietet praktische Lebenshilfe. Statt Jammern und Verdrängen, mutig sein und singen.

Mit Heinrich Heines „Wintermärchen“ im Gepäck treffen sechs Zeitgenossen in einem rätselhaften Tonstudio aufeinander und berichten reimend von ihren Erfahrungen im veränderten Vaterland. Sie holen die derbsten Knüppelverse aus dem Sack und hauen richtig drauf, auf die verkorksten deutschen Verhältnisse. Es geht drunter und drüber und mächtig zur Sache. Da ist eine Frau in den besten Jahren, die sich durchs Leben beißt, ein erfolgreicher Bestattungsunternehmer, ein Mädchen, das gegen das Vermummungsverbot verstößt, eine polnische Putzfrau, die eigentlich BWL studiert und ein Halb-Krimineller, der mit einem Bein im Gefängnis und mit dem anderen im Lions-Club steht. Der Radiomoderator bringt ihre Geschichten an die Öffentlichkeit. Für seine Sendung singen sie, begleitet von den Thüringer Symphonikern, Songs aus Vergangenheit und Gegenwart, das ganze Repertoire von Choral bis HipHop. Und aus aller Munde tönt der Satz: So wie es jetzt ist, kann es nicht bleiben. Jeder kriegt sein Fett ab, die blasierten Helden der Wendezeit und die glorreichen Pfeifen der Gegenwart.

Drunter & Drüber? Das hat Deutschland gerade noch gefehlt! Lachen über sich selbst ist die beste Gesellschaftstherapie. (Theater der Zeit)
Wer am Ende noch depressiv ist – selbst schuld. (Ostthüringer Zeitung)
Ein verblüffendes Potpourri deutsch-deutscher Jingles und Melodiefetzen. (Thüringer Allgemeine Zeitung)
Eine schräge, schrille Radio-Show. (Thüringische Landeszeitung)

Regie: Steffen Mensching
Musikalische Leitung: Oliver Weder, Thomas Voigt
Ausstattung: Wilfried Buchholz
Mit Marcus Ostberg, Hans Burkia, Ewa Rataj, Charlotte Ronas, Anne Kies, Markus Seidensticker

Steffen Mensching, Autor, Clown, Regisseur tourte jahrelang als freischaffender Geist durch die Republik, 2008 wurde er Intendant des Theaters Rudolstadt.
Michael Kliefert, Dramaturg und Regisseur, arbeitete an verschiedenen Theatern in Weimar, Chemnitz, Dresden, bis er 2008 Chefdramaturg in Rudolstadt wurde.
Das Theater Rudolstadt ist das kleinste unter den Thüringer Theatern, das seinem Publikum trotzdem ein breites Spektrum anbietet: Schauspiel, Oper, Operette, Musical, Revuen, zahlreiche Konzerte, Sommertheater, Angebote für Kinder und Jugendliche sowie Lesungen und Kleinkunst. Es beschäftigt 140 Mitarbeiter und verfügt über ein Schauspielensemble und ein eigenes Orchester.

Fotos von den Aufführungen des Theaters Rudolstadt
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Kinderkonzert: Fest der Farben

Sonntag, 28.2.2010, 14.00 Uhr, WABE

Eine Reise um die Welt mit Ulf von Ulf & Zwulf, Clown LULU und Farbelino
Danziger Str. 101, 10405 Berlin
Eintritt: 3 €

FarbenfestUlf von „Ulf und Zwulf“ lädt gemeinsam mit Clown LULU Kinder und Erwachsene zu einer Rundreise um unseren schönen Erdball ein. Sie besuchen UMKA und Ilja Timakow im russischen Schnee und liebe Freunde im „Feuerland“, mit denen sie Stockkuchen backen. In Liedern und Geschichten erzählen die beiden von ihren Erlebnissen. Hochklassische Artistik vom Zirkuß*23 begleitet sie, ebenso das Maskottchen des Farbenfestes „Farbelino“. Gemeinsam mit dem Publikum werden Tänze und Lieder ausprobiert und die drei witzigsten Schminkgesichter prämiert.

Ulf Erdmann als ein Teil von „Ulf und Zwulf“ besucht uns nun schon zum dritten Male beim Festival Musik und Politik. Er lernte sein musikalisches Handwerk an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“. Nach Folkmusik und Titeln von Hannes Wader spielten die beiden zunehmend eigene Lieder. Schon in den späten Siebzigern entwickelten sie die Idee, auch für Kinder ein Musikprogramm zu gestalten. Der Funke zwischen Ulf und Zwulf und den Kindern sprang sofort über, die Kinderkonzerte – ein Riesenerfolg für das inzwischen lang etablierte Kinderliederduo.

Ulf und besonders Clown LULU mit seinem speziellen sächsischen Humor sind bei ihrer Weltreise ein unschlagbares Team. Der Zirkuß*23 bezieht alle Gäste in seine Darbietungen mit ein, so dass ein lustiges Wechselspiel zwischen dem Publikum und den Akteuren entsteht. Viele weitere Überraschungen warten auf kleine wie große Gäste. Basteln und Malen fehlen dabei ebenso wenig wie die Pflichtfahrt auf der „Rollenrutsch“.

Lasst Euch überraschen!

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Konzert HipHop-Projekt “La Résistance”

Sonnabend, 27.2.2010, 22.00 Uhr, GRIPS Mitte
Klosterstr. 68, 10179 Berlin
Eintritt: 5 €

Asya, Bomba Big B von Anarchist Academy, Bütti, Callya, Chaoze One, Deadly T, Latimo von Meditias, Lotta C, Rossi, Shana Supreme, DJ Ra

La Résistance„La Résistance“ ist ein überregionaler Zusammenschluss von deutschen Rapperinnen und Rappern zu einer neuen Crew. Die elf Musiker supporteten sich jahrelang gegenseitig in unzähligen gemeinsamen Konzerten und Jams, in allen denkbaren Formationen. So ist das Album lediglich die logische Konsequenz musikalische Synergien, die auf der Bühne entstanden, weiterzuentwickeln und auf einer Scheibe zu bannen. Gemeinsam wurden Texte geschrieben, Beats gepickt, Songs produziert und Tracks gefeilt. Das Resultat ist ein vielseitiger und dem Wortsinn alle Ehre machender Longplayer samt einer Live-Show, die sich gewaschen hat.

La Résistance ist ein generationenübergreifendes Projekt. Im Hip Hop heißt das „old school“ trifft „new school“. Der Oldschooler Kutlu Yurtseven (DJ RaMicrophone Mafia), der am 27.2. bereits mit der Familie Bejarano auf der Bühne steht und auch beim Folker-Gespräch um keine Antwort verlegen sein wird, hält die Truppe zusammen und organisiert ihre Tourneen. Wie viele von ihnen engagiert Yurtseven sich hauptberuflich in sozialen Projekten, geht dorthin, wo es weh tut. Beispielsweise bringt er seine zwanzigjährige Bühnenerfahrung ein, um Jugendliche mit Migrationshintergrund dazuzubringen, verstockte Stummheit in aggressiven Rap laut werden zu lassen.

[aartikel] B0023PR7HY:right:concertideekunst[/aartikel]Der elfköpfige Zusammenschluss von Rapmusikern will jederzeit seinem Bandnamen gerecht werden. Lotta C: „Wir sind ›La Resistance‹, der Widerstand. Es ist eine kämpferische, eine politische Platte, […] die das Gefühl von ›Du bist nicht allein‹ entstehen lassen und vermitteln soll; dass es sich trotz allem lohnt zu kämpfen.“ Wie Asya sagt, geht es „La Résistance“ darum, „dass die Menschen endlich ihren Arsch bewegen. Dass sie aufstehen, ihre Meinung sagen und nicht die Schafe spielen.“
Der Sound von La Résistance ist differenziert, umfasst unterschiedliche Klangfarben, laute und leise Töne. Das Themenspektrum reicht von kritisch eingefangenen Alltagssituationen bis zur Todeserfahrung, von der Revolution bis zum politischen und persönlichen Verlust. Es ist ihr Widerstandsgeist, der die Bandmitglieder eint. La Résistance steht für Conscious Rap. Politische Rapmusik, die ein neues Sprachbewusstsein propagiert und den unbewussten oder ganz offenen Rassismen des Mainstream-HipHop den Kampf ansagt. Rapper Asya erklärt den Begriff in einem Interview wie folgt: „Es bedeutet, sich seiner Botschaft bewusst zu sein und flache sexistische, homophobe oder rassistische Attitüden zu meiden. Man gibt eine Lebenseinstellung wieder und versucht dabei die Menschen zu bewegen. Nicht nur auf den ›Style‹ zu achten. Nicht Hauptsache Doppelreime und scheiß auf den Inhalt. Das kann sich der Punker ebenso anhören wie der Student oder der Hans Peter von nebenan.“

Aktuelle CD: La Résistance

Kartenvorbestellung telefonisch: (030) 20 28 87 65

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Konzert: Liederbestenliste präsentiert

Livemitschnitt durch Rockradio.deSonnabend, 27.2.2010, 19.00 Uhr, WABE
Danziger Str. 101, 10405 Berlin
Eintritt: 15 € / ermäßigt 10 €

mit den Preisträgern der Deutschen Liederbestenliste und weiteren Neuentdeckungen: Danny Dziuk, Bernadette La Hengst, The Incredible Herrengedeck, A.M.T

Die Liederbestenliste, eine von Jurorinnen und Juroren aus Belgien, Österreich, der Schweiz und Deutschland zusammengestellte monatlichen Hitparade deutschsprachiger Musik, geht ins 26. Jahr ihrer Existenz. Der Südwestrundfunk, Nachfolger des Südwestfunks, der 1984 die Liederbestenliste ins Leben gerufen hatte, ließ sich zum 25-jährigen Jubiläum ein besonders originelles Geschenk einfallen. Ab 2010 will der Sender die Durchführung des Liederfests nicht mehr durch einen Konzertmitschnitt unterstützen. Die Liederbestenliste, getragen vom ehrenamtlichen Verein Deutschsprachige Musik, kämpft jetzt ums Überleben.

[aartikel]B001KFIG3C:right[/aartikel]Für seinen Titel „Ein Regenlied“ von der CD „Freche Tattoos auf blutjungen Bankiers“ erhielt Danny Dziuk den Liederpreis 2009 der Liederbestenliste. Wiglaf Droste schreibt in der Ausgabe 6/2009 der Zeitschrift Folker dazu: „Freche Tatoos auf blutjungen Bankiers ist ein großer poetischer und musikalischer Wurf, der auch von existenziellen Fährnissen kündet. In dieser Welt sich nicht zu verheddern, zu verfriemeln und zu verfransen, nicht dem Irrsinn anheimzufallen, nicht dem Terror des positiven Denkens, nicht der Kleingläubigkeit und nicht der Verzweiflung, ist ein großes Wagnis. Es ist gelungen … ›Ein Regenlied‹ – ist eines dieser politischen Lieder, das in einer an Randy Newman, am frühen Franz Josef Degenhardt und an der Bibel geschulten Poesie vom dringenden Wunsch kündet, dass die Welt vom Kot freigespült werde durch die Macht der Gerechtigkeit: ›Regne,Regen, dich in Rage / Feg die Shoppingmeilen leer / Und die Geiz- und Saubagage / Bis ins tiefe blaue Meer// […]‹. Dieser schöne Traum ist, wie man täglich erfährt, bisher nicht in Erfüllung gegangen. Danny Dziuks ›Regenlied‹ hält ihn am Leben.

„Beeeer-lin stinkt, Berlin ist dreckig, Berlin ist ein Skandal, Berlin ist pleite, Berlin hat nischt, Berlin du kannst ma mal. Voooon Frohnau bis an den Wannsee, von Spandau bis Marzahn. Ich halts nich mehr aus, ich muss hier raus, Berlin Du kotzt ma an.“ Herrlich! Das dem Neuköllner Slum entstiegene Trio weiß solche und andere Berlinhymnen auf eine Weise zum Besten zu geben, dass man gleichzeitig meint, man höre einen Schullisäufer am Kotti schimpfen, während einem das Herz aufgeht im Wiedererkennungseffekt unserer schaurig schönen Stadt.
The Incredible Herrengedeck nennen ihren Stil postmodernen Chanson-Punk. Der trifft auf bierernste Ironie, von der man möglicherweise eine Ahnung bekommt, stelle man sich vor, die Neuköllner Kunstfigur Kurt Krömer könne musizieren. Während der Kontrabass, das Klavier und die Gitarre einem die guten alten 20er Jahre vorgaukeln, erzählen die Lyrics von der gescheiterten Existenz eines U-Bahnpianisten, der dô ehemals Intendant am russischen Theater war.
Die „ganz normalen“ Berliner Lebensumstände werden in scharf beobachteten Anekdoten zum Besten gegeben, der Beat und die Wahl der musikalischen Mittel auf den Inhalt abgestimmt. Wunderbar naiv kommt das daher und ist ganz schön hinterfotzig. Schön auch, dass The Incredible Herrengedeck ihre textlich wie musikalisch witzigen Berlinkarrikaturen à la Zille mit seltenem Improvisationstalent zu paaren wissen. Ihre Bühnenshow hat immer etwas von einem Gespräch, das von Laune und Tagesform ihrer Instrumente abhängig ist. Mit Konserve hat dit nischt zu tun!

[aartikel]B0015YI2HS:right[/aartikel]Die Karriere der deutschen Pop- und Elektropop-Musikerin Bernadette La Hengst beginnt 1990 in Hamburg, wo sie die Band „Die Braut haut ins Auge“ gründet. Ein Bandname, der auch für ihre Solokarriere als Leitmotiv gelten kann, egal mit wem sie zusammenarbeitet und in welche Sparten sie reinhüpft. Ob als Mitorganisatorin des Hamburger Ladyfests oder als Performerin: Bernadette La Hengst ist Feministin im besten Sinne, paart ihre politische Haltung, Sichtweise und Texte mit Elektronik-Beats und Samplingtechnik, erfindet sich immer wieder neu, ohne sich zu verlieren. Die seit 2004 in Berlin lebende Bernadette La Hengst geht dorthin, wo es weh tut. So schloss sie sich der in Birmingham initiierten Beschwerdechorbewegung an und gründete kurzerhand nach Freigabe des Konzepts ihren Beschwerdechor im Festspielhaus St. Pölten.
Vor wenigen Wochen kundschaftete sie Istanbul aus, um der Kulturhauptstadt 2010, wie wir hoffen, auf La Hengst’sche Weise ins Auge zu (sc)hauen.
Im Jahr 2009 stand das Bernadette La Hengst Universum im Zeichen der Oper. Anfang des Jahres führte sie Regie am Theater Freiburg und inszenierte eine Bettleroper mit Obdachlosen und Hartz-IV-Empfängern. Mit dem Künstler- und Architektenkollektiv Raumlabor machte sie interaktiv und von medialer Aufmerksamkeit begleitet die U-Bahn zwischen Mühlheim und Essen unsicher. Crossover, spartenübergreifend, pandisziplinär. Man vergreift sich nicht, benutzt man diese Zuschreibungen für La Hengst. Wir sind gespannt, was sie uns von ihren Reisen und unterschiedlichen Projekten zur Liederbestenliste mitbringt.

[aartikel]B002M3GPWA:right[/aartikel]A.M.T sind die halbpakistanische (Film-)Autorin Anne Khan und der deutsch-amerikanische Philosoph Robert Defcon, die sich Ende vergangenen Jahres mit ihrem Debüt „Brennstoff“ souverän als deutsch-lokaler Arm des globalen Elektro- Freibeutertums formiert haben. A.M.T geht es um Sprechakte, um Sprachgewalt und -phänomene und deren stringente musikalische Umsetzung. „Brennstoff“ zündelt an allen Ecken und Enden, legt Bomben und sorgt für derbe Explosionen. Anne Khan, die „Nina Hagen des Hip Hop“ (Stern), besorgt das stimmgewaltig, virtuos und spielerisch, der smarte Dandy Defcon mit seinen durchdringenden Texten.
Um unser Liederbestenlistenpublikum vorzuwarnen, gleichzeitig zu entspannen: Hier sprüht’s Kraftausdrücke, allerdings jederzeit mit Sinn und Verstand. So sollte man vielleicht vorher wissen, dass der Song „Hart durchregieren“, in dem ****** explodieren und ****** glatt rasiert werden, nicht eindimensional die Pornoisierung unserer Gesellschaft kritisiert, sondern von unserer Kanzlerin herself inspiriert wurde. Vor ihrer Wahl sagte diese nämlich in einer Rede, dass in Zukunft wieder hart durchregiert
werde. Wieder, Frau Merkel? Wie und zu welcher Zeit genau noch mal? – Mit diesem Hintergrundwissen ist es absolut political correct, den hardcore durchgerollten „Rs“ des hart durchregierenden A.M.Ts lustvoll zu lauschen.

Gundermanns Seilschaft

in Zusammenarbeit mit Gundermanns Seilschaft e.V.

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Folker!-Podiumsgespräch

Sonnabend, 27.2.2010, 16.00 Uhr, ZwiEt
Danziger Str. 101, 10405 Berlin
Krise des Kapitalismus – „schlecht für das soziale Klima (…), aber gut für das politische Lied“?

Gespräch mit Bernadette La Hengst, Tapani Gradmann (The Incredible Herrengedeck) und Kutlu Yurtseven (Microphone Mafia) über die Auswirkungen der Krise auf das politische Lied
Moderation: Michael Kleff (Journalist, Bonn/New York)

„Wer in dieser Zeit nicht seine Stimme erhebt für eine friedvolle Welt und gegen den Wahn der Menschheit, sich selbst und die Erde durch Gier und Dummheit gezielt zu vernichten, der hat es nicht verdient, eine öffentliche Stimme zu haben.“ Konstantin Wecker verlangt, was man früher als „engagierte Kunst“ bezeichnet hat und was nun schon seit langem als „Alt-Achtundsechziger-Attitüde“ desavouiert wird.
[aartikel] B002SF2UM6:right:concertideekunst[/aartikel]
Ihm und auch vielen jungen Künstlern geht es nicht um gesungene Parolen. Sondern um Kunst, die ganz einfach gesellschaftlich und zukunftsrelevant ist. Wie ist es vor diesem Hintergrund um das politische Lied bestellt? Ist die gegenwärtige Krise des Kapitalismus schlecht für das soziale Klima, aber gut für politische Musik? Wollen wieder mehr Künstler „die Verhältnisse rocken, die Welt verändern“, wie es auf einer jüngst erschienen CD zum zehnjährigen Bestehen von attac heißt? Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass es schon immer eine enge Verbindung von Musik und sozialen Bewegungen gab. Mit Liedern lässt sich Geschichte also „anhören“. Doch lässt sich mit Musik auch Geschichte „machen“?

in Zusammenarbeit mit Helle Panke e.V.

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Konzert: Per la Vita – Microphone Mafia & Esther Bejarano

VVN-BdA

Sonnabend, 27.2.2010, 14.00 Uhr, WABE
Danziger Str. 101, 10405 Berlin
Eintritt: 5 €

unterstützt durch: Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten Berlin

In der Liederbestenliste, der monatlichen Hitparade deutschsprachiger Musik, ist „per la vita“ von Bejarano & Microphone Mafia die CD des Monats Januar. In der Begründung heisst es:
„Esther Bejarano, eine der letzten Überlebenden des Mädchenorchesters des Konzentrationslagers Auschwitz, hat Geschichte am eigenen Leib erlebt. Von diesen Erlebnissen berichtet sie als Zeitzeugin in Schulen, sie mischt sich aktiv in die Politik ein, geht auf Antifa-Demos. Und sie singt darüber. Die Themen ihrer Lieder – Ausgrenzung, Rassismus oder Gewalt – sind leider immer noch aktuell und gehören noch längst nicht der Vergangenheit an. Diese Erfahrung haben auch die Kölner Rapper der Microphone Mafia gemacht, die allesamt einen Migrationshintergrund haben. Auch sie singen in ihren Songs darüber und setzen sich kritisch damit auseinander. (…)
Die elf Stücke auf der CD sind nicht unbekannt – sie reichen von Traditionals über Textvertonungen von Bertolt Brecht, Nazim Hikmet, Mikis Theodorakis oder Boris Vian bis hin zu bekannten jiddischen Liedern. Was sie aber einzigartig macht, ist die musikalische und textliche Bearbeitung durch die Microphone Mafia. Rosario Pennino und Kutlu Yurtseven verstehen es meisterhaft, die Inhalte der Lieder in die Neuzeit zu transportieren und sie so auch jüngeren Generationen zugänglich zu machen. So werden selbst Avanti Popolo oder Bella Ciao wieder hörenswert. Mehr noch: per la vita ist ein musikalisches Bekenntnis – für eine Zukunft ohne Antisemitismus, Rassismus, Ausbeutung und Krieg. Bitte mehr davon!“

Esther Bejarano und Microphone Mafia

Esther Bejarano und Microphone Mafia

in Zusammenarbeit mit dem Humanistischen Verband Deutschlands, Landesverband Berlin e.V.

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Konzert: Ein Abend für Wolodja

Livemitschnitt durch Rockradio.de

Tickets ausverkauft, Restkarten an der Abendkasse

Freitag, 26.2.2010, 19.00 Uhr, WABE
Danziger Str. 101, 10405 Berlin
Eintritt: 15 € / ermäßigt 10 €

Wladimir Wyssozki

Wladimir Wyssozki

Der russische Liedermacher und Schauspieler Wladimir Wyssozki war schon zur Zeit seines kurzen Lebens eine Legende. Bekannt war er in der Sowjetunion „wie Lenin oder Jesus“, so sagte man. Geschützt durch seine Popularität, die er sich am legendären Taganka-Theater in Moskau erspielt hatte, gelang ihm ein einzigartiger Spagat zwischen Verbot, Duldung und Öffentlichkeit. Seine Lieder kursierten in tausenden Tonbandmitschnitten überall im Land, fast jeder kannte sie. Wenn ihm Konzerte verboten wurden, tarnte er sie als „Bildungsveranstaltung mit Musik“. Seine Themen reichten von den unsäglichen Leiden der Russen während Krieg und Stalinzeit bis zu den kleinen, täglichen Absurditäten der Breshnew-Ära. Immer waren seine Lieder von größter Ehrlichkeit und Intensität. So war auch sein Leben, in dem die Ehe mit der französischen Filmschauspielerin Marina Vlady einen zusätzlichen irritierenden Glanzpunkt setzte. Als er 1980 mit gerade 42 Jahren starb, folgte seinem Sarg eine halbe Million Menschen.
Der dreißigste Todestag ist uns Anlaß für eine Sonderveranstaltung.

Mitwirkende:
Reinhold Andert Liedermacher und Historiker, hat die meisten deutschen Nachdichtungen von Wyssozki-Songs verfaßt.

Die Gruppe Wildemann machte als eine der brisantesten Lied-Formationen der letzten DDR-Jahre Furore. Eines ihrer Programme hieß: „Wladimir Wyssozki – Versuch einer Annäherung“. Nach fast zwei Jahrzehnten Pause treten die Wildemanns nun erstmals wieder zusammen auf.
Besetzung:
Udo Wildemann, voc, g
Rolf Cello Fischer keyb
Ralf Zimmermann, voc, v, mand, fl, acc

Oksana Bulgakowa & Dietmar Hochmuth arbeiten als Drehbuchautoren, Regisseure und Filmwissenschaftler. Beide sind intime Kenner der spätsowjetischen Kulturszene. O. B. gab 1989 beim Aufbau Verlag das Wyssozki-Liederbuch „Zerreißt mir nicht meine silbernen Saiten“ heraus.

Dan Fägerquist ist ein junger schwedischer Chansonnier, der mit Wyssozki-Songs erstaunliche Erfolge feiert.
Besetzung:
Dan Fägerquist, voc, g
Johanna Dahl, vc

Victor Hoffmann (Gitarre, Gesang) stammt aus Russland, studierte Architektur und Filmregie. Heute lebt er als Sänger und Gitarrist („Barde“ mit eigenen Songs) in Berlin.

Ilja Timakov (ebenfalls aus Russland nach Berlin gekommen) ist „eigentlich“ Computerspezialist. Seit Jahren jedoch gilt seine Liebe dem Lied, egal ob deutschsprachig oder russisch, und so hat er sich nicht nur als Liedermacher, sondern auch als Organisator in der Berliner Liedermacherszene einen Namen gemacht.

Stefan Körbel, Liedermacher und Kulturwissenschaftler, gab 1991 auf seinem Label Nebelhorn eine Vinyl-Scheibe mit deutschen Wyssozki-Versionen heraus. Er konzipierte im Auftrag von „Helle Panke“ e.V. den heutigen Abend.
Besetzung:
Stefan Körbel, voc, g

UMKA & Bronevik sind eins der spektakulärsten und angesagtesten Musikereignisse im heutigen Russland. Erdiger, liedhafter Mainstreamrock voller Energie, Phantasie, Protest und Lebenslust. Ca. 20 CDs, 400 Songs, -zigtausende Tourkilometer und zahllose Fans – das muss gute Gründe haben!
Besetzung:
UMKA, voc, g
Boris Kanunnikov, g
Mikhail Trofimenko, b
Boris Markov, d

in Zusammenarbeit mit Helle Panke e.V.

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Ausstellungseröffnung: Mikis Theodorakis

Mikis Theodorakis

Ausstellungseröffnung am Freitag, 26.2.2010, um 17.00 Uhr in der ZwiEt
Danziger Str. 101, 10405 Berlin

Unsere diesjährige Festivalausstellung beschäftigt sich mit Leben und Werk Mikis Theodorakis‘. Zur Ausstellungseröffnung zeigen wir den Film „Canto General – Der große Gesang von Pablo Neruda und Mikis Theodorakis (Joachim Tschirner, DEFA, 35-mm, 1982, 40 min). Er zeichnet die parallelen Biografien der beiden Künstler nach bis zu ihrer Begegnung und Entstehung Theodorakis‘ Oratorium „Canto General“ für zwei Solostimmen, gemischten Chor und Orchester auf Texte des gleichnamigen Gedichtzyklus des chilenischen Dichters.

Zur Eröffnung spricht Asteris Koutoulas (Musikproduzent, Autor und Übersetzer, Berlin) über das Leben und Werk von Mikis Theodorakis. Der Mitschnitt steht hier als Audio-Podcast zur Verfügung.

in Zusammenarbeit mit Helle Panke e.V. und der Stiftung Deutsches Rundfunkarchiv